Kongruenz

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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 19. Januar 2011 11:59

Ein Impuls setzt etwas in Gang. Bed√ľrfnisse suchen nach Erf√ľllung. Es kann sein, dass der K√∂rper unbewu√üt einem Impuls folgt, weil ein unerf√ľlltes Bed√ľrfnis angesprochen wird.
Eine Wahrnehmung, die den Impuls erst mal betrachtet- ohne zu werten - macht sich auf die Spur nach den eigenen Bed√ľrfnissen. Wenn ich st√§ndig mit Menschen, die gleichen Konflikte erlebe, welcher Impuls setzt dann welches Bed√ľrfnis in Gang? Und anders, welche Bed√ľrfnisse werden erf√ľllt, welche werden verhindert?

Ich sehe es so, wenn ich mich st√§ndig mit jemandem streitend wiederfinde, dann habe ich auf jeden Fall ein Bed√ľrfnis nach Kontakt, das ich nicht deutlich auszudr√ľcken bereit bin!
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 19. Januar 2011 19:48

Das hei√üt ein Teil von mir verhindert Kontakt obwohl ich ihn suche...hm...oder die Strategie f√ľr mein Bed√ľrfnis Erf√ľllung zu bekommen passt nicht.
Der Impuls steht also vor dem Wahrnehmen des Bed√ľrfnisses und m√∂chte mir erm√∂glichen eben dieses wahrzunehmen?

Wenn eine Strategie nicht efolgreich ist, meine Bed√ľrfnis nicht gestillt wird, dann gibt es zwei M√∂glichkeiten, das Bed√ľrfnis ist im Kopf "gemacht" und es geht um was anderes, oder die Strategie ist "unpassend" und kann ver√§ndert werden...

Thema von gestern Abend, f√ľr mich noch nicht vollkommen greifbar, da nicht erlebt. Ich stecke noch h√§ufig im dr√ľber nachdenken fest, was mich wenig f√ľhlen und wahrnehmen l√§√üt von dem was grade tats√§chlich ist.

Werde das mal noch hin- und herbewegen

Tami :)
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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 26. Januar 2011 11:57

hallo Tami,
das Bed√ľrfnis ist dem K√∂rper bekannt, deshalb folgt er einem Impuls, welches Aussicht auf Erf√ľllung verspricht.... Das bedeutet nicht, dass der Impuls vor dem Bed√ľrfnis steht, es bedeutet vielmehr, dass das Bed√ľrfnis nicht unbedingt bis ins Bewu√ütsein vordringt...
Wenn dein K√∂rper so k√∂nnte wie er w√∂llte, welche Richtung w√ľrde er nehmen?
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 26. Januar 2011 13:38

Lieber Volker,

das erste was mir kam bei, was möchte der Körper, welche Richtung, war er will Bewegung, die Richtung ist erstmal nicht so bedeutend.
Ich bin was körperlichen Ausdruck anbetrifft aber sehr gehemmt und bremse einen großen Teil innen vorhandener Bewegung schon im Keim aus.
Nun √ľberlege ich grade ob ich mit diesem Ausbremsen innerer bewegungsimpulse eben grade das Wahrnehmen meiner Bed√ľrfnisse erschwere.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann lenkt der Impuls in Richtung Bed√ľrnis-/erf√ľllung?
Ich bin jetzt grade wirklich betroffen weil mir soviele Situationen einfallen, in denen ich einen Impuls gesp√ľrt habe und habe das sofort geblockt.
Das ist wie oben auf dem Sprungturm stehen und dann kommt der Impuls zu springen und wenn man es dann nicht tut, dann krampft sich alles zusammen und das tut weh und f√ľhlt sich nicht gut an, einfach weil dieser nat√ľrliche Moment, sich trauen, zutrauen, vertrauen vorbei ist...dieser magische Moment geht einfach vorbei.
Ja das Bild kam eben, ich habe irgendwann aufgehört zu springen und nun bringt mich niemand mehr auf den Turm...

Nachdenklich bin ich
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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 26. Januar 2011 22:16

Hallo Tami,
warum so streng sein?? Ich finde es erstmal wichtig anzuerkennen, dass Impulse auch geblockt werden d√ľrfen---das ist nicht grunds√§tzlich schlecht.
Es ist ein Teil unserer inneren Freiheit, Impulsen zu folgen oder auch nicht!
Es ist total wertvoll zu merken, dass es diese Realität wirklich gibt. Es gibt glaube ich viele Menschen, die kennen gar kein Unterschied zwischen Impuls und Handlung (die einen sind schlicht, die anderen erleuchtet *g*)...

Ein Impuls zu sp√ľren und ihm mutig zu folgen ... das sit eben auch eine Herausforderung!
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 27. Januar 2011 07:58

Lieber Volker,

nun hast du mein Kopfkino gebremst und daf√ľr danke ich dir.
Ja ich versp√ľre Impulse und ja das ist sch√∂n.
Und damit geht es mir f√ľr den Moment gut so wie es ist, ich lass es also mal so stehen...



Und dann ist da noch etwas sehr zart und weich angeklungen bei deinen Worten √ľber innere Freiheit.
In dieses Weiche und Warme, sichere und wohltuende mag ich mich reinschmiegen, anlehnen, vertrauen darauf, dass
alles genau so gut ist wie es ist.
Nicht mehr und auch nicht weniger...

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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 14. Februar 2011 22:47

Liebe Tami,
auch f√ľr mich kann ich nun sagen, dass du mein "Kopfkino" gebremst hast.

Danke. Von Herzen

*lächel*
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 15. Februar 2011 07:27

Lieber Volker,

wir sind uns immer wieder Spiegel und ich empfinde es als etwas sehr Besonderes, dass es so zwischen uns sein kann.
Das sind unsere Drachen am Himmel *lächel*

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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 7. November 2011 12:43

Kogruenz, wieder bin ich da diesem Punkt.
Wenn ich etwas von mir verstecke, weil ein Teil immer noch behauptet nicht in der Lage zu sein, zu wenig zu können, sein Licht unter den Scheffel stellt, dann bin ich nicht kongruent, dann verleugne ich etwas von mir, das nach draussen gebracht werden will, das so keine Daseinsberechtigung hat.
Wie bin ich mit diesem Versagen meiner Möglichkeiten kongruent???
Der √§rgerliche Teil ist es grade, das passt, das ist sp√ľrbar f√ľr mich, da bin ich lebendig, w√ľtend und √§rgerlich √ľber mich, √ľber mein mich in den Schatten begeben anstatt ins Licht.
Man könnte ja zuviel sehen, ich zuviel von mir zeigen *grummel*.
Wer macht denn das Licht an, wenn sich herumgesprochen hat, dass es kaputt ist und jeder dran glaubt, weil es soviel einfacher ist mit dem Strom zu schwimmen als dagegen.
Kein Versuch = kein Irrtum????

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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 24. Januar 2012 23:19

Hallo,

"so-sein" d√ľrfen, wie es gerade ist und die Wahl zu haben auch anders sein zu k√∂nnen...
und auch in der Inkongruenz die eigene Ganzheit sehen zu können. Das ist ein Maximum an Freiheit.

Und auch die Möglichkeit zu sehen, dass es auch etwas Wertvolles im Dunkeln, im Schatten, im Mitschwimmen, im "Unter den Scheffel" stellen geben könnte.
Es gibt nur unsere Lebendigkeit. Manchmal dr√ľckst sie sich so und manchmal so aus...

Darf es sein?
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 25. Januar 2012 08:02

Lieber Volker,
ich möchte ja sagen zu dem Satz es gibt nur unsere Lebendigkeit und ein Teil sagt dennoch nein.
Das ist der, der sich nicht lebendig f√ľhlt, der Teil f√ľr den das so schlimm war, dass er weg sein wollte, der das Gef√ľhl hatte alles ist besser als das zu f√ľhlen.
Ja das war wenn ich nun von aussen drauf schaue sicher auch ein lebendiger Moment, so erstarrt ich mich gef√ľhlt habt, unf√§hig etwas zu tun, nur wie kriege ich das integriert.
Wie kann ich √ľberleben, wenn in mir Anteile das nicht wollen?
Da ist Freiheit drin, ja davon habe ich eine Idee...und ich bin ja noch da :)
In solchen Momenten sehnt sich alles danach dass da jemand ist, f√ľr den man so ok ist, da "reicht" das eigene so-sein dr√ľfen nicht aus, da braucht es ein Gegen√ľber.
Wer also ist das der sagt ja es darf sein?

Neulich fiel mir ein Gedanke in die Hand (hihi sch√∂nes Bild *g*), wir sind authentisch mit den Anteilen,die nicht ausgelebt werden odre grade wegen diesen, so wir f√ľr sie einen Platz haben und sie uns bewu√üt sind und beachtet werden. Sch√∂ner Gedanke, bei der Umsetzung frage ich mich wie das gehen kann, da gibt es Impulse und ich gebe nicht nach, ja da braucht es viel Bewu√ütheit f√ľr, das dann als Entscheidung wahrzunehmen und es damit sich zu eigen zu machen...eine Herausforderung?!

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