Der fremde Gast

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Der fremde Gast

Beitragvon FreeAislin 10. Juli 2012 01:41

Ablehnung klopft jedes Mal an meine TĂĽr.
Sie hämmert.
Ich habe Angst sie aufzumachen.
Wo ist mein Mut?
Vertrauen steht an meiner Seite.
Ich hörte eure Schreie.
Du ignoriertest mich.
Als ich in der Dunkelheit schrie.
Mut und Vertrauen öffnen die Tür.

Du, ein fremder Gast in meinem Herzen.
Besuchst mich in Gedanken.
Dein Gesicht versteckt hinter einer Maske.
Grimmig guckt sie mich an.
Stehe dir gegenĂĽber, Sehe dich.
Hast du mich gehasst?
Hast du mich doch geliebt?
Wenigstens ein wenig?

Vorsichtig ziehst du die Maske runter.
Lächelst.
Deine Augen strahlen.
Sie sagen: Ich freue mich dich zu sehen.
Die Dunkelheit verschwindet.
Die Sonne strahlt in meinem Herzen.
Bist du noch ein Fremder?

(Das Gedicht entstand, als positivere Gefühle über meinen Vater hochkamen und ich trotzdem noch mit der Angst vor Ablehnung zu kämpfen habe. Meine Eltern ließen sich scheiden als ich vier war. Ich kenne meinen Vater nur von Erzählungen meiner Mutter. Nie hatte sie ein gutes Wort an ihm verloren. Er hatte sie sehr verletzt. Doch ich frage mich, welche guten Seiten hatte er? Ich möchte mich sehr gern mit ihm treffen, auch deshalb schrieb ich das Gedicht.)
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