bitteres Ende II

Hier wollen wir zusammen nach Lösungen suchen, die sich bei der Erziehung von Kindern oder der Suche nach Richtlinien fĂŒr Teenager ergeben

bitteres Ende II

Beitragvon röschen 22. Juli 2012 15:34

Ein liebes „Hallo“ an alle!

Ich habe schon ein ganzes Weilchen hier nichts mehr geschrieben. Zum Einen weil mir die Zeit fehlt, zum anderen sich die Ereignisse hier ĂŒberschlagen und mich oftmals ĂŒberfordert haben.

Wie die „alten Hasen“ von euch wissen, ist meine Tochter letztes Jahr zur Oma gezogen, wurde vom Jugendamt betreut (da noch nicht 18), die jedoch auf ihren eigenen Wunsch Ihre Hilfe Ende letzten Jahres wieder eingestellt haben.
Meinerseits fĂŒhrten gemeinsame GesprĂ€che zu viel EnttĂ€uschung und bereits damals musste ich schmerzlich erkennen, dass meine Tochter vieles „zurechtbiegt“ um fĂŒr sich Positives zu erfahren.
BestĂ€tigt fĂŒhlte ich mich darin, dass sie, da sie nicht DIE Hilfe (nĂ€mlich eine eigene Wohnung auf dem Silberbrett serviert vom sorgenden Jugendamt....), sondern fĂŒr sie „unnĂŒtze GesprĂ€che auf die sie auch verzichten kann und die ihre ohnehin wenige Freizeit verschwenden“ bat diese Hilfe einstellen zu können. Nach mir wurde sowieso nicht gefragt, deshalb habe ich der Einstellung der Hilfe zugestimmt.

Im Februar diesen Jahres fing sie an uns wieder öfters zu besuchen. Ende Februar kam dann die Frage, ob sie in den Wochen ihrer Abiturvorbereitungen hier bleiben kann. Der lange Fahrweg zur Oma wĂŒrde ihr einfach zu viel kostbare Zeit rauben. Wir haben zugestimmt. Zudem noch eine Feier zu ihrem 18 hier veranstaltet und zu ihrer Überraschung die Oma und ihre Tanten und Onkel vĂ€terlicherseits dazu eingeladen. Abends dann ne Party mit ihren Freunden geschmissen und ihr so einen unvergesslichen Geburtstag ermöglicht.

Es kam wie es kommen musste, als die Wochen der Abiturvorbereitung vorbei war, hatte unsere Absprache eigentlich ihre GĂŒltigkeit verloren. Da es aber alles in allem gut gelaufen ist, kam natĂŒrlich die Frage, ob sie denn nicht wieder hier einziehen könnte. Wir haben gemeinsam ein langes GesprĂ€ch gefĂŒhrt, die Bedingungen geklĂ€rt und uns darauf geeinigt, dass wir es erneut versuchen.

Leider ist dieser Versuch völlig fehlgeschlagen....
Mittlerweile bin ich, so leid es mir tut das ĂŒber meine eigene Tochter sagen zu mĂŒssen, der Überzeugung, dass sie sehr berechnend ist.

Mein Mann ist nach einer 2. OP immer noch nicht arbeitsfÀhig. Ich deshalb noch vollzeitbeschÀftigt und mit dem Doppelaufwand (leider bleibt im Haushalt noch einiges an mir hÀngen, aber das ist ein anderes Thema) oftmals im Stress.

Zu ersten Streitigkeiten kam es, als ich sie mehr zur Hilfe aufforderte. Ihr ausserdem auf die Frage, wie sie ihre finanzielle Lage bessern könne (Papa zahlt seit Monaten nichts) riet, sich darauf nicht mehr zu verlassen, sondern sich einen Job zu suchen.

Zuerst hatten jedoch die PrĂŒfungsvorbereitung den Vorrang, anschließend sollte ich VerstĂ€ndnis dafĂŒr haben, dass man diese Anstrengung jetzt erstmal gebĂŒhrend feiern und sich zudem davon ausruhen musste. Dies ging nahtlos in die Zeit ĂŒber, in der sie die letzten freien Tage vor den Vorbereitungen aufs mĂŒndliche Abitur geniessen musste, von der sie sich nach erneutem Feiern ja auch wieder gebĂŒhrend erholen musste.

Dazwischen kam es zu vielen LĂŒgen und bösen Worten. Das alles aufzuzĂ€hlen wĂ€re mĂŒhselig.

Ihr Verhalten hier war leider mittlerweile nicht mehr akzeptabel. Nicht nur, dass sie hier nichts gemacht hat, ließ sie stattdessen noch ĂŒberall ihre Dinge stehen und liegen.

Eines Tages sah ich meinen Ipod (der eigentlich immer in meiner Sporttasche ist) auf ihrem Bett liegen. Als ich ihr sagte, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass sie sich ohne zu fragen meine Dinge nimmt (obwohl wir dieses Thema in den letzten Jahren eigentlich schon mehrfach geklĂ€rt hatten), hat sie sich zwar entschuldigt und ihn zurĂŒckgelegt. Die Kopfhörer dazu jedoch nicht. Als ich sie Tage spĂ€ter danach fragte hat sie diese mit „entschuldige“ zwar zurĂŒckgegeben, anschließend jedoch ohne Frage die ihres Bruders mitgenommen.

Erneut habe ich das GesprĂ€ch mit ihr gesucht, bin jedoch auf völliges UnverstĂ€ndnis gestoßen. „Sie habe sich schließlich dafĂŒr entschuldigt“. Das man es dann auch nicht mehr tun sollte, das hat sie leider nicht verstanden. „Ich wĂŒrde mal wieder völlig ĂŒberzogen reagieren“

Ich habe ihr zudem nichts mehr vorzuschreiben und das ich in meinem Haushalt viel zu kleinlich und pingelig wÀre. Ausserdem sei sie jetzt volljÀhrig und sie selbst könne bestimmen ob sie jobbt oder chillt. Das könne Sie gerne, sagte ich, aber erst wenn sie eine eigene Wohnung hÀtte.
Nun hat sie erstmal ein paar Wochen geglaubt, mit der Aussage „sie zieht aus und ist auf der Suche“ sich erneut einen Freibrief fĂŒr ihr Verhalten erlangt zu haben. Sie kommt und geht wann sie will.

Obwohl ich fĂŒr ihre Abschlussfeier eine Woche stĂ€ndig nach Feierabend mit ihr unterwegs war, Mann, Sohn und Haushalt vernachlĂ€ssigt habe, um alles nach ihren WĂŒnschen zu arrangieren (Kleid, Schuhe, Frisur,....) hat sie uns nicht ein bisschen unterstĂŒtzt als Montags unser Kleiner Geburtstag hatte. Sie saß mit ihrem Freund auf der Bank der Terrasse und ließ sich bedienen. Anschließend hat sie uns mit dem Chaos alleine gelassen, um bei ihrem Freund zu ĂŒbernachten... ich habe aufgegeben zu fordern.

Nun hat sie zwei Jobs angenommen („du hast mich schließlich gezwungen“) und mit dem Satz „inzwischen arbeite ich mehr als du“, hat sie ihre Einstellung ich hĂ€tte ihr nichts mehr zu sagen oder Mithilfe zu fordern, untermauert.

Nun hat sie eine Wohnung. Ich hatte ihr davon abgeraten, fand sie zu teuer und die Entscheidung etwas ĂŒbereilt. Sie fand es ein tolles Angebot. Den Hinweis, noch gar kein anderes in Betracht gezogen zu haben, ignorierte sie.
Mein Vater hat es versucht, auch seine Bedenken, dass sie zunĂ€chst die finanzielle Sicht abklĂ€ren mĂŒsse, hat sie unbeachtet gelassen. Ihre Berechnungen waren haarstrĂ€ubend. Die „Habenseite“ beinhaltet BetrĂ€ge, die recht wage sind. Unterhalt! ? Bisher völlig unklar – Papa zahlt seit Monaten nicht und ist da wenig verlĂ€sslich. Was ihr von mir zustehen wĂŒrde, keine Ahnung. Wohngeld! ? Man hat ihr wohl gesagt, dass wĂŒrde ihr zustehen, aber beantragt, geschweige denn genehmigt hat das noch keiner. Das „Taschengeld“ welches sie fĂŒr ihre FSJ – Stelle ab September bekommt, reicht nicht mal fĂŒr die Warmmiete.

Leider hat sie alle Bedenken ignoriert und den Mietvertrag unterschrieben. Nun scheint sie, so kurz vor dem Umzug doch leicht kalte FĂŒsse zu bekommen. „Wenns nicht reicht, mĂŒsse ich sie schließlich unterstĂŒtzen. Schließlich sei es meine Schuld – ich hĂ€tte sie ja „rausgeschmissen“.

So biegt sie sich in den letzten Tagen erneut die Tatsachen so hin wie sie sie braucht. Das sie die Alternative hatte, sich hier an unsere Regeln anzupassen und sich als Familienmitglied einzubringen, wird verschwiegen.
Hatte sie zu Anfang fĂŒr die Augustmiete „noch 1000 Euro zusammen, da sie die letzten Wochen in ihren Jobs Sonderschichten eingelegt hatte“, braucht sie dringend die geliehen 10 Euro von Ihrem Bruder zurĂŒck, da es ihr Notgroschen gewesen sei.
Bedenken wegen der Einrichtung wurden bereits letztes Jahr gegenĂŒber dem Jugendamt mit der Aussage „sie hĂ€tte ja alles“ abgetan. Nun muss ich kurz vor Auszug darĂŒber diskutieren, dass der Schrank zwar in ihrem Zimmer, jedoch nach ihrem Auszug letztes Jahr von mir angeschafft und voll mit meinen Dingen ist. Es sich also nicht um wie sie behauptet ihren Schrank handelt und ich nicht bereit bin ihn zu entbehren.

Versteht ihr was ich meine? Sie hat auf alle Bedenken eine Antwort und eine Lösung. Nachher kommt sie dann aber doch mit Forderungen und wenn man ihr dann nicht hilft, heißt es „ich unterstĂŒtze sie ja ĂŒberhaupt nicht.“

Ein Beispiel letzte Woche: Sie wollte mit auf den Geburtstag bei unserm Neffen. Zuvor war sie bei Oma Kisten packen. (Das hat sie in den Monaten als sie wieder hier war nicht geschafft, auch so eine Geschichte)
Da es auf dem Weg lag, wollte mein Mann sie dort abholen. Seine Anrufe erreichten jedoch nur die Mailbox. Da er sich dort nicht auskennt, ist er also zunĂ€chst mal direkt zum Neffen gefahren. Nach einer Weile hat sie dann zurĂŒckgerufen. „Warum er sie nicht wie ausgemacht abgeholt hĂ€tte“. „Da sind entgegen der Abmachung ja nicht an ihr Handy ging“. Mein Mann war ĂŒber ihren Ton ziemlich sauer und hat ihr nicht angeboten sie nachtrĂ€glich abzuholen. Sie hat auch nicht danach gefragt. Als sie unseren Neffen kurze Zeit spĂ€ter anrief um ihm zu gratulieren und das vereinbarte GesprĂ€ch ĂŒber ihre Versicherung abzusagen, hat sie sich mit „der Papa hat mich vergessen abzuholen“ gerechtfertigt.
Als mein Mann sie spĂ€ter anrief um ihr doch anzubieten sie abzuholen, sagte sie „neee, das geht jetzt noch nicht, ich bin noch gar nicht fertig mit packen“

Ich finde das traurig, versteht ihr. So hat sie z.B. keinen Fernseher. Das weiß ich. Unter normalen UmstĂ€nden wĂ€re es kein Problem ihr diesen zum Einzug zu schenken. Allerdings habe ich jedoch in den letzten beiden Jahren die Erfahrung gemacht, dass meine Tochter mir nur so lange freundlich gegenĂŒber ist, solange die Dinge nach ihren WĂŒnschen laufen. Ist dies nicht der Fall, wird man, um es mal salopp auszudrĂŒcken „krĂ€ftig in den Hintern getreten“, wenn es nicht nach ihrem Sinn lĂ€uft. Ich fĂŒhle mich ausgenutzt und hintergangen und vertraue ihr nicht mehr. Schade.

Ach ja und sonst....auch alles besch.....Ich fĂŒhle mich alleingelassen. Meine Eltern hat sie nach wie vor mit ihren LĂŒgen auf ihrer Seite (auch wenn diese das mir gegenĂŒber abstreiten). Mein Mann ist mir mehr Last als StĂŒtze. Er ist wegen seiner Krankheit schon schwermĂŒtig genug. Nun kommt aber die EnttĂ€uschung ĂŒber unsere Tochter dazu und ich habe neben meiner Arbeit und dem sonstigen Chaos leider keine Kraft mehr auch noch ihn zu trösten, geschweige denn Trost von ihm zu erwarten.

So sieht es also heute bei uns aus. Genauso chaotisch wie dieser kurze Auszug aus meinen letzten Monaten. Ich habe versucht es einigermaßen zu schildern und verstĂ€ndlich zu schreiben. Wenn es mir nicht gelungen ist, fragt mich ruhig.

Liebe GrĂŒĂŸe
Eure Röschen
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon Ansa 22. Juli 2012 18:44

Liebes Röschen,

es ist schön, wieder einmal von Dir zu hören, allerdings tut es mir leid, was ich da höre. Auch die Krankengeschichte Deines Liebsten tut mir leid, das muss sehr schwer sein, fĂŒr ihn und auch fĂŒr Euch beide als Paar. Aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Ich hab eine Frage, was passiert denn, wenn Eure Tochter sich so verhÀlt, garstige Worte wÀhlt, oder Euch vorwirft, das Ihr ihr nicht helft? Wie reagiert Ihr darauf, was sagt Ihr ihr?

Die Sache mit dem "ich hab mich entschuldigt, dann ist auch gut" kenne ich auch, zwar nicht, wenn es darum geht, das hier jemand Dinge benutzt, die mir gehören, aber doch, hin und wieder. Und ich sage dann oft "Entschuldigungen kann man nicht geben, man muss sie bekommen.... Du kannst darum bitten, aber ob Du sie bekommst, entscheide ich" Und solange ich mich Ă€rgere oder weiter verletzt werde, solange muss mein Kind dann warten. Im Übrigen fordern sie das auch ein, "ich bin jetzt sauer - wenn das vorbei ist, reden wir...." Okay, das gleiche Recht darf ich fĂŒr mich in Anspruch nehmen.

Wie ist da wirklich, musst Du sie unterstĂŒtzen? Also, es gibt da ja den Selbstbehalt, der ist nicht so niedrig und, alle unter 18jĂ€hrigen Kinder haben Vorrang, und, Du bist verheiratet, ich weiß nicht, wie Dein Mann abgesichert ist, aber auch er hat möglicherweise Anspruch auf Deine Förderung bzw. Dein Selbstbehalt wird auf Grund seine Krankheit höher gesetzt? Das gĂ€lte es heraus zu finden, nur so, damit die Fakten auf dem Tisch liegen. Und - UnterstĂŒtzung bekommt nur jemand, der seiner Ausbildung zĂŒgig nachkommt. D.h. es gibt da nicht nur Rechte, sondern auch allerhand Pflichten fĂŒr das Kind.

Und, es gibt natĂŒrlich solche Dinge wie Ausbildungsbafög, MitzuschĂŒsse und andere Hilfen, nur - kĂŒmmern muss sie sich darum allein - und wenn nicht - ist das ihre Verantwortung. Ich warne davor, ihr diese abzunehmen, und einzuspringen. Frage Dich "was lernt mein Kind aus meinem Verhalten?" Nicht, das Du eine liebevolle und tolle Mutter bist - sie lernt was ganz anderes. Und genau DAS, willst Du nicht. Meine Große hatte auch solche Anwandlungen, sie wollte umziehen, und regte sich auf, das es wohlmöglich notwendig werden wĂŒrde, das sie dann einen Monat lang zwei Wohnungen bezahlen mĂŒsste, da es ihr unmöglich schien, am 31. auszuziehen und am 1. einzuziehen. Und ich hab sie angesehen und gesagt "Tja, das geht wohl den meisten Menschen so, wenn sie umziehen, willkommen in der Welt der Erwachsenen." Fand sie blöd, hat aber drĂŒber nachgedacht.... und es so geregelt, das es fĂŒr sie passte.

Das sie so ist, wie sie ist, Vorteilssuchend und Schuldzuweisend ist ja, leider sag ich mal, nichts Neues - und wenn man sich ins Außen stellt, war es eine erfolgreiche Strategie, denn sie hat oft genug damit erreicht, was sie erreichen wollte, IHR Ziel und durch die Herabsetzung anderer hat sie sich erhoben und wohl damit wohl gefĂŒhlt? Warum also, sollte sie etwas, das so erfolgversprechend ist, Ă€ndern?

Und, wie waren die Folgen, die dies Verhalten nach sich gezogen hat?

Und noch etwas, Dein Mann sollte noch bei Dir sein, wenn Dein Kind eigene Wege geht..... pass gut auf Dich und ihn auf, das fÀnde ich wichtig, zumindest sehe ich dies Problem unbedingt gleichranging zu dem Problem Deiner Tochter.

FĂŒhl Dich mal ganz fest gedrĂŒckt.....
Ansa

P.S. Wir haben hier einen Plauderthread, erst seit kurzem, "Plaudern im Juli" schau da einfach mal rein, da geht es auch mal nur um Alltagsdinge, um ein Hallo und so, vielleicht tut Dir das gut?
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon Muckelmaus 22. Juli 2012 19:51

Mensch liebe Röschen - das ist ja genau so ne traurige Geschichte, wie meine mit meiner Ältesten im Moment :( Lass dich mal lieb drĂŒcken.

Die Frage ist halt, wie geht man als Mama mit dem Verhalten des Kindes, das man doch liebt, am besten fĂŒr sich selbst um. Schließlich birgt eine solche Geschichte ja eine Menge an Traurigkeit, EnttĂ€uschung und Verletzt sein.

Wichtig finde ich - wie Ansa auch schon schrieb - sich selbst und den Partner nicht aus den Augen zu verlieren. Aber oft schreibt/sagt sich das ja leichter, als es getan ist. Da hilft nur, zumindest bemĂŒhe ich mich im Moment sehr darum, mir kleine Inseln nur fĂŒr mich bzw. fĂŒr mich und meinen Mann zu schaffen und sei es nur mal ne halbe Stunde auf dem Balkon - nur der Liebste und ich.

Ganz viel Kraft und Zeit fĂŒr dich schicke ich dir
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel LĂ€rm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und lĂ€sst das Haus stumm zurĂŒck, dass Du denkst, du wirst verrĂŒckt.
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon röschen 23. Juli 2012 19:25

Hallo Ihr Beiden!

und vielen Dank fĂŒr euer zuhören!

Was passiert, liebe Ansa, wenn sie solch garstige Worte wĂ€hlt?......unterschiedlich, ich habe so viele Varianten durch. Habe ich frĂŒher noch diskutiert und mir diese Wortwahl und den Tonfall verboten, was aber nur ausartete, gab es Zeiten, da habe ich GesprĂ€che sofort abgebrochen. Ihr gesagt, dass ich erst weiterrede, wenn sie sich beruhigt hĂ€tte. Noch NIE! kam es zu einer Entschuldigung. Seit Jahren soll ich das einfach so hinnehmen. Sie bockt, verschwindet und kehrt zurĂŒck und tut so als ob nichts gewesen wĂ€re. Einsicht habe ich tatsĂ€chlich kaum erfahren. "Ich bin schließlich schuld gewesen" .
Mir kommt dann immer so der berĂŒhmte Gedanke ĂŒber die Geschichte ĂŒber Huhn und Ei.....was war zuerst da?

Als sie mal zu weit gegangen ist, hat sie wohl gemerkt, dass ich richtig sauer und verletzt war. Das war nach vielen unzĂ€hligen Streits das erste mal, dass sie auf mich zukam. "Es tĂ€te ihr leid, dass sie so ausgerastet ist, aber mal ganz ehrlich, schließlich wars doch echt deine Schuld" :( . WĂŒrde ich nicht so sehr meine Regeln durchsetzen wollen, nicht stĂ€ndig an ihr nörgeln, wenn sie sie nicht einhĂ€lt, mĂŒsste sie nicht so garstig werden,......"

Manchmal frage ich mich, ob sie das wirklich nicht versteht. Weißt, so wie die Tatsache, dass ich sie nicht "rausgeschmissen" habe, sondern sie vor die Wahl stellte, sie hier nicht tun und lassen kann was sie möchte, sondern sich innerhalb unserer "Gemeinschaft Familie" einfĂŒgen mĂŒsse", damit das hier funktionieren kann. Nun sei sie enttĂ€uscht, keine Mutter wĂŒrde ihr Kind rausschmeissen, deshalb brĂ€uchten wir uns ĂŒber ihr Verhalten auch nicht zu beklagen. Das kritisierte ursprĂŒngliche Verhalten, welches der Auslöser war, ist vergessen, denn das wĂ€ren ja "Lapalien" gewesen! Darin hat sie tatsĂ€chlich recht und hĂ€tte sie ausnahmsweise etwas Einsicht gezeigt, statt hier in einer unertrĂ€glichen Arroganz meine Kritik zu belĂ€cheln, wĂ€re das alles anders abgelaufen.

Liebe Muckel, ja es ist schwer auszuhalten. Ich habe ein StĂŒck weit resigniert. Nehme die Dinge so wie sie sind. Das ist auch das Problem, dass ich mit meinem Mann dann habe. Er versteht nicht, dass ich mich anders als er, schon lange nicht mehr ĂŒber unzĂ€hlige Haare im Waschbecken oder schimmlige Kaffeetassen im Zimmer aufrege. Ich froh bin, 4 Tage ausser Haus bei ner Fortbildung meine Freizeit mit netten Kollegen geniessen zu können und so gar keine Lust habe, mir abends am Telefon dann detailliert sĂ€mtliche (kleine) Verfehlungen unserer Tochter aufzĂ€hlen zu lassen. Er hingegen sucht wahrscheinlich auch nur Trost und VerstĂ€ndnis, ich habe aber keine Kraft mehr.

Zeit alleine ist mir wichtig und ich suche sie immer wieder, leider kann ich sie nicht so richtig geniessen, weil ich merke, dass mein Mann zwar nichts sagt, sich insgeheim jedoch vernachlĂ€ssigt fĂŒhlt. Zeit zu zweit ist schwer zu ertragen momentan. Da wir so wenig Zeit haben, kommen da meist Dinge zum GesprĂ€ch, die schon lange brodeln und arten schnell aus.

Seine stĂ€ndige NĂ€he erdrĂŒckt mich. FĂŒr mich ist das neu und ich brauche "Alleinezeit" - mein Mann kann nicht alleine sein und sich nicht vorstellen, dass ich das BRAUCHE! Ist schwierig, aber das wird schon wieder. Wenn er wieder arbeiten kann, unsere Große erstmal ausgezogen ist, wirds hier wieder ruhiger. Das ganze hat jetzt einfach zu lange angedauert und uns alle viel Kraft gekostet.

Wie ich mit der EnttĂ€uschung umgehe? Schwer, zumal ich den Eindruck habe, da meine Tochter schließlich so tut als ob alles gut ist. Nur ich diejenige bin, die mittlerweile sehr hartherzig reagiert. Ich jedoch emfinde ihr "Getue" falsch und kann meine Verletzheit und meine Wut kaum verbergen. Nun bin ich dann jedoch wieder die Ursache, versteht ihr? "Seht ihr wie meine Mama ist, ich sage das ja schon immer....." *seufz*

Liebe GrĂŒĂŸe
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon Muckelmaus 23. Juli 2012 19:42

Liebe röschen!

FĂŒhl dich mal fest gedrĂŒckt.

Das ist wahrlich zu viel Druck von allen Seiten. Das kannst du ja kaum schaffen ....

Ist es möglich, mit deinem Mann ein GesprĂ€ch zu fĂŒhren, in dem du versuchst ihm zu sagen, wie es dir geht? Ganz ruhig, ohne Vorwurf, einfach nur die Tatsachen auf den Tisch bringen. Vielleicht wird er verstehen, dass du Zeit fĂŒr dich brauchst, zum Luftholen und Kraft tanken.
Es ist sicher mehr als nur schwierig, da einen Konsenz zu finden, zwischen seiner Sehnsucht nach NĂ€he und deinem "Freiheitsdrang". Ich wĂŒnsche dir/euch, dass ihr einen Weg findet, den ihr gemeinsam als Paar gehen könnt.

Lass dir bitte von niemandem einreden, du seiest Schuld am Verhalten deiner Tochter. Du hast alles versucht, was dir möglich war und ist, hast all deine Kraft und Liebe in dein Kind gesteckt. Mehr kannst du nicht tun und eines dĂŒrfen wir niemals vergessen: Eltern sind auch nur Menschen und Menschen machen Fehler.

Ganz liebe GrĂŒĂŸe
Muckel

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Re: bitteres Ende II

Beitragvon röschen 25. Juli 2012 17:52

Hallo,

ich habe erneut ein GesprĂ€ch gesucht. Sie fĂ€ngt nĂ€mlich inzwischen an zu denunzieren. So hat sie mich gestern im BĂŒro angerufen und mich gebeten zuhause anzurufen. Der Papa hĂ€tte ihren SchlĂŒssel aus der Tasche genommen :oah: , sie nun was vergessen und kann nicht rein, da er, obwohl sicher zuhause, aufs Klingeln nicht reagiert.

Er war nur auf der Toilette, konnte nicht schnell genug reagieren. Der SchlĂŒssel lag auf der Kommode und ausserdem hatte sie auch nicht "die so wichtig vergessenen Unterlagen" geholt, die sie angeblich vergessen hĂ€tte, sondern lediglich ihren vergessenene SchlĂŒssel.

Ausserdem wĂŒrde ihr Papa unterstellen, sie hĂ€tte mir am Sonntag keine SMS geschrieben (sie hat hier nachts um 2 geklingelt weil sie keinen SchlĂŒssel hatte und dies angeblich per SMS angekĂŒndigt). Mal abgesehen, dass ich ihr am nĂ€chsten Tag sagt, dass ich eine AnkĂŒndigung per SMS um 23.00 Uhr nicht als den richtigen Weg ansehe, hab ich tatsĂ€chlich auch keine SMS erhalten. Trotzdem kam heute erneut der Vorwurf "man wĂŒrde ihr das unterstellen und deshalb ihr Ton gerechtfertigt"

Das ich ihren Ton und ihr Verhalten nicht akzeptiere wurde nur mit dem Satz " du hast mich schließlich rausgeschmissen und brauchst dich nicht zu wundern " kommentiert.

Daraufhin habe ich sie nun mehrmals gefragt "o.k. wenn du das so empfindest, dann nehmen wir das jetzt mal an, aber sage mir mal den Grund warum es zu dem "Rausschmiss" kam ......keine Antwort, auch nicht nach 3 Mal nachfragen.

Ich bin so froh, wenn das hier vorbei ist!

LG Röschen
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon Ansa 25. Juli 2012 18:51

Liebes Röschen,

das erinner mich schon ein bisschen an meine Große, sie kann auch rumtoben wie verrĂŒckt und entschuldigt sich so gut wie nie - sieht sie nicht ein, schließlich wĂ€re sie ja so ausgetickt, weil wir sie dazu gebracht hĂ€tten.... ich weiß nicht, ob Du es gelesen hast, mittlweile vermuten wir bei ihr eine leichte Variante des Asperger Autismus. Sie ist nicht in der Lage emotional angemessen zu regieren und kann sich einfach nicht in andere Menschen hinein versetzen. Das ist bei Deiner Tochter sicher nicht der Fall - aber ich kenn die GefĂŒhle, die damit einhergehen.... Hast Du denn je Entschuldigungen eingefordert, ihr erklĂ€rt, dass das ĂŒblich ist und angemessen?

Zu den Regeln bei mir zu Hause sage ich meist schlicht "Dies ist mein Haushalt, da gelten meine Regeln. Die mĂŒssen Dir nicht gefallen und Du darfst das alles anders machen, als ich, wenn Du ein eigenes zu Hause hast. Aber solange Du hier wohnst, gelten meine regeln. Punkt." Da lasse ich mich auf gar keine Diskussionen mehr ein. Sie sind groß genug, mich an die Wand zu reden aber damit setze ich mich durch. Manchmal ist das nötig, ich hasse nĂ€mlich unaufgerĂ€umte KĂŒchen, wĂ€hrend meine Töchter die dann aufrĂ€umen, wenn sie sie wieder brauchen..... da gibt`s keine Diskussion, die KĂŒche wird aufgerĂ€umt, bevor sie sie verlassen. Solche Dinge meine ich. Zusammenleben braucht Regeln.

Und, ein bisschen klingt es so, als beobachte Dein Liebster, aufgrund seiner Situation vielleicht die Tochter ein bisschen zu scharf? HĂ€tte er etwas anderes zu tun, wĂ€re es nicht so schlimm? Dann hat auch er ein Problem, nicht nur Deine Tochter? Et hat ja die Wahl, sich aufzuregen oder es zu lassen? Jedenfalls sind schimmelige Tassen ihr Problem..... die wĂŒrde ich ihr glatt noch mit einpacken. Anders, meine Große hat dauernd Schulbrotdosen in ihrem Zimmer in dunklen Ecken vergessen.... und als wir begonnen haben, sie zu unterstĂŒtzen, in ihren Wunsch Flauschies zu zĂŒchten - da hörte das dann auf. Wir haben das lustig gemacht und aufs Korn genommen und noch heute existiert das GerĂŒcht, das sie rosa Flauschies zĂŒchten wollte, frĂŒher. :D

Mir scheint, sie ist da irgendwie nicht so ganz durch, mit dem Ausziehen? WĂŒnscht sich etwas anderes, ist aber nicht bereit, das Ganze auch zu ĂŒberdenken? Zusammenleben ist ein Miteinander, das darfst Du ihr ruhig sagen und ansonsten, wĂŒrde ich auf so einen Vorwurf ganz trocken antworten "Schade - das Du das so siehst, ich weiß, das war anders." Diskutiere nicht mehr - das artet irgendwann in Rechtfertigungen aus und wer sich rechtfertigt, gerĂ€t in Schieflage. Wenn ihr das alles ausfĂŒhrlich besprochen habt, dann lass es dabei.

Und, wenn sie eine nicht geschickte sms (ich finde 23 Uhr auch inakzeptabel, aber es kann ja schon mal passieren, das sie den SchĂŒssel vergisst) derart kommentiert, darfst Du sie natĂŒrlich auch darauf hinweisen, dass das eine ja nichts mit dem andern zu tun habe und sie solle nicht ausweichen. Scheint eine beliebte Taktik zu sein.....

Ich wĂŒnsche Dir Kraft und ein wenig Zeit fĂŒr Dich
Ansa
Sei zĂ€rtlich mit den Kindern, mitfĂŒhlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmĂŒtig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon röschen 28. Juli 2012 12:31

Liebe Ansa,

den Eindruck, dass sie langsam kalte FĂŒsse bekommt habe ich auch. Gestern hat ihr auch noch die AnwĂ€ltin gesagt, dass sie in der Zeit ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs, welches sie im September beginnt, keine UnterhaltsansprĂŒche an die Eltern hat. War mir auch neu.

Nun trifft so langsam das ein, worauf ich sie die ganze Zeit schon hingewiesen habe. Das sie ihr Fehlverhalten beibehÀlt, teilweise noch steigert, mit dem Hintergedanken, bald unabhÀngig zu sein. Ich hatte sie davor gewarnt, es sich doch nicht bis aufs letzte mit uns zu verscherzen, denn eines Tages werde sie unsere Hilfe doch sicher noch brauchen können.

Ihre Selbstsicherheit schwindet - nun "MUSSTE" sie ja ausziehen, denn ich hÀtte sie ja "rausgeschmissen"....

Entschuldigungen von ihr kenne ich nicht "erst wenn du dich auch entschuldigst, ich habe schließlich den Fehler nicht alleine gemacht...."
Dann stehen wie wieder vor der Situation "Huhn oder Ei", verstehst du? Ohne ein "aber" hab ichs jedenfalls noch nie erlebt.

Mein Mann zu viel Zeit? JAAAAA! Wobei ich teilweise auch den Gedanken habe, dass er nach wie glaubt sich dafĂŒr rechtfertigen zu mĂŒssen, dass das Zusammenleben mit ihr seit Jahren nicht mehr klappt.

LG Röschen
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Re: bitteres Ende II

Beitragvon Ansa 30. Juli 2012 11:42

Liebes Röschen,

ich kann mir gut vorstellen, das Deine Tochter kalte FĂŒĂŸe bekommt. Allein leben, ganz fĂŒr sich, ist etwas ganz anderes, als irgendwo die FĂŒĂŸe unter den Tisch zu stellen.

Ich beobachte das bei meiner Großen, sie ist ja einer evangelikalen Kirche beigetreten und zieht grad um, in eine andere Kirchengemeinde, die Menschen dort leben herkömmlich gemeinsam. Jeden Tag essen alle, die wollen zusammen, es gibt eine Gemeinschaftskasse..... und gemeinsame Unternehmungen. Sie fĂŒhlt sich dort wohl und erzĂ€hlt, wie schön es sei, gemeinsam zu kochen, GemĂŒse zu putzen und und und - glaub mal ja nicht, das sie jemals hier Spaß daran gehabt hĂ€tte mit mir zu kochen........... hier zu Hause ist das alles nur lĂ€stige Pflicht - dort ist es Gemeinwohl. Ich werde diesen Unterschied nie begreifen und manchmal bin ich traurig, das es so ist. Aber ich weiß auch, das ich als zu Hause und Mama eben einen anderen Stellenwert habe.

Meine Tochter ist auch genervt, wenn ich sie auf etwas hinweise. Grade heute, sie zieht ja aus, ist den letzten Tag in ihrer Wohung und kann ihren Telefonvertrag nicht kĂŒndigen, weil der ĂŒber zwei Jahre lĂ€uft..... erst hab ich gedacht "ist es meine Sache?" Und dann, "ich kann es ihr ja wenigstens sagen...." Also angerufen und sie war angenervt. "Ich wollte da ja anrufen.....mach ich auch......is ja gut Mama" und dann, als ich sagte "pass auf, ich möchte Dir nur helfen, weil Du mir wichtig bist und ich glaube, Du weißt nicht um alle Möglichkeiten...." hat sie mir zugehört und dann hat sie ihr Telefon still legen lassen. Zumindest das. Das hat ihr der Telefonmensch auch nicht angeboten, sondern erst auf Nachfrage erklĂ€rt, das man das natĂŒrlich auch tun könne..... Immerhin, ab morgen wohnt dort wer anders, wer weiß, was da passieren kann. TelefongesprĂ€che nach Timbuktu oder so? :?

Aber ich muss auch erst die HĂŒrde nehmen, "DU bist mir wichtig und ich möchte Dir deshalb helfen...." alleine kommt sie eher nicht fragen. Nun freut sie sich, das ist ja eine gute Idee..... Ts..... Und, ich werde an dem Tag damit aufhören, andem sie nicht mehr auf uns angewiesen ist. Ist eben ein Erwachsenwerden auf Raten. Solange ich Unterhaltspflichtig bin - was ich nicht mehr bin und das weiß sie - bitte ich mir so ein klitzekleines Mitspracherecht aus. Was sich nur in Tipps niederschlĂ€gt, keine Forderungen oder Einschnitte in ihre Überlegungen. Das steht mir nicht zu.

Tja, vielleicht wird es besser, wenn sie fĂŒr sich allein lebt? Ich wĂŒnsche s Euch. Und, auch wenn Ihr als Eltern nicht unterhaltspflichtig seid, heitß das ja nicht, das ihr sie nicht mehr unterstĂŒzt? Wie sieht das bei Papa aus? Ansonsten gĂ€be es ja WohngeldantrĂ€ge? Je frĂŒher die gestellt werden, desto eher wird auch gezahlt.

Das Thema Entschuldigungen scheint bei Euch eine langfristige Baustelle zu sein? ich bremse das mitunter aus, es geht jetzt aber genau darum, was Du gemacht hast und natĂŒrlich bin ich mir auch nie zu schade, mich selbst zu entschuldigen und das auch zu erklĂ€ren. FĂŒr mich ist das oft genug ein Zeichen mangelnder Reife?

Übrigens glaube ich, das Trennungskinder weitaus spĂ€ter in die PubertĂ€t kommen, als Kinder aus intakten Familien. Vielleicht weil es in ihrem Leben eine Phase gegeben hat, in der sie nicht unbelastet Kind sein konnten? Das ist nicht erforscht, aber ich höre es immer wieder, das junge Erwachsene pubertĂ€res Verhalten zeigen, oft auch, wenn sie in der eigentlichen PubertĂ€tszeit irgendwie reifer waren und erwachsener schienen. Nur kann man sich das leider in Ausbildung und Beruf nicht erlauben - aber so eine Verschiebung, die nehme ich da in meinem Umfeld durchaus wahr.

Und Dein Mann? Nun ja, so ein Zusammenleben kann schwierig sien und er ist sich seiner Anteile vielleicht auch bewusst?

Dir ganz liebe GrĂŒĂŸe und fĂŒhl Dich gedrĂŒckt
Ansa
Sei zĂ€rtlich mit den Kindern, mitfĂŒhlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmĂŒtig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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