Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Hier wollen wir zusammen nach Lösungen suchen, die sich bei der Erziehung von Kindern oder der Suche nach Richtlinien fĂŒr Teenager ergeben

Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 20. Juli 2012 20:51

Liebe Muckel,

so viel Recht haben wollte ich eigentlich gar nicht ,) , aber gut, wenn wir uns verstehen..... und schließen? Warte noch ein wenig, vielleicht wird es ein wenig ruhiger, Dein letztes Statement war ja deutlich.

Falls Du das möchtest, sag einfach Bescheid.

Liebe GrĂŒĂŸe
Ansa
Sei zĂ€rtlich mit den Kindern, mitfĂŒhlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmĂŒtig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 21. Juli 2012 09:59

Guten Morgen alle miteinander!

Ok. dann warten wir mal ab, wie sich der Threat weiter entwickelt bzw. ob ĂŒberhaupt.

Euch allen einen schönen Tag
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel LĂ€rm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und lĂ€sst das Haus stumm zurĂŒck, dass Du denkst, du wirst verrĂŒckt.
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 23. Juli 2012 07:59

Guten Morgen an euch alle!

So - das Wochenende ist vorĂŒber und die betroffenen Tanten und Onkel sind informiert.

Ich selbst denke nach wie vor viel ĂŒber unsere Älteste nach, stelle mir auch immer noch die Frage nach dem Warum. Aber darauf gibt es immer noch keine Antwort. Unsere Älteste hat auf mein Hilfsangebot mit keinem Wort reagiert, weder per Telefon, noch per sms, noch sonst irgendwie.
Mein Mittelchen hat sie kurz angerufen, ebenfalls ihre Hilfe angeboten uns ist abgeblitzt.

Mein Exmann wusste mir am Freitag zu erzĂ€hlen, dass unsere Älteste bei dem Familientreffen am Samstag nicht dabei sei. Sie habe an diesem Tag eine bereits lĂ€nger stehende Verabredung mit ihrer einzigen Freundin. Ok, dachte ich, vielleicht ist es gar nicht mal schlecht, wenn sie nicht dabei ist.
Unser Mittelchen erzĂ€hlte mir dann gestern Abend, dass ihre Schwester durchaus dort gewesen sei. Allerdings habe sie sich die ganzen Stunden nicht blicken lassen. Sie hat ja - wie der ein oder andere weiß - zwei kleine Zimmer bei Oma, in denen sie wohnt, wenn unser Mittelchen im Papa-Wochenende ist.
War das also jetzt eine weitere LĂŒge oder ist die Verabredung tatsĂ€chlich geplatzt? Und schon ist es wieder da, das GefĂŒhl, ihr nichts mehr glauben zu können und ich mag das GefĂŒhl nicht.

FĂŒr mein Mittelchen selbst wird - so sagte sie mir gestern - immer klarer, dass hinter dem Verhalten ihrer Schwester nichts anderes steckt als Faulheit und weil man das ja nicht so offen sagen könne, mĂŒsse man halt lĂŒgen. Sie meinte zu mir, wir sollen aufhören, uns Gedanken zu machen, da wĂ€re nichts dramatischeres als Faulheit dahinter.
Ach - irgendwie wĂŒnschte ich, sie wĂŒrde Recht haben .... gegen Faulheit könnte man viel einfacher arbeiten.

Liebe GrĂŒĂŸe
Muckel

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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 23. Juli 2012 09:14

Liebe Muckel,

also, in diesem Fall nehme ich eher an, das sie sich aus Scham ĂŒber das, was passiert ist, nicht gezeigt hat? HĂ€lst Du das fĂŒr möglich? Ich glaube wohl, das ihr das Ganze auch nahe geht und das ihr jetzt langsam bewusst wird, was fĂŒr Folgen ihr Handeln hat.

Ich kann den Gedanken Deiner JĂŒngsten nicht von der Hand weisen...... Möglicherweise spielt Faulheit eine Rolle? Aber und das ist die andere Seite, auch das Nichtstun ist eine Entscheidung und so weit ich das sehe, eher eine sehr destruktive und aufgebende Entscheidung, sich selbst oder das Leben ansich, das vermag ich nicht zu beurteilen. NatĂŒrlich kann es passieren, grad bei so jungen Menschen, das da ein Tag nach dem anderen vergeht und plötzlich ist ein Monat rum und dann ein halbes Jahr, aber das ist durchaus etwas, das man im Auge haben muss und wogegen es anzuarbeiten gilt.

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann habt Ihr ihr Hilfe angeboten, Du als Mama und Deine Tochter als Schwester? Und sie lehnt ab und blockt weiterhin? Das schmerzt bestimmt sehr....... und zeigt doch, wie sehr sich die Große eingeigelt hat. Dir bleibt wohl nur, entweder hinfahren und ansprechen oder abwarten und mit ihrem Vater im GesprĂ€ch bleiben, er wird wissen, wie der Stand der Dinge ist, wie sie das sieht und damit umgeht?

Ansonsten bin ich ja immer der Meinung, man soll sein Kind ernst nehmen, indem was es sagt und wie es sich verhĂ€lt. Das hieße hier wirklich, sie in Ruhe zu lassen..... und abzuwarten, aber auch, ihr eine Frist zu setzen, denn sie auf der Couch liegen zu lassen, ist keine gute Idee, man weiß ja auch durch Forschungen, das dies "auf der Couch liegen lassen" körperliche und seelische Auswirkungen hat und eine Integration in einen geregelten Alltag problematisch macht.

Oh, das ist schwer, Du hast mein MitgefĂŒhl.

Ansa
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon miau 23. Juli 2012 09:50

von nichts kommt nichts.
Es tut mir weh zu lesen, wie ein junger Mensch fĂŒr alles mögliche verantwortlich gemacht wird.

Menschen lernen, was sie erleben

Wenn ein Mensch mit Kritik lebt, lernt er zu verdammen.

Wenn ein Mensch mit Feindseligkeit lebt, lernt er zu kÀmpfen.

Wenn ein Mensch mit Spott lebt, lernt er schĂŒchtern zu sein.

Wenn ein Mensch mit Scham lebt, lernt er, sich schuldig zu fĂŒhlen.

Wenn ein Mensch mit Toleranz lebt, lernt er, geduldig zu sein.

Wenn ein Mensch mit Ermutigungen lebt, lernt er Zuversicht.

Wenn ein Mensch mit Lob lebt, lernt er wertzuschÀtzen.

Wenn ein Mensch mit Fairneß lebt, lernt er Gerechtigkeit.

Wenn ein Mensch mit Sicherheit lebt, lernt er, Glauben/Vertrauen zu haben.

Wenn ein Mensch mit BestÀtigung lebt, lernt er, sich selbst zu mögen.

Wenn ein Mensch mit Zustimmung und Freundschaft lebt, lernt er, Liebe in der Welt zu finden.

- gesehen auf Guthrie Castle, Schottland


Fehler können immer behoben werden.
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 23. Juli 2012 10:14

Liebe Miau,

und genau darum geht es hier, um die Behebung eines großen Fehlers, aber und das ist leider so, das kann nur geschehen, wenn das Kind seine Verantwortung annimmt und begreift das es einen Fehler begangen hat. Solange es darauf beharrt, das es das alles nichts angeht und die anderen blöd sind, wird es keine Chance haben, damit konstruktiv umzugehen und etwas daraus zu lernen.

Also, die Erkenntnis, das sie so gehandelt hat, mit Absicht aber ohne jeden Gedanken an die Folgen, die muss erst einmal aufkommen.

Vorher wird nichts passieren. Und, wenn sie, in all ihrem Tun, eine Grenze gesucht haben sollte.... dann hat sie diese jetzt hoffentlich gefunden. Ich kann all das, was in Deinem Zitat steht, hier nicht sehen..... jedenfalls nicht als "falsch gemacht". Das Zitat als Solches in wunderbar, gar keine Frage. Aber nicht als Anklage an die Eltern, Spott gibt es hier nicht, nur die ehrliche Sorge, wie gehen wir damit um und was können wir tun.

Und Scham, manchmal muss es Scham geben, ich halte das fĂŒr ein wichtiges GefĂŒhl innerhalb einer Gemeinschaft, nicht dauerhaft und immer, aber mitunter fĂŒr angemessen. Es geht hier ja nicht um dauerhafte Kritik, sondern um die fĂŒr einen ganz bestimmten Fall und da finde ich sie angemessen und wichtig und vor allem notwendig. Verantowrtlich wird sie hier, fĂŒr ein ganz bestimmtes Handeln gemacht, Gott sei Dank - was wĂŒrde sie lernen, gĂ€be es jetzt nur liebevolle Zuwendung und ein "ist nicht schlimm, kriegen wir hin"?

Ansa

P.S. Du hast ein PN
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 23. Juli 2012 11:05

@ miau

Deinem Post entnehme ich, dass du anscheinend (immer noch) nicht verstanden hast, um was es mir in diesem Threat eigentlich geht. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust, das alles noch einmal zu wiederholen.

Gruß
Muckel

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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 23. Juli 2012 16:51

Mensch Ansa - jetzt antworte ich doch mal auf deinen Post ....

Ja, es schmerzt zu sehen, dass man als Mama vom eigenen Kind abgeblockt wird. Aber auch hier kann ich sie nicht zwingen, sondern nur anbieten. Gleiches gilt fĂŒr ihre Schwester.

Sicher, sie wird sich geschĂ€mt haben. Allerdings ist das - in meinen Augen - auch eine Konsequenz aus ihrem Handeln. Seltsam ist nur, dass sie vormittags von einer Tante und einem Onkel nebst Kindern schon gesehen wurde und auch mit ihnen gesprochen hat. Sie hat sich erst zurĂŒckgezogen, als das Haus am Nachmittag richtig voll wurde.
Laut unserem Mittelchen mĂŒssen die Cousins und Cousinen auch nach ihr gefragt haben und das Mittelchen hat dann nur gesagt, sie wisse nur von einem Streit mit dem Papa. Nun ja - Streit mit Papa ist ja nicht so außergewöhnlich, als dass man sich verstecken mĂŒsse.

Mein Exmann und ich sind eng im GesprÀch.
Er erzĂ€hlte mir, dass sie mittlerweile genervt reagiere, wenn das Geschehene angesprochen wird. Das wundert mich jetzt gar nicht, sondern das halte ich fĂŒr eine normale Reaktion. Wer wird schon gern an seine Verfehlungen erinnert.
Morgen nachmittag treffen wir uns und besprechen das weitere Vorgehen. Mal schauen - dann soll ich auch genauere Details von Samstag erfahren.

Liebe GrĂŒĂŸe
Muckel

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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 23. Juli 2012 17:47

Liebe Muckel,

wenn Ihr Euch trefft, ich wĂŒrde das Geschehene erst mal, fĂŒr einen Moment gar nicht mehr ansprechen..... je öfter es erwĂ€hnt wird, desto genervter wird Eure Tochter reagieren und gar keine Zeit haben, weil sie sich ja ĂŒber Euch aufregen muss, darĂŒber selbst nachzudenken. Sie hat bestimmt genug von Papa und Oma gehört, als das sie nicht wĂŒsste, worum es geht. Ich wĂŒrde ihr deutlich sagen, das ich alles gesagt habe und auf ihr Statement warte. Und dann wĂ€re Schweigen angesagt..... zumindest fĂŒr einen bestimmten Zeitraum, der nicht so bemessen sein darf, das er nicht einzuhalten ist. Wann geht es denn in den Urlaub?

Nicht beurteilen kann ich ihren RĂŒckzug hinsichtlich des Gedankens einer Ausgrenzung. Es könnte sein, das sie gewartet hat, das sie jemand holt um ein Zeichen zu bekommen, das sie wichtig und erwĂŒnscht ist. HĂ€ltst Du das fĂŒr möglich? Das sie so reagieren könnte? Es könnte ebenso gut sein, das sie aus dem Nichtabholen schließt, das sie allen schnurz ist. Was natĂŒrlich nicht stimmt.... aber möglicherweise ist das ihre Wahrnehmung?

Liebe GrĂŒĂŸe
Ansa
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 23. Juli 2012 18:04

Liebe Ansa!

Das Treffen findet ohne unsere Älteste statt - nur mein Exmann und ich. Insofern brauchen wir ĂŒber das Geschehene nicht schweigen, sondern können unbefangen miteinander sprechen. Anschließend wird man sehen, wie wir weiter vorgehen werden.
Trotz aller EnttĂ€uschung tut es mir doch gut zu sehen, dass wir als Eltern nach wie vor miteinander harmonieren und auch - wenn wir nicht immer einer Meinung sind - doch bemĂŒht sind, einen Konsenz zu finden. Da "tröstet" es mich immer, dass auch verheiratete Eltern nicht immer der gleichen Meinung sind :)

Tja - was den RĂŒckzug unserer Tochter betrifft ... das ist eine gute Frage, die du da aufwirfst.
Vielleicht hat sie darauf gehofft, dass jemand zumindest einmal nach ihr schaut und sie fragt, wie es ihr geht. Allerdings hat mein Exmann ja erst spĂ€t am Abend mit seinen BrĂŒdern und SchwĂ€gerinnen ĂŒber die VorfĂ€lle gesprochen.
Ich vermute und mehr als eine Vermutung ist es tatsĂ€chlich nicht, dass sie sich wirklich aus Scham zurĂŒckgezogen hat. Möglicherweise hat sie damit gerechnet, dass der Papa schon vor Samstag mit dem ein oder anderen gesprochen hat.

Ganz liebe GrĂŒĂŸe
Muckel

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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 23. Juli 2012 18:24

Liebe Muckel,

dann sprich erst einmal in Ruhe mit Deinem Exmann, vielleicht könnt Ihr Euch ergÀnzen. Und ja, ich finde ihr macht das wirklich toll, mit meinem Ex ginge das wohl nicht..... als ich damals seine Hilfe wollte, weil meine Tochter lange Finger gemacht hatt, sagt er nur "sieh doch zu, Du wolltest sie haben, nun schau, was Du angestellt hast." Na ja..... heute denke ich, es war gut, das ich diese Dinge allein in der Hand hatte, vielleicht hÀtte er ihnen noch gesagt "Du darfst Dich eben nicht erwischen lassen." Das hÀtte dann auch nichts genutzt. :rolleyes:

Wenn ein Kind 19 ist, kann man eben ewig ĂŒberlegen, wenn es die Mitarbeit verweigert wird es schwer bis unmöglich sinnvoll miteinander umzugehen. Das Wichtigste fĂŒr Euch wĂ€re in diesem Fall, nicht aufgeben..... in gar keinem Fall, auch, aus der Not heraus nicht. Dann, wenn einem gar nichts mehr einfĂ€llt eben doch auf Dritte zurĂŒck greifen.

Also, erst mal das morgige GesprÀch abwarten und dann seht Ihr vielleicht schon ein wenig weiter.

Liebe GrĂŒĂŸe
Ansa
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 25. Juli 2012 13:34

Hallo ihr Lieben alle!

Das GesprĂ€ch ist vorbei und ich melde mich mit unsortieren Gedanken und GefĂŒhlen zurĂŒck.

Mein Exmann erzĂ€hlte mir, dass er vorgestern Abend das GesprĂ€ch mit unserer Ältesten gesucht hat.
Sie selbst versteht die ganze Aufregung nicht. Schließlich wĂŒrde jeder lĂŒgen und sie könne nicht nachvollziehen, warum sie das nicht tun solle und was sie denn schlimmes gemacht habe. Hmmmm - wir haben ihr das jedenfalls so nicht vorgelebt. Also muss ich diese Aussage doch noch mal ĂŒberdenken.

Auf den Urlaub angesprochen sagte sie, sie wisse noch nicht, ob sie mitfahren solle. Schließlich habe sie Papa ja schon vor einer Weile gesagt, sie wolle auf keinen Fall mit, wenn seine Liebste auch mitfahren wĂŒrde.
Dazu muss gesagt werden, dass mein Exmann sich an diese Aussage nicht erinnern kann und dass es nicht an der Liebsten als Person hĂ€ngt. Da wĂ€re die Liebste durchaus austauschbar. Unsere Älteste wĂŒrde sich auch einer anderen Frau gegenĂŒber nicht anders verhalten. Auch da muss ich noch nachdenken.

Mein Exmann hat am vergangenen Samstag mit seinen 3 betroffenen SchwĂ€gerinnen ĂŒber die VorfĂ€lle gesprochen. Alle sind geschockt und gemeinsam hat man ĂŒberlegt, wie man unserer Ältesten helfen kann. Zu einem Ergebnis ist man nicht gekommen, da man nichts ĂŒber meinen Kopf hinweg planen und evtl. entscheiden möchte.

Was sich aber immer mehr herausstellt ist, dass unsere Älteste die Schuld fĂŒr alles, was in ihrem Leben nicht so lĂ€uft, wie sie es sich wĂŒnscht, bei mir sucht. Ich bin in ihren Augen fĂŒr alles verantwortlich, weil ich ja nie mit ihr ĂŒber Probleme (vor allem ĂŒber ein ganz bestimmtes) mit ihr gesprochen hĂ€tte, sondern immer abgeblockt hĂ€tte. Das ist allerdings definitiv so nicht wahr. Ich kann mich an unzĂ€hlige GesprĂ€che ĂŒber genau dieses bestimmte Problem erinnern - wieder und wieder und wieder und jedes Mal kam sie wĂ€hrend eines Streits oder einer Diskussion mit mir, wieder damit an. Dazu gibt es natĂŒrlich zwei Varianten. Entweder sind meine ErklĂ€rungsversuche gescheitert, weil ich vielleicht nicht die richtigen Worte fand oder aber, sie machte das mit Wissen, damit kann ich die Mama treffen, weil mir gerade kein anderes Argument mehr einfĂ€llt.
Wie dem auch sei - ich habe meinem Exmann zugesagt, das GesprĂ€ch ĂŒber genau jenes Problem noch einmal mit ihr zu suchen. Ich werde noch einmal alles erklĂ€ren. Aber und das ist ein großes Aber, danach muss auch mal Schluss. Sie muss irgendwann einmal lernen, dass sie selbst die Verantwortung fĂŒr ihr Leben trĂ€gt und nicht ich. Ich weiß, das ist ein schmerzhafter Prozess, aber diesen Weg muss sie gehen.

Jetzt ĂŒberlege ich, wann der beste Zeitpunkt fĂŒr dieses GesprĂ€ch wĂ€re.
Momentan schlagen die Wellen noch sehr hoch und sie könnte ein GesprĂ€ch ablehnen. Warte ich allerdings noch ein klein wenig, bis die Wellen sich etwas beruhigt haben, wĂŒhle ich vielleicht einiges noch einmal auf. Mein Mann ist der Ansicht, ich solle noch warten, den Urlaub ins Land gehen lassen. Igel (ihr erinnert euch doch noch an Igel? :) ), meint dazu, ich solle mich nach meinem BauchgefĂŒhl richten und dann so entscheiden, wie ich mich damit am wohlsten fĂŒhle.
Ach - ich weiß auch nicht .....

Nachdenkliche GrĂŒĂŸe
Muckel

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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 25. Juli 2012 15:48

Liebe Muckel,

ja ja, da macht sie es sich aber einfach, Deine Große und irgendwie hat sie auch noch Recht "alle lĂŒgen", das Fi-Amt betrĂŒgen sehen die meisten, die es tun, eher sportlich. Unsere Welt ist schon verquer und doch ist sie im Unrecht, denn a. Ihr habt es ihr nicht vorgelebt und b. weiß sie ganz genau, dass das eine "billige" Aurede ist. Aber uns Eltern nehmen solche Argumeten schon den Wind aus den Segeln. Wie ist Ihr Vater damit umgegangen?

Ich glaub nicht, das Du das ĂŒberdenken musst. Ich wĂŒrde mein Kind in so einem Fall in das Boot setzen, das es da angbohrt hat. "LĂŒgen ist also normal? Okay, dann gehen wir jetzt SO miteinander um. Find ich doog, kannste aber haben. Du bist mir wichtig und da tue ich das gern fĂŒr Dich." Weißt ja, total ernst und sachlich. Bei kleinen Kindern geht das leichter - die ruft man, wenn sie viel schwindeln und man so eine Absprache (ich tue das gern mal fĂŒr Dich) getroffen hat, mal zum Eisessen und hat dann keines. Und zieht sich aus der AffĂ€re "och, ich wollte auch mal lĂŒgen, tun wir doch jetzt." Man muss aber sofort, wenn man merkt, das Kind ist getroffen, einlenken und zusagen, "okay, lĂŒgen ist blöd, lass uns doch lieber miteinander ehrlich sein." Bei so großen Kindern ist das sehr schwierig, da wĂŒrde ich ein GesprĂ€ch ĂŒber Ehrlichkeit und VerlĂ€sslichkeit fĂŒhren und sie fragen, ob sie belogen werden wolle? Das könne man dann ja tun? Ich denke, sie will nicht. Wenn sie ausweicht und sagt "mir doch egal" weiß man auch, dass das nicht stimmt und kann sie darauf ansprechen. Sie ist zu erwachsen, als das ihr das egal wĂ€re.

Die Liebste des Papa mit im Urlaub. Kann es sein, das sie da noch etwas auszuarbeiten hat? Das manches, das sie da getan hat, vielleicht ausschließlich darauf ausgerichtet war, Papas Aufmerksamkeit zu bekommen? Sie lebt ja bei ihm und Du erwĂ€hntest, das er sehr hĂ€ufig unterwegs ist. WĂŒrde das ihr Verhalten erklĂ€ren? Ich könnte mir nĂ€mlich vorstellen, das er jetzt mehr aus sie guckt und sie kontrolliert? Und dann hĂ€tte sie ihr unbewusstes Ziel erreicht?

Ihr seid schon so lange getrennt, das sie eine Freundin zwar nicht lieben, aber doch akzeptieren mĂŒsste? Was fĂŒr ein VerhĂ€ltnis hat sie zu ihrem Vater? Wie sieht sie sich, bei ihm lebend? Wir haben hier im Forum so oft ĂŒber dies Thema gesprochen, er muss das mit ihr klĂ€ren und deutlich machen, das sie die Tochter ist und er ein Anrecht auf eine LebensgefĂ€hrtin hat. Du kannst das wohl erwĂ€hnen, aber nicht so deutlich machen. Zieht sie denn keine Parallelen zu Deinem Mann und Dir?

Hmh, manchmal wirkt sie nicht sehr erwachsen auf mich. Alles Lösungen liegen dann mal wieder bei Dir? Und hauptsÀchlich weil Du ein Thema nicht mit ihr besprichst oder so besprochen hast, das dabei heraus kam, was sie hören wollte?

Und jetzt sind wir bei zuviel Nachsicht und VerstÀndnis. Einerseits ist es wichtig, dies Thema noch einmal mit ihr zu besprechen. Einerseits erinnert mich ihre Antwort aber auch an mangelnde Verantwortung oder, mangelndes Erkennen, das sie selbst etwas dazu beitragen kann um die Dinge zu verÀndern.

Ich erklĂ€re das man an einem Beispiel. Meine JĂŒngste hat die gleiche Deutschlehrerin wie meine Große und schon die Beiden hatten ein Problem miteinander. Das wurde nun von meiner Großen auf die JĂŒngste "ĂŒbertragen" "Oh, Du hast Frau xyz in Deutsch, pass auf, das ist vielleicht ne blöde Kuh.........." Meine Worte, sie solle sich doch selbst ein Bild machen, verwehten im Wind. Es kam wie es kommen musste, die beiden gerieten aneinander, die JĂŒngste hatte keinen Bock mehr auif Deutsch und gab sich keine MĂŒhe und schrieb schlechte Noten. Frau xyz ist wirklich ne blöde Schachtel und erklĂ€rte mir, mein Kind sei viel zu schlicht fĂŒr höhere Schulbildung und ich solle mir doch endlich die Grenzen meines Kindes eingestehen. Boooaaah hab ich getobt, aber nicht vor meinem Kind. Dem hab ich nĂ€mlich erklĂ€rt, das sie Frau xyz vielleicht wirklich etwas bescheuert sei, aber das hieße ja nicht, das sie selbst, sich von ihr den Weg in die Zukunft verbauen lassen mĂŒsste. Also, sie könne ja, nicht fĂŒr Frau xyz gute Noten schreiben, sondern fĂŒr sich selbst, weil es fĂŒr sie wichtig ist, was Frau xyz dazu sagen wĂŒrde, wĂ€re ja egal..... nur weil sie blöd sei, mĂŒsse sie sich ja nicht blöd verhalten. Also hat sie nachgedacht und in der nĂ€chsten Deutscharbeit ne Zwei geschrieben und auf die verwunderte Frage "wie sie das denn geschafft habe" von Frau xyz hat sie glatt gesagt "och, weil ich das mal tun wollte...." und sie blieb dann bei den Zweien. Mittlerweile ist Frau xyz gar nicht mehr so blöd und hat ihr neulich gar einen Freibrief erstellt, um einen MitschĂŒler zu Ă€rgern, der sie die ganze Stunde genervt hat. :D Und was sagt mein Kind "also, SO blöd ist sie ja doch nicht." Aha....

Mein Kind hat hier lernen dĂŒrfen, das es immer zwei sind, die handeln und das man sich auf das einseitige Spiel nicht einlassen muss. Weißt, was ich meine? Kannst Du mit Deiner Tochter darĂŒber reden?

AufwĂŒhlen hat auch eine positive Seite, nĂ€mlich den Zeitfaktor, den es hin und wieder braucht, um die Dinge an die richtige Stelle fallen zu lassen. Möglich, das es jetzt alles so hochgepuscht ist, das kein vernĂŒnftiges Wort möglich ist. Du könntest ja auch schreiben? Ich Botschaften wĂ€hlen und keine Angriffe und Fragen nach dem "Warum" stellen..... oder, tu das einfach mal fĂŒr Dich.... mir hilft das manchmal sehr.

Hör auf Dein GefĂŒhl......

Liebe GrĂŒĂŸe
Ansa

P.S. Klar erinnere ich mich an Igel, wie geht es Ihr denn? Mag sie nicht auch einmal wieder bei uns schreiben? GrĂŒĂŸ sie ganz lieb von mir.
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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Muckelmaus 25. Juli 2012 19:50

Liebe Ansa!

Zur Liebsten meines Exmannes habe ich eine Vermutung. Ob ich damit allerdings richtig liege, weiß ich nicht. Aber mal von vorn.
Ich nenne die Dame jetzt mal meine direkte Nachfolgerin ,) , da sie nĂ€mlich die erste Freundin fĂŒr meinen Exmann nach unserer Ehe war. Nun ja - diese direkte Nachfolgerin hat unser Mittelchen immer bevorzugt und unsere Älteste stand hinten an. Dies erzĂ€hlen beide MĂ€dchen unabhĂ€ngig voneinander und auch mein Exmann sagt es heute selbst. Das ging eine Weile wohl so, da man auch zusammen wohnte.
Vielleicht hat unsere Älteste ja tief in sich drin die BefĂŒrchtung, dass es wieder so werden könnte.

Zeit mit Papa ... ja, sie hat sich öfters beklagt, dass der Papa nicht viel Zeit habe. Er geht den ganzen Tag arbeiten, hat seine Hobbies und seine Liebste. Aber ich weiß, dass er sich mindestens 2 feste Abend in der Woche fĂŒr unsere Älteste frei gehalten hat.
NatĂŒrlich beobachtet er jetzt mehr und kontrolliert auch nach, was sie sagt oder tut. DarĂŒber sollte man ihm aber nicht böse sein. Immerhin hat sie ihn ja auch ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hintergangen und belogen. Da braucht es auch eine Weile, das Vertrauen wieder aufzubauen.

Ich glaube, dass ihr wirklich die Reife und/oder Einsicht dafĂŒr fehlt, dass sie ihr Leben selbst in der Hand hat und damit auch selbst gestalten kann. Aber ich erinnere mich, dass ich auch lange gebraucht habe, um das zu begreifen. Wie oft habe ich meine Mutter und ihre AlkoholabhĂ€ngigkeit fĂŒr irgendwelche Dinge in meinem Leben verantwortlich gemacht? Ach - das war ja so bequem. Da geht was schief? Nein, ich kann nichts dafĂŒr! HĂ€tte meine Mutter sich mehr um mich gekĂŒmmert, anstatt zu saufen, wĂ€re das ja jetzt nicht so! Dann hĂ€tte sie mich ja damals darauf vorbereiten können. Aber mit der stĂ€ndigen Sauferei! Oh ja - ich kenne das von mir nur zu gut.
Nur habe ich irgendwann zu begreifen gelernt, dass ich und nur ich fĂŒr mein Leben verantwortlich bin, genau wie meine Mutter fĂŒr ihr Leben verantwortlich war. Ich habe meine Mutter nie gezwungen, die Flasche leer zu trinken und genau so wenig habe ich meine Älteste gezwungen zu lĂŒgen und Dokumente zu fĂ€lschen. Es war deren Entscheidung nicht die meine.
Aber genau das ist es, was unsere Älteste nun lernen muss, sonst geht sie unter.

Ja, ich werde dieses GesprĂ€ch mit ihr fĂŒhren. Aber ich werde ihr auch sagen, dass ich es das letzte Mal tun werde. DafĂŒr haben wir schon viel zu oft darĂŒber gesprochen und irgendwann muss es mal gut sein.

Liebe GrĂŒĂŸe
Muckel

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Re: Wut, EnttÀuschung und einiges mehr

Beitragvon Ansa 26. Juli 2012 09:44

Liebe Muckel,

Vielleicht hat unsere Älteste ja tief in sich drin die BefĂŒrchtung, dass es wieder so werden könnte.
oder sie hat seitdem eine verfestigte Abneigung aus ihren kindlichen GefĂŒhlen zurĂŒck behalten und möchte nicht darĂŒber nachsinnen, ob eine VerĂ€nderung der VerhĂ€ltnisse vielleicht möglich ist. Die erste LebensgefĂ€hrtin meines Ex hat sich aj auch reichlich dĂ€mlich angestellt, gegenĂŒber seinen Kindern - anders kann ich das nicht bezeichnen - und er hat einiges dazu getan, dass das auch so blieb, wohl eher aus Absicht als aus UnĂŒberlegtheit, sie sollten sie nicht mögen - haben sie dann auch zuverlĂ€ssig nie getan. Ich hab das beobachtet, bedauert und mehr konnte ich nicht tun, als hin und wieder fĂŒr sie sprechen. Seine neue LebensgefĂ€hrtin hingegen ist da ganz anders.... mit ihr verĂ€ndert sich auch Papa und ist in der Lage wieder mit mir zu reden. Spannende Erfahrung, mal so am Rande. Also, das können durchaus "alte" Dinge sein.

Ne ne, das mit Papa meinte ich anders. Es ist möglich,das da zwischen Vater und Tochter etwas Unbewusstes ablĂ€uft, das sie durch ihr Verhalten ihn dazu zwingt, mehr fĂŒr sie da zu sein und vielleicht weniger bei seiner Freundin? Es geht hier nicht um zerstörtes Vertrauen, sondern um ein unbewusstes Miteinander zwischen Vater und Tochter. Ihm ist da keiner Böse. Menschen haben bewusste Ziele (ich will meinen Schulabschluß schaffen) und unbewusste Ziele (alte GlaubenssĂ€tze vielleicht.... die sie hindern, etwas zu tun) - vielleicht verfolgt sie ein unbewusstes Ziel und hat jetzt dadurch erreicht, das Papa mehr fĂŒr sie da sein muss. Weißt, was ich mein? Vielleicht nimmt sie seine Kontrolle eher als Liebesbeweis (er kĂŒmmert sich um mich....) wahr?

Und ja, sie muss nachziehen,emotional und reifen, das kann sie aber auch nur, mit Eurer Hilfe. Nicht allein.... ich glaube auch, das Ihr das hinbekommt. das braucht ja vor allem auch Zeit.

Liebe GrĂŒĂŸe
Ansa
Sei zĂ€rtlich mit den Kindern, mitfĂŒhlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmĂŒtig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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