Was tun.........

Hier wollen wir zusammen nach L├Âsungen suchen, die sich bei der Erziehung von Kindern oder der Suche nach Richtlinien f├╝r Teenager ergeben

Was tun.........

Beitragvon Ansa 11. Juli 2012 07:59

Moin Ihr Lieben,

ich habe ein kleines Problem mit meinem Mittelchen. Dazu erz├Ąhle ich erst einmal. Sie ist ja im M├Ąrz mit ihrem Freund zusammen gezogen, eigene Wohnung, eigenes Leben und sie kommt damit ganz gut klar. Auch die Schule scheint sie relativ gut hinzubekommen, sie musste ja die 11. Klasse wiederholen. Nun hat sie sich, zusammen mit ihrem Liebsten 3 Katzen gekauft, eine etwas ├Ąltere und zwei Welpchen, alles spannend und ganz neu.

Worum es aber geht ist unser Pferd, seit sie die Katzen hat, (gef├╝hlsm├Ąssig eigentlich seit die Sommerzeit begonnen hat) nimmt sie ihre Pflichten nicht mehr wahr. Sie hat hingebungsvoll eine Reitbeteiligung eingewiesen, die meinen Kindern einen von sieben Tagen abnimmt, bleiben f├╝r jede 3 Tage. W├Ąhrend meine J├╝ngste diese Tage unter der Woche hat, hat mein Mittelchen zwei davon am Wochenende - so habe sie mehr Zeit, ihre Begr├╝ndung. Und w├Ąhrend das im Winter, in der Stallsaison noch halbwegs geklappt hat, da m├╝ssen die M├Ądels t├Ąglich misten und das Pferd bewegen, klappt jetzt, da unser Pferd den ganzen Tag Weidegang hat, nix mehr.

Im Winter sah das bei ihr so aus, das sie auf den Liebsten wartete, der machte dann f├╝r sie den Stall, w├Ąhrend sie das Pferd bewegte - schon das regt mich auf, denn es ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber ich hab mich still verhalten, denn wie sie mit dem Pferd und der zugeh├Ârigen Arbeit umgeht - ist ihre Sache. Okay. Muss mir nicht gefallen.

Aber jetzt bin ich stinksauer. Wenn sie mal mitbekommt, das meine J├╝ngste nicht da war, macht sie nen Riesenwirbel und selbst? Sie bringt weder das Mineralfutterhin, noch schaut sie nach, ob alles okay ist. Ich beobachte das jetzt seit gut 10 Tagen (unser Pferd steht schr├Ąg bei uns gegen├╝ber auf der Weide) und will das mit meinem Liebsten besprechen, wenn der wieder da ist.

Dazu kommen noch zwei Dinge, wir zahlen ihr, zusammen mit Papa, ,der zugegeben den L├Âwenanteil tr├Ągt, Unterhalt und wir zahlen das Pferd. Da gab es aber eine Vereinbarung, ich k├╝ndige meine Haushaltshilfe, die Kinder machen gemeinsam mit mir Samstags sauber und von dem gesparten Geld zahle ich den Stall.... also, die Kosten f├╝r Box und Verpflegung bekommt sie zus├Ątzlich. Seit sie ausgezogen ist, ist von gemeinsam putzen keine Rede mehr, sie wohne ja nicht mehr hier und "nicht b├Âse sein Mama, ich hab ja auch meinen eigenen Haushalt...." War ein Fehler von mir, das zuzulassen, das gebe ich zu.

Aber nun sehe ich Handlungsbedarf. Der Liebste hat gesagt, "Dann kommt das Pferd weg, war sowieso ne Schnapsidee....." aber das w├Ąre unserer J├╝ngsten gegen├╝ber total unfair, denn die k├╝mmert sich wirklich, reitet auch, endlich.... nur 6 Tage schafft sie alleine nicht. Und ich beginne im September reiten zu lernen, will also ├╝ber kurz oder lang auch aufs Pferd..... noch eine Reitbeteiligung m├Âchte ich auch nicht haben....

Was w├╝rdet Ihr tun? Mir f├Ąllt grad wirklich nichts ein...

Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon miau 11. Juli 2012 19:18

Hallo Ansa,

zu lange zu schweigen, das kenne ich auch. Hundert H├╝hneraugen zudr├╝cken auch. Und dann gibt es irgendwann Krach, weil man nichts mehr runterschlucken kann und will. ABER warum immer erst so sp├Ąt? Weil wir Angst haben unsere Kinder (f├╝r immer) zu verlieren? Sind wir auf ihre Liebe angewiesen? Fragen w├╝rden mir hier noch ein paar mehr einfallen.

So wie ich dich verstehe, funktioniert die Pferdepflege nicht mehr wirklich. Also gibt es die M├Âglichkeit, sich mal zusammenzusetzen und neu zu verhandeln, wer was wann wo erledigt. Dass sie nicht mehr bei euch putzt kann ich nachvollziehen. Vielleicht g├Ąbe es eine Ersatzt├Ątigkeit, die sie ├╝bernehmen k├Ânnte?

Es ist nicht einfach Kinder selbst├Ąndig sein zu lassen, ihren eigenen Weg gehen zu lassen. Zumal wenn es noch so gro├če Pflichten gibt, die einst keine waren oder gerne ausgef├╝hrt wurden. Die aber ins neue Leben ├╝berhaupt nicht passen. Gibt es eine M├Âglichkeit das Pferd ohne die Tochter zu zahlen und zu pflegen? Vielleicht f├Ąnde sich ein anderes Kind, wie z.B. eine Freundin der j├╝ngsten?

viele Gr├╝├če Micha
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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 12. Juli 2012 07:44

Hallo Micha,

ne, normaleweise schweige ich gar nicht lange, ich beobachte mal ne Weile, um nicht ungerechtfertige Anschuldigungen zu machen.... wenn etwas mal vorkommt, will ich auch keinen Film davon machen.

Aber, und das ist schon typisch f├╝r mein Mittelchen - als meine J├╝ngste und ich gestern unterwegs waren, rief sie mich an und fragte, wo verdammt, das Mineralfutter denn sei..... w├Ąhrend das also seit knapp 14 Tagen bei uns im Schrank steht, nachdem sie uns den Eimer vor die T├╝r gestellt hat, anstatt ihn im Stall zu lassen, und sie in dieser Zeit also mindestens 6 Mal nicht gef├╝ttert hat, nun Theater. Gestern war n├Ąmlich der Tag unserer Reitbeteiligung und die muss das tun, was sie selbst vers├Ąumt.... jetzt hat sie den Eimer auf die Wiese gestellt, ohne Bescheid zu geben und auf meine Nachfrage "das sei ja praktischer so......"

Wer etwas an welchen Tagen ├╝bernehmen kann ist klar geregelt, abh├Ąngig von anderen Freizeitgestaltungen (so ist meine J├╝ngste Sonntags nicht da und sie hat mit ihr den Tag getauscht) und ihrem Stundenplan. Wer anders, au├čer den beiden M├Ądels und der Reitbeteiligung ist nicht da. Wer ein Pferd will muss es eben auch versorgen, vor sich selbst! Dar├╝ber haben wir ewig disskutiert, mein Liebster und ich wollten n├Ąmlich kein Pferd.

Sie da raus zu nehmen, ist f├╝r mich daher eigentlich die schlechteste L├Âsung, sie kann nicht ein Pferd wollen, Himmel und H├Âlle in Bewegung setzen und es dann irgendwie, los werden..... das ist nicht so ganz meine Auffassung von Verantwortung und Pflicht. Es geht auch um Pflicht, und die geh├Ârt zum Leben dazu. Da muss schon von ihr kommen "Du, ich schaff`s einfach nicht und mag nicht mehr!" Was nicht stimmt, denn zwei ihrer drei Tage liegen im Wochenende und da w├Ąre Zeit genug.

Eher denke ich dar├╝ber nach, sie finanziell einzubinden, noch finanzieren wir ihr das Pferd nebenbei......

Tja, das mit dem Putzen bei uns, da sie sich da raus zieht, meint meine J├╝ngste, die ja noch bei uns lebt, sie s├Ąhe da keinen wirklichen Grund, wenn ihre Schwester nicht mehr mitmache, auch dabei zu sein..... wieso denn auch? Logisch kann ich ihr da durchaus folgen, andererseits macht sie im Alltag nat├╝rlich auch weitaus mehr, so als verbliebenes Einzelkind. Mal sehen, ob mir etwas einf├Ąllt.

Wenn mein Kind mich, aufgrund berechtigter Kritik, zur├╝ck weisen w├╝rde und mich nicht mehr lieben w├╝rde, ich zumindest Angst davor h├Ątte, dann glaube ich, h├Ątte ich etwas Wesentliches falsch gemacht. Micha, vertrau Dir selbst indem was Du getan hast und Deinen Kindern beigebracht hast. Meine wissen, das ich nicht alles m├Âgen muss, was sie tun und ich sie, unabh├Ąngig davon, liebe..... darum geht es am Ende und, dar├╝ber kann man prima miteinander reden.

Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon Muckelmaus 12. Juli 2012 09:18

Guten Morgen!

Ich habe jetzt ein Weilchen nachgedacht und ich glaube, zun├Ąchst w├Ąre ein Gespr├Ąch mit allen Beteiligten sicher nicht falsch. In diesem Gespr├Ąch sollte dein Mittelchen klar sagen, wie sie sich f├╝r sich und mit euch die Versorgung des Pferdes vorstellt. Es muss ihr klar werden, dass sie Verantwortung f├╝r das Pferd hat und diese nicht einfach nach Lust und Laune schieben kann. Ein Pferd ist nun mal kein Pl├╝schtier.

Eine finanzielle Beteiligung finde ich eigentlich den richtigen Weg. So erkennt sie, dass die Versorgung eines Tieres nicht nur mit Spa├č und Vergn├╝gen zu tun hat.

Unser Mittelchen wollte ja unbedingt wieder einen Hund und hat so lange mit uns und auf uns eingeredet, bis wir eingelenkt haben. Wir haben ihr aber klar gemacht, dass sie daf├╝r verantwortlich ist, mit dem Hund raus zu gehen und zwar egal, wie das Wetter ist. Ausnahmen sind lediglich die Besuche bei Papa und Krankheit ihrerseits. Will sie sich z. B. mit Freundinnen treffen, so kann sie das gern tun. Aber das muss sie um den Hund herum organisieren. An den anfallenden Kosten f├╝r Futter, Impfungen, Spielzeug usw. ist sie - wenn auch mit einem kleinen Prozentsatz - beteiligt.
Sie wollte den Hund, sie tr├Ągt die Verantwortung und bis hier her l├Ąuft das eigentlich recht gut.

Liebe Gr├╝├če
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel L├Ąrm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und l├Ąsst das Haus stumm zur├╝ck, dass Du denkst, du wirst verr├╝ckt.
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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 13. Juli 2012 15:23

Liebe Muckel,

ja ein Gespr├Ąch wird es nat├╝rlich geben, mir w├Ąre es lieber, ich k├Ânnte das gleich heute tun, aber ich m├Âchte das mit dem Liebsten gemeinsam besprechen und er hat dies Wochenende leider Familyfrei (die Kinder haben ihm, gemeinsam zu seinem Geburtstag zwei Karten f├╝r ein LKW Rennen am N├╝rburgring geschenkt, f├╝r sich und einen Freund - frauenlos): Da er ja nur am Wochenende da ist, werden das jetzt eben fix 14 Tage.... aber ich mag ihn auch nicht ausschlie├čen, er wirkt immer sehr deeskalierend, was ich als wertvoll empfinden, denn ich wette, das mein Kind voll in die Luft geht, wenn wir sie darauf ansprechen.

Und ja, die Verantwortung hat sie, und nimmt sie nicht wahr. Wei├čt, wenn sie k├Ąme und sagen w├╝rde "ich schaffs momentan nicht.... kann ich mal alle f├╝nfe grade sein lassen........" Oder ihre Schwester darauf ansprechen w├╝rde, "kannst Du das Mineralfutter hinbringen und nach Weideverletzungen sehen?" W├Ąre das alles vermutlich kein Problem. Momentan steht unser Pferd auf der Weide, in Herde und ist eh den ganzen Tag in Bewegung. Aber das tut sie eben nicht und mogelt sich so durch und das geht einfach nicht. Punkt.

Gestern war sie wieder nicht da....

Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon miau 14. Juli 2012 10:11

Hallo Ansa,

dann braucht es Konsequenzen f├╝r sich, die ihr nicht gefallen. Ich meine, dass ein Vorteil irgendwo anders gestrichen wird.
Wenn du dich nicht mehr auf sie verlassen kannst, dann steht dir umgekehrt das gleiche zu, oder?

viele Gr├╝├če Micha
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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 14. Juli 2012 12:01

Moin Micha,

ja, die braucht es und ich werde mal zusehen,wie wir das regeln..... ich kann eher nicht kontern "wenn ich mich auf Dich nicht verlassen kann, muss ich das auch nicht", da sie ja nicht mehr bei uns lebt, fehlen mit da im Alltag die M├Âglichkeiten.

Aber, ├╝ber eine Kostenumlegung k├Ânnen wir schon nachdenken, ebenso wie eine zweite Reitbeteiligung an ihren Tagen.... mal sehen, das entscheidt sich dann im Gespr├Ąch und das wird es n├Ąchsten Samstag geben, da ist meine J├╝ngste nicht da und der Liebster wieder da. Gute Gelegenheit. Vorher will ich aber auch noch mal im Stall recherchieren und mich mit der Leiterin unterhalten.

Liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 15. Juli 2012 18:04

So, nun kracht es doch grad ein wenig. Eben war mein Mittelchen hier und auf die Frage, was sie heute noch vorhabe, sagte sie, sie wolle zum Pferd gehen. Und auch, das sie momentan nichts mit ihm machen wolle, weil sie sich ja die gaaanzen Sommerferien um ihn k├╝mmern m├╝sse, da ihre Schwester ja nicht da sei...... und darauf hab ich dann nur gesagt, "das w├Ąre auch gut, denn in den letzten Wochen h├Ątte sie ja nichts gemacht." Und da ist sie geplatzt, sie s├Ąhe es nicht ein, alles zu machen, wenn doch ihre Schwester nichts tun w├╝rde..... :oah: was im ├ťbrigen gar nicht stimmt.

Also hab ich gesagt, wir reden da kommendes Wochenende dr├╝ber und w├Ąhrend sie wutentbrannt von dannen rauschte und mir nun eine w├╝tenden sms nach der anderen schreibt, hab ich mal unsere "alte" Reitbeteiligung angerufen und gefragt, ob sie vielleicht im Sommer Zeit und Lust habe, sich an den Tagen meiner J├╝ngsten ums Pferd zu k├╝mmern? Und die hat sie..... Zeit und Lust.... :D

Dar├╝ber bin ich wirklich froh, denn sie hat auch weiterhin Interesse, sich um unser Pferd zu k├╝mmern, nur musste sie aufh├Âren, weil sie in Trennung lebte und das alles zuviel war..... Super, dar├╝ber freu ich mich sehr. Sie w├╝rde auch im Herbst gern weiterhin reiten....

Mein Mittelchen klagt nun dar├╝ber, wie gemein es w├Ąre, das sie zu Hause bleiben m├╝sste (├Â├Âhhhh - was ja nicht stimmt, sie kann ja gar nicht weg) und das ihre Schwester eben in den Ferien unterwegs sei. Ja, stimmt, und war so abgesprochen, mit ihrer ausdr├╝cklichen Zusage. "Den Sommer allein mit meinem Pferd, wie cool" ist jetzt also zu Zwang geworden. Grad eben schrieb sie, es w├Ąre das letzet Mal, das sie sich um das Pferd k├╝mmern w├╝rde, nie wieder..... an den Tagen ihrer Schwestern. Bin gespannt, was sie dazu sagt, dass das dies Jahr schon entf├Ąllt. :D

Dabei hat meine J├╝ngste schon signalisiert, das sie, um ihre Schwester zu entlasten, gern nach ihrer Freizeit nach Hause fahren w├╝rde.... und notfalls, eben auch bei Papa wohnen w├╝rde, damit ihr Pferd versorgt sei. Gut, dass das jetzt nicht n├Âtig ist.

Schaun wir mal. Euch noch einen sch├Ânen Sonntagabend
Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon miau 15. Juli 2012 19:00

Hallo Ansa,

h├Âre ich da (ein bisschen) Neid auf die j├╝ngere Schwester?
Mir kommt es so vor, als ob die mittlere Tochter etwas bedr├╝ckt und das Pferd bzw. ihr als Familie, es abbekommt. Kann das sein? als ob sie mit dem nicht-funktionieren auf etwas aufmerksam m├Âchte, - nur auf was???

viele Gr├╝├če Micha
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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 15. Juli 2012 21:45

Liebe Micha,

ein bisschen Neid? Das kann sehr gut sein und daf├╝r g├Ąbe es mehrere Gr├╝nde... zum einen, seit M├Ąrz hat sie einen eigenen Haushalt, sie ist mit ihrem Freund zusammen gezogen und nat├╝rlich stellt sie jetzt fest, dass das zwar sch├Ân ist, aber wesentliche Arbeitsaufw├Ąndiger als gedacht. Haushalt, kochen, einkaufen, W├Ąsche waschen und Ordnung halten..... und nat├╝rlich die 11. Klasse mitsamt ihren Anforderungen bestehen. Dazu kommt eine angeschlagene Gesundheit, bei der ich pers├Ânlich viel auf psychische Prozesse und Stress zur├╝ck f├╝hre, und sie das nicht wahr haben m├Âchte. Und der ganze sie umgebende Stress zwischen Papa, der Beziehung der Eltern ihres Freundes und nat├╝rlich das normale Leben.

Hinterher stellt man immer fest, das es zu Hause eigentlich doch sehr sch├Ân war...... aber, das war ihre Wahl und nun muss sie zusehen. Wir k├Ąmpfen, sie ruft an und m├Âchte zur Schule gefahren werden, sie ruft an und m├Âchte abgeholt werden, sie ruft an und m├Âchte zum Arzt gebracht werden, weil sie eben, unter Umst├Ąnden eine halbe Stunde auf den Bus warten muss und w├Ąhrend ich das sehr selten mache und meine "wer auszieht muss allein klar kommen....." war sie schon immer jemand, der eher nicht aufgibt. Immerhin, wenn es passt, f├Ąhrt Papa und dann kann sie mich wieder mal doof finden. Aber ihre Termine so legen, das es zeitlich passt - auf die Idee kommt sie nicht. Oder sp├Ąt, so dass ihr Freund sie fahren kann? Da mault der dann, das er sie fahren muss - ist aber nicht mein Problem.

Ich sehe, das sie wirklich viel zu tun hat und um die Ohren, ich sehe, das es drei Katzen sein mussten und nicht nur eine, ich sehe, das sie gern in den Urlaub m├Âchte aber eben nicht kann, a. weil ihr Geld fehlt und b. weil die Katzen nicht allein bleiben k├Ânnen..... willkommen im Leben der Erwachsenen hab ich gesagt. Findet sie doof.....

Sie kann jederzeit ins Ferienhaus nach Schweden kommen, aber wie sie dahin kommt, ist ihr Ding. Nat├╝rlich nehme ich sie mit, wenn ich sowieso fahre, aber ich zahle weder Flug, noch eigenst├Ąndige Anreise.... oder Abreise, aber nat├╝rlich gern den ganzen Aufenthalt, samt Ausfl├╝gen und so.... Das wurmt sie schon ein bisschen, aber, da sie gro├čz├╝gig Unterhalt bekommt, denke ich, damit muss sie auskommen.

Vielleicht klingt das hart, aber ich hab da andere Erfahrungen und Angst vor Kindern, die nie erwachsen werden, weil sie nicht lernen d├╝rfen, allein klar zu kommen. Und Leben lernen ist manchmal eben doch schmerzhaft, keine Frage.

Ich kann mir gut vorstellen, das sie ├╝berfordert ist, sie ist erst 18, gar keine Frage und sie hat sich viel vorgenommen - nat├╝rlich bin ich da und eine weitere Reitbeteiligung wird auch sie entlasten, am Ende jedenfalls.

Dir und Euch einen sch├Ânen Abend
Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon Muckelmaus 16. Juli 2012 08:37

Noch einmal Guten Morgen ihr Lieben!

So, wie du es beschreibst @ Ansa - begreift dein Mittelchen so langsam, was es hei├čt, erwachsen zu werden, einen eigenen Haushalt zu f├╝hren, eine Beziehung zu leben, die Schule nicht zu vernachl├Ąssigen und nat├╝rlich Verantwortung zu tragen. Da wundert es mich nicht, dass sie rebelliert.

Meine Gro├če hat nach ihrem Umzug zu Papa auch recht schnell begriffen, dass es doch etwas anderes ist, bei Mama zu wohnen. Mama hat gekocht, Mama hat die W├Ąsche gemacht usw. Papa war und ist aber in Vollzeit berufst├Ątig und hat sie wesentlich mehr in all diese (f├╝r sie f├╝rchterlich l├Ąstigen) Haushaltsdinge eingespannt als ich es je getan habe. Dazu kommt, dass er seine Hobbies nicht aufgegeben hat und mehrere Abende in der Woche nicht zu Hause ist. Au├čerdem ist da ja noch seine Liebste, f├╝r die er auch da sein m├Âchte.
Sie wohnt nun schon 3 Jahre bei Papa und rebelliert immer noch. Aber sie w├╝rde niemals in klare Worte fassen, dass sie bei Papa so vieles st├Ârt und es hier bei uns vielleicht doch gar nicht so schlecht war. Das verbietet ihr der Stolz, so scheint es mir.

Mein Exmann und ich stehen daneben und lassen sie machen. Wir sind da, wenn sie fragt. Aber ansonsten muss sie sich allein durchw├╝hlen. Ich gebe zu, manchmal ist es hart f├╝r mich als Mama. Aber nur so hat sie die Chance, erwachsen zu werden.

Liebe Gr├╝├če
Muckel

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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 16. Juli 2012 09:39

Liebe Muckel,

ich denke, das ist tats├Ąchlich so und da sie noch sehr jung ist, braucht sie eine Weile, um zu erkennen, woran es hakt. Ihr Freund ist nicht so einfach (also, wenn das meiner w├Ąre, dann aber.......... wir sind uns nicht wirklich gr├╝n) und auch das ist im Alltag etwas anderes, als am Wochenende und in den Ferien.

Rebellieren ist nur so eine Sache, gegen ihren Freund klappt das nicht, der ist nicht besonders konfliktf├Ąhig und gegen uns? Bleibt eigentlich nur das Pferd, nur das sie sich damit am meisten selbst trifft. Immerhin, war genaus DAS ihr Herzenswunsch seit sie 4 ist. Fr├╝her begannen ihre weihnachtlichen Wunschzettel jahrelang mit "ich w├╝nsche mir ein eigenes Pferd, aber das ich wei├č, dsa ich das nicht bekommen, w├╝nsche ich mir...." Und ja, auch wenn es weh tut, lernen muss sie f├╝r sich allein.

Ich aber werde ihr mit der neuen/alten Reitbeteiligung (die sich so freut, unglaublich. Ich verstehe da aber auch die M├Ąnner nicht, suchen sich eine Reiterin als Freundin und wollen dann irgendwann, das sie nicht mehr reitet..... und da sie das nicht wollte, hat er sich ne andere gesucht, Nun ist sie ausgezogen und freut sich total, das sie wieder auf unserem Pferd reiten darf) auch helfen, denn unserem Pferd schadet es isch ernicht, wenn es manchmal zweimal bewegt werden sollte. Ich bin fest entschlossen, lieber einen mehr dazu zu holen, als im Winter dann ein Drama zu erleben und selbst im Stall stehen zu m├╝ssen. Ich glaube auch, dann flippt der Liebste komplett aus.

Und ja, zuzusehen, wie sie erwachsen werden und ihre eigenen Fehler machen, ist gar nicht so leicht.

Liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Was tun.........

Beitragvon miau 16. Juli 2012 09:51

@Ansa, @Muckel,

wenn ich euch so lese, erinnert mich das an meine Mutter. Auch an meine Schwiegermutter: Wer drau├čen war musste sehen wie er dann klar kommt.
Ich habe das gehasst und habe meine Tochter anders erzogen. Sie w├Ąre auch nicht auf die Idee gekommen mich zu fragen (was nat├╝rlich auch weh tut :( ). Aus all dem habe ich eines gelernt: miteinander ins Gespr├Ąch kommen (und bleiben) ist enorm wichtig. Auf sie zugehen, wenn ich den Eindruck habe, da stimmt etwas nicht. (Und nicht warten bis sie kommt, um mir alles anzuh├Âren und sie dann doch abzuweisen. - so ist meine Mutter verfahren)

Wahrscheinlich spielt bei all dem auch noch der Ex, der Vater, eine Rolle, mehr als man sich eingestehen m├Âchte. Und das Kind bekommt die Abfuhr. - Das finde ich nicht in Ordnung. (das passiert auch in sog. "intakten" Ehen / Familien) - und man muss zusehen, davon wegzukommen).

@Ansa,

hast du mit deiner Tochter schon mal ├╝ber das Erwachsenenleben gesprochen, dass dies nicht nur aus Rechten besteht, sondern auch aus Pflichten? Meine Tochter hatte damals zig Ratgeber, die ihr sagten, welche Rechte sie ├╝berall hatte, welche Freiheiten, was ihr alles zust├╝nde und wie sie sich gegen Mutter behaupten (durchsetzen) soll. - Dagegen habe ich dann rebeliiert. Das war eine schwierige Zeit. Sie werden ├Ąlter und verstehen dann immer mehr, dass das Leben als Erwachsener nicht immer so toll ist, wie man es glaubt, wenn man noch jung ist.

viele Gr├╝├če Micha
miau
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Re: Was tun.........

Beitragvon Ansa 16. Juli 2012 10:20

Liebe Micha,

ich erinnere mich an meine Mutter, sie hat das ├Ąhnlich gehandhabt, bei mir und ja, ich habe es gehasst....... Sie war da auch ne Nummer h├Ąrter, ich musste meinen Haust├╝rschl├╝ssel abgeben und durfte mir nicht mal mehr ein Glas aus dem Schrank nehmen, wenn ich dort war. Und meine Schwester wurde dann komplett anders behandelt, ihr Freund bekam meinen Schl├╝ssel und war dort zu Hause..... meine Eltern glichen ihr Konto aus und bis vor einigen Jahren (wir haben keinen Kontakt, daher wei├č ich nicht, wie es heute ist) stand sie nie auf unabh├Ąngigen F├╝├čen. Mein Vater stellte ihr ein Auto zur Verf├╝gung, weil sie doch so ungl├╝cklich auf dem Land lebte (da war sie aber in v├Âlliger Kenntnis der Sachlage selbst hingezogen, ganz freiwillig) und die Busse so schlecht fuhren. Sie musste dann irgendwann einen Offenbarungseid leisten und trotzdem hat sie die Unterst├╝zung meiner Eltern nie verloren, w├Ąhrend ich sie nie bekam, auch wenn ich darum bat.

Ich hab irgendwann begonnen, darin auch einen Zusammenhang zwischen meiner Unabh├Ąngigkeit und ihrer Abh├Ąngigkeit zu sehen. Und meine Unab├Ąngigkeit, die war mir diesen Preis dann wert..... ich muss keine R├╝cksicht nehmen, auf das, was andere von mir fordern, weil sie einen Teil meines Lebens bestimmen. Kein leichter Weg, aber ein guter. Meine Mutter hat mir einen Gro├čteil meiner Unabh├Ąngigkeit durch ihr Verhalten beigebracht.

Ich hab mit meiner Tochter dar├╝ber gesprochen, oft genug, schon weil es bei ihrem Freund eben total anders ist, da kocht Mama drei Tage vor und gibt ihm Essen mit, sie kauft f├╝r ihn ein und wenn er sagt, "mir fehlt ein Handtuch", dann springt sie und kauft es.... so ist er auch, ein verzogener Bengel, in keinem Fall erwachsen. Heute tut seine Mutter das nicht mehr, weil meine Tochter das nicht will, aber leicht ist es nicht.

Nun kommt ihr Character da erschwerend hinzu, eigentlich will sie n├Ąmlich gern bet├╝delt und umsorgt werden...... sie war schon immer eher bequem als das sie je diesen Ansatz "ich pack das schon" gehabt h├Ątte. Beispiel, meine J├╝ngste musste zum Konfirmandenunterricht in einen 8 km entfernten Ort, eines Tages fiel der Unterricht, nachdem ich sie dort abgesetzt hatte und nach Hause gefahren war, aus. Sie hatte kein Telefon mit. Und entschloss sich, wenn sie schon 2 1/2 Stunden warten m├╝sste, k├Ânnte sie genauso gut nach Hause gehen. Sie kam also zu Fu├č. Mittelchen h├Ątte Himmel und H├Âlle in Bewegung gesetzt, abgeholt zu werden, oder sie h├Ątte gewartet und sich dabei total selbst leidgetan.

Oder, als sie noch hier lebte, waren die M├Ądchen reihum f├╝r die abendliche Hunderunde zust├Ąndig. Im Wechsel, auch mit mir.... waren der Liebste und ich nun mal unterwegs und haben uns versp├Ątet, rief Mittelchen an und fragte emp├Ârt "wann wir denn da w├Ąren um mit den Hunden zu gehen, die w├╝rden schon jammern...." und ging dann, wenn ich sie darum bat, unter Protest los.... w├Ąhrend meine J├╝ngste anrief und meinte "lasst Euch mal Zeit, die Jungs waren schon drau├čen und sich gef├╝ttet."

W├Ąhrend also meine Gro├če und meine J├╝ngste durchaus ihre Verantwortung an den Dingen die sie umgeben wahr nehmen, war sie immer diejenige, die sich dem, wo immer es ging, entzog. In ihrem eigenen Zuhause geht das nat├╝rlich nicht mehr. Und, ehrlich, meine Freundin, ich bin ja fast in Koma gesunken, f├Ąhrt zu ihrem Sohn nach Hause und macht dort sauber und r├Ąumt auf, weil das Kind das ja nicht tut - aber ehrlich, DAS werde ich nie tun, es sei denn, sie liegt mit zwei gebrochenen Armen zu Hause. Erwachsen werden hei├čt nicht erwachsen spielen.

Und, sie kann eben nicht nur die sch├Ânen Dinge haben und mitnehmen, sie muss die unsch├Ânen mit in Kauf nehmen. Aber ich denke auch, das steht all unseren Kindern bevor?

Liebe Gr├╝├če
Ansa

P.S. reden tun wir immer miteinander..... und, dazu kommt, sie ist der Typ, der erst redet, nachdem sie es hat brennen lassen..... auch das war schon immer so. Also, lieber ├ľl ins Feuer gie├čen, dann brennt es schneller und wir k├Ânnen miteinander reden, als sie schmoren lassen.... aber im Gespr├Ąch sind wir dann nach dem Brand in jedem Fall.

Sie hat sich auf entschuldigt, f├╝r die garstigen Worte und sms.... das besprechen wir nun trotzdem am Samstag.
Sei z├Ąrtlich mit den Kindern, mitf├╝hlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftm├╝tig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Was tun.........

Beitragvon Muckelmaus 16. Juli 2012 15:59

@ Micha

Ich weise meine ├älteste nicht ab, wenn sie Rat und Hilfe braucht. Das auf keinen Fall. Sie wei├č, dass sie jederzeit zu uns kommen kann und anders als in Ansa┬┤s Leben, ist sie noch im Besitze des Hausschl├╝ssels und darf sich jederzeit am K├╝hlschrank bedienen. Schlie├člich ist sie nicht irgendein Gast, sondern mein Kind, auch wenn sie schon 19 ist.
Es war damals ihre Entscheidung, zu ihrem Papa zu gehen, weil sie glaubte, dort w├Ąre das Land, in dem Milch und Honig flie├čen. Sie hat alles daf├╝r getan, um von uns weg zu kommen. Das ging soweit, dass sie uns hier alle - ihren kleinen Bruder eingeschlossen und der war grad mal 1 Jahr alt - terrorisiert hat. Anders kann man das leider nicht beschreiben. Nach ihrem Auszug lie├č sie lange Zeit nichts von sich h├Âren und alles, was ich wusste, erfuhr ich von meinem Exmann. Ich habe sie gew├Ąhren lassen.
Heute - nach 3 Jahren - merkt sie, das auch bei Papa der Himmel nicht zu finden ist und sie wei├č, dass es ihr hier bei uns gar nicht so schlecht ergangen ist. Man merkt es daran, dass sie immer wieder den Kontakt zu uns sucht und sich hin und wieder auch mal ├╝ber Papa "beschwert", der ja angeblich bestenfalls 4 Std. die Woche mal zu Hause ist. Es sind viele kleine Dinge, an denen ich das fest mache.
Sie wei├č, dass unsere T├╝r ihr immer offen steht, dass sie mit ihren Fragen, Problemen und Sorgen zu uns kommen kann, wenn sie denn m├Âchte. Aber Erfahrungen machen, erwachsen werden und lernen - das muss sie f├╝r sich allein.

Liebe Gr├╝├če
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel L├Ąrm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und l├Ąsst das Haus stumm zur├╝ck, dass Du denkst, du wirst verr├╝ckt.
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