Hallo

F√ľr Plaudereien, Smalltalk, Kl√∂nschnack und all das, was in keinen Fachbereich passt

Re: Hallo

Beitragvon miau 7. Mai 2012 20:04

Hallo Ansa,

das :kopftanz: im weiter oben geschriebenen post sind so meine Erfahrungen. Ich gehe davon aus, dass ich schon durch Worte getriggert werde. Darum m√∂chte ich auch nicht weiter auf die Geschichte eingehen. Ich hatte mir erst gestern fr√ľh (wieder) sagen lassen m√ľssen, von einer anderen Oma, die einen √§hnlichen Papa in ihrer Familie hat, dass es auch gute V√§ter gibt. Kann man denn nicht mit Gleichgesinnten zusammenhalten?`Muss man dann noch anders reden, obwohl daheim das gleiche wie bei uns abl√§uft? - Vielleicht verstehst du nun meine Reaktion.

Meinen Enkel zu fragen, da komme ich vor als ob ich ihn ausfrage. So eine Position kann ich nicht ausstehen. Deswegen schreibe ich ja, ich weiß nicht, wie ich mit der Situation umgehen kann.

Meine Tochter hat noch folgendes im Gedächtnis:
und dabei war der √ľberall g√§ngige Konsens "Sie m√ľssen mehr mit dem Vater reden..........." Der begann mich zu siezen........ und dererlei Spielchen mehr.........

Was meinst du, was ich ihr schon gesagt habe, dass dies nichts bringt. Die Angst, dass er ihr das Kind wegnimmt, wenn sie ganz und gar aufhört zu reden, ist immens. Es ist hier alles verdreht, ich komme nicht an sie heran, zudem weiß ich was Telefonterror, das Geklingele, anrichten kann. Ich habe deswegen selber mal mein Telefon auf 2 Klingeltöne reduziert, mit dem Ergebnis, dass mich keiner mehr erreicht hat.
Zudem habe ich solche Erfahrungen nicht (einen Ex mit Kind meine ich).

vielen Dank, dass du mir immer noch zugehört hast. :umarmen: Micha
miau
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 8. Mai 2012 07:38

Liebe Micha,

ja, wenn man in so einer verfahrenen Situation steckt, dann kann das passieren, das Worte triggern und das man einfach nur los schimpfen m√∂chte........... nur ist es meist so, das man sich damit nichts Gutes tut. Das Menschen sich abwenden, es nicht mehr h√∂ren k√∂nnen, das Pauschalisierungn eher dazu f√ľhren, das man nicht ernst genommen wird. Also ist mein Ansatz da eben sehr sachlich. Gegen Sachlich kann man argumentieren, aber eben nur mit Fakten - nicht mit "alle" oder so. Ich hab in Laufe der 10 vergangenen Jahre auch gelernt, das ich ernster genommen werde, wenn ich bei mir bleibe "ich finde das...." anstatt Rundumschl√§ge zu verteilen "alle sind....." und das Allerwichtigste ist, ernst genommen zu werden. Unbedingt, nur dann kann man etwas ver√§ndern.

Ich finde den Gedanken, das es gute V√§ter gibt, sehr viel tr√∂stlicher, als im Elend zu versinken und mir zu sagen "alle sind Schweine", das putscht auf, macht w√ľtend - und Wut ist niemals ein guter Ratgeber. Man verliert so leicht den Blick f√ľr`s Wesentliche. Zumindest wenn man etwas √§ndern will. Streiten um den Punkt um des es geht ist erfolgversprechender als rundum zu k√§mpfen. Wei√üt, was ich meine?

So, mal ein paar Fakten? Ist das Kind ehelich? Wie lebt der Vater? Wie Deine Tochter? Wenn der Junge es gut bei Deiner Tochter hat, seine Versorgung sicher gestellt ist,wird kein Gericht der Welt ihn ihr weg nehmen...... ganz im Gegenteil, sie darf (muss) auch f√ľr sich sorgen, darauf achten, das es ihr gut geht und wenn sie dem Vater schreibt, um Streit zu vermeiden - ist das eine gute Idee. Um was ging es denn in den Prozessen? Und wie sind sie ausgegangen? Und ja, Telefone ausschalten darf man, wenn man Ruhe ben√∂tigt, man muss nicht 24 Stunden rundum erreichbar sein. Das sind Dinge, die ich auch gemacht habe, irgendwann, aus purer Verzweifelung. Wir haben hier Momente gehabt, in denen das Klingeln des Telefons Schwei√üausbr√ľche verursachte und Panikattaken, nicht nur bei mir.

Deine Tochter, scheint mir, hat zuviel Angst oder sie sieht sich handlungsunf√§hig? Das ist etwas, das es unbedingt zu √§ndern gilt. Vielleicht w√ľrde es ihr helfen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen? Wie alt ist sie denn?

Erst mal liebe Gr√ľ√üe
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 8. Mai 2012 10:09

Hallo Ansa,

das Kind ist ehelich, die Scheidung läuft seit mehr als einem Jahr, es gab noch keine Gerichtsverhandlung.
Die verhandlungen waren zuerst wegen Umgang (er hatte absichtlich keinen Besuch abgestattet, um so glaubw√ľrdig zu erscheinen).
Umgang, Umgang der Oma (seiner Mutter).
Unterhalt hat sie dann mit einem neuen Anwalt eingereicht. Wurde zigmal wegen "Gr√ľnde" von ihm vertagt. Unterhalt wurde genehmigt. Nach ca. einem viertel Jahr behauptete er, dass er nicht mehr vollzeit arbeiten gehen k√∂nne und hat einen neuen Arbeitsvertrag f√ľr 30 Stunden ausstellen lassen. Wieder zig Schreiben hin und her und dann erst im M√§rz die Gerichtsverhandlung. Nun gibt es etwas weniger Geld und im Herbst dann mehr, wegen der Ausbildung. Und ab Dezember muss er den neuen Arbeitsvertrag vorlegen.

Selbst wenn sie nun einen neuen Anwalt hat, der ihr glaubt, hat das Ganze ein Ausma√ü √ľberschritten, weil irgenwann ist es einfach zu viel: sie hat Heuschnupfen bekommen, raucht wieder. Letztes Jahr hattte sie tats√§chlich geglaubt, nun k√∂nne sie mit dem Vater des Kindes endlich mal normal umgehen. Peng, dann kam die neue Gerichtsladung.

nicht verallgemeinern:
Ich bin sehr ver√§rgert √ľber diesen Mann, weil selbst ich auf seine Show reingefallen bin. Was hat dieser Mann mir glaubw√ľrdig verkauft, z.B. er w√ľrde keinen Alkohol trinken und anderes, und dabei trinkt er kein Bier, sondern Whisky. Nach der Geburt des Kindes war die Mutter Luxus. Es gab nur noch seine Mutter und seine Oma. Beim Umzug hatte die Oma das Baby auf ihrem Bauch liegen und seine Mutter (meine Tochter) umsorgte sie beide. Alles verdreht. Mit zwei Monanten sollte sie dem Kind normale Nahrung geben, der Magen hat Schaden genommen, ebenso ein Interesse f√ľr Gem√ľse. Der Vater hat meine Tochter als Mutter mit F√ľ√üen getreten, wie auch seinen Sohn selber, der durch die vielen Besuche ein Schreikind wurde. Und dann hat er den Kleinen schlecht behandelt (blaue Flecke an entsprechenden Stellen gaben Auskunft dar√ľber).

Ich rede verallgemeinernd, damit ich nicht auch (wieder) als Entfremderin hingestellt werde. Er hat ja auch mir einen Brief geschrieben, weil ich rausgefunden habe, dass er heimlich umgezogen war. Und das Jugendamt hat ihn noch gesch√ľtzt, obwohl sie mit mir ganz anders am Telefon geredet hatte. Alles wie er ist und handelt, hat er so hingestellt gehabt, dass ich oder meine Tochter so w√§ren: Stalker.

Und meine Tochter: die wollte es dem Mann und seiner Familie recht machen, und hat BurnOut bekommen. Damals wusste ich von all dem noch nichts, weil ich dachte, sie w√§re nun mit ihrem Mann verheiratet und w√ľrde ein selbstst√§ndiges Leben leben. Ich hatte keine Ahnung, was es f√ľr Menschen so gibt. Und noch weniger hatte ich von sexuellen Misst√§nden ne Ahnung. Ich dachte, dass sowas nur vereinzelt irgendwo anders vorhanden sei.

Da ich mich mit Familienaufstellungen auskenne, haben wir dann unsere Familien aufgestellt. Zuerst wurde ich bei einer ur-Oma f√ľndig. Und nun auch noch in meiner eigenen Familie: Missbrauch einer Tochter durch den Vater, mit Kind, das abgetrieben wurde, oder nachder Geburt get√∂tet wurde. Das liegt nun zig Generationen zur√ľck und meine tochter hat all dieses schlimme Erbe abbekommen. So grausam kann es sein. Seine Mutter hat sogar vor Gericht ihre wahren Interessen an ihrem Enkel zugegeben. Nach dem Jugendam. w√ľrde der Vater schon eingreifen. Ein Mann soll eingreifen, der bei seiner Mutter immer wegschaut.

Und wenn der Junge von seinem Vater-Wochenende zur√ľck kommt, dann hat er eine Energie an sich, die ist haarstr√§ubend. Ich kann ihn dann √ľberhaupt nciht mehr ausstehen. Es f√ľhlt sich so an: kind ist zwar da, aber Interesse habe ich keines an ihm. So √§hnlich, er ist halt geduldet. (Heute ist schon Dienstag, deswegen kann ich mich nur vage an dieses schreckliche Empfinden erinnern.) Am Sonntag hat sich dann mein Mann um ihn gek√ľmmert und dann war es wieder besser. Wenn er von jemand zur√ľckkommt, der ihn mag und gerne hat, dann br√§chte er auch diese Energie mit zur√ľck und nicht eine der Ablehung.

Ich wei√ü nicht, ob meine Tochter Angst hat, ich habe sie. Angst etwas falsch zu machen, weil Angst, dass er dann das Kind zugesprochen kriegt, und dann ist er verloren und hat keine Chance mehr. So besteht wenigstens noch ein Lichtblick, mit guten Gef√ľhlen des Willkommen seins auf ihn einzuwirken, dass er sich selbst√§ndig entfalten kann und auch selbstbestimmt. Die Angst k√∂nnte sie haben, aber sie gibt es nicht zu. Das schw√§cht sie dann und macht sie √ľberheblich stark. "Ich kann das bew√§ltigen, ich bin besser als andere. " so kommt es bei mir r√ľber. Mit ihr reden ist sinnlos, weil wir uns dann gleich in die Haare kriegen.

viele Gr√ľ√üe Micha
miau
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 8. Mai 2012 10:59

Liebe Micha,

jetzt verstehe ich Dich, glaube ich, ein wenig besser. Du hast im Grunde auch noch Auseinandersetzungen mit Deinem eigenen Kind? Das ist bestimmt doppelt schwer. Man nimmt so vieles wahr und kann wenig tun, außer beobachten und stille Hilfe leisten....

Hmh, Kinder sind nat√ľrlich von Character und Temperament unterschiedlich. Trennungskinder wechseln von einem Familiensystem in ein anderes, zwischen Mama und Papa hin und her. Und durch jede Trennung, durch jeden Abschied - wird ihnen immer wieder bewusst, das da etwas passiert, das sie nicht wollen. Ich kenne ganz wenige Trennungskinder die nicht den stillen Wunsch haben, Mama und Papa w√ľrden sich wieder vertragen.

Und, je j√ľnger sie sind, desto emotionaler ist das Ganze, denn rational dar√ľber nachdenken - das kommt erst viele Jahre sp√§ter. Ein Wechsel von Papa zu Mama ist nie das Gleiche, wie wenn er von Freunden oder Paten kommt, die haben nicht die Stellung wie Papa, bei anderen geht es nicht um Trennung. Andererseits ist es auch so, gew√∂hnlich kommt das Kind Freitagnachmittag zu Papa, bis es sich dort so eingew√∂hnt hat dauert es seine Zeit.... und wenn es angekommen ist, ist meist schon Sonntagnachmittag und es muss wieder los. Diese "andere" Seite nehmen wir nicht wahr - uns bleibt nur das Ankommen und die Probleme mit dem Wechsel. Und doch m√ľssen die Kinder lernen damit umzugehen.

Wie war das bei mir? Die beiden Gro√üen, damals 10 und 9, nahmen das nach Hause kommen aus dem Wochenende √§u√üerlich ganz gelassen, aber ich konnte die Uhr danach stellen, das sie sp√§testens Montagmorgen gegen 10 Fieber bekamen und ein, zwei Tage nicht zur Schule gehen konnten. Sie hatten im Halbjahr tats√§chlich bis zu 36 Fehltage...... und ich konnte nichts tun. Die J√ľngste, damals 6, war dagegen v√∂llig durch den Wind, warf sich auf den Boden, lachte wie bescheuert (anders kann ich das nicht nennen) und war teils unansprechbar, Montag, nach der Schule ging es dann wieder. W√§hrend ich also glaubte, die Kinder h√§tten es bei Papa schlecht gehabt, glaubte Papa, die Reaktion der Kinder resultierte aus "die wollen einfach nicht zur√ľck, das ist Abwehr gegen Dich." Das war dann, heute gesehen, ein klassisches Patt. Erst Gespr√§che mit anderen Betroffenen und das ein oder andere Buch, in dem das Verhalten der Kinder gedeutet wird, hat mir dabei geholfen, das Geschehen nicht auf mich oder Papa zu beziehen. Was naheliegend war.

Meine Kinder sind heute in der Lage zu sagen "es war gut, das Du Dich getrennt hast" was sie nicht davon abh√§lt, ab und an zusammen zu brechen und zu weinen und solche Dinge zu sagen "ich w√ľnschte alles w√§re so wie fr√ľher". Weil sie glauben, es g√§be dann die eine oder andere Auseinandersetzung nicht. Die so oft gew√ľnschten "intakten" Familien sind nicht immer f√∂rderlich f√ľr das Gedeihen von Kindern, nur da schaut niemand wirklich hin, geschweige denn, es wird eingegriffen, au√üer es wird nach au√üen hin wirklich sehr schlimm.

Also sieht es so aus, als z√∂gert der Vater die Scheidung hinaus? Durch das eine oder andere? Es gibt noch drei Bereiche um die es am Ende gehen wird, Sorgerecht - Aufenthaltsbestimmungsrecht - Umgangsrecht. Selbst ein alleiniges Sorgerecht w√ľrde am Umgang des Kindes mit dem Vater nichts √§ndern. Sorgerecht bekommen heute zuerst einmal beide Eltern, das bedeutet, derjenige, bei dem das Kind grad ist, sorgt allein und eigenst√§ndig f√ľr das Kind. Wichtige Dinge wie die Wahl von Kindergarten oder Schule, die Freiheit der Religion etc. m√ľssen gemeinsam abgeprochen werden, bzw. muss derjenige, bei dem das Kind lebt (Lebensmittelpunkt) den anderen informieren - √ľber blaue Briefe, ernste Erkrankungen und anderes. Gew√∂hnlich bel√§sst der Richter den Lebensmittelpunkt des Kindes dort, wo es zur Zeit lebt. D.H. lebt es bei Deiner Tochter, hat dort seine Freunde, seinen Kindergarten gibt es keinen Grund, das zu √§ndern. Angst, das einem das Kind weg genommen wird - wenn es daf√ľr nur einen tobenden Vater gibt - ist verst√§ndlich, aber eher unn√∂tig.

Und auch ja, am Ende ist das alles die Aufgabe Deines Kindes und so sehr Du Dir anderes w√ľnschen magst, Du kannst nur zusehen und vertrauen, auf das, was Du ihr beigebracht hast, was sie bei Dir gelernt hat? Und unterst√ľtzen, w√ľnschen - aber eben nicht handeln. Das sie es allen recht machen m√∂chte ist doch ein Zeichen von Unsicherheit und dem Wunsch geliebt zu werden - kannst Du ihr da helfen? Indem Du z.B. f√ľr sie sorgst, indem Du sie unterst√ľtzt oder zeigst, das Du gut findest, was sie tut? Ihr sagst, das Du stolz auf sie bist?

Liebe Gr√ľ√üe
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 8. Mai 2012 20:43

Hallo Ansa,

nahmen das nach Hause kommen aus dem Wochenende √§u√üerlich ganz gelassen, aber ich konnte die Uhr danach stellen, das sie sp√§testens Montagmorgen gegen 10 Fieber bekamen und ein, zwei Tage nicht zur Schule gehen konnten. Sie hatten im Halbjahr tats√§chlich bis zu 36 Fehltage...... und ich konnte nichts tun. Die J√ľngste, damals 6, war dagegen v√∂llig durch den Wind, warf sich auf den Boden, lachte wie bescheuert (anders kann ich das nicht nennen) und war teils unansprechbar, Montag, nach der Schule ging es dann wieder. W√§hrend ich also glaubte, die Kinder h√§tten es bei Papa schlecht gehabt, glaubte Papa, die Reaktion der Kinder resultierte aus "die wollen einfach nicht zur√ľck, das ist Abwehr gegen Dich." Das war dann, heute gesehen, ein klassisches Patt


so ähnlich läuft es auch bei uns ab. Der Wechsel ist erst ca. am 2. oder 3. Tag richtig da in seinen Symptomen.
fett hervorgehoben:
f√ľr das Jugendamt und Erziehungsberater ist so ein Verhalten normal. Frisch getrennte Eltern haben offene Wunden und br√§uchten daher eine bessere Begleitung, finde ich, als mit Allgemeinspr√ľchen abserviert zu werden. (so war es bei uns, selbst als ich Hilfe suchte) Die entsprechenden Stellen k√∂nnten auch den Eltern helfen, die Abnabelelung besser zu gestalten. Bei uns war eine Frau vom Kinderschutzbund die Kr√∂nung der Einseitigkeit: Das Kind musste von ihr vom Papa abgenommen werden, sie hat nie dem Vater beigebracht das Abgeben zu √ľben. So ist dies deswegen heute noch voller Dramatik. Kind schreit: ich will bei Papa bleiben. Papa h√§lt es fest. Darum brauchen wir auch weiterhin jemanden, der die R√ľckgabe durchf√ľhrt.

Bei uns ist es auch so, dass der Junge am Papa-WE von einem Besuch zu n√§chsten mitgenommen wird. Das ist zuviel auf einmal, √ľberforderung eines stresskranken Kindes. (traumatsierten durch Reiz√ľberflutung) Mit ihm zu reden ist sinnlos. Selbst im Gerichtssaal lachte er dar√ľber, wie denn ein Kind schon Stress haben kann.

Bei uns gibt es vor Ort die Caritas. Sie wollten eine Gespr√§chsgruppe f√ľr getrennte Eltern gr√ľnden und hatten zu einem Abend eingeladen. Drei Sozialarbeiter incl. Psychologen waren vor Ort. Was fehlten, waren die Eltern. Meine Tochter war die einzige mit Interesse an Gespr√§chsbedarf. Kindergruppen werden erst mit einem h√∂heren Alter angeboten.

Da mein Enkel heute zuf√§llig bei uns war und er wieder vom Zelten anfing und ich wieder nicht wusste, was ich sagen sollte, stellte ich Fragen, die mir ebenso l√§stig waren, wie es ihm l√§stig war zu antworten. Ich habe ihm dann gesagt, dass wenn er beim Papa ist, alles anders ist als hier, und dass es besser ist, er gew√∂hnt sich jetzt schon daran, dann hat er es leichter. Lach mit nicht aus, selbst ein noch 3-j√§hriger wird das irgendwann verstehen. Immerhin hat er dies mal geh√∂rt. Vielleicht finde ich noch ein Buch, wie es f√ľr Kinder bei Papa und bei Mama ist, und wie sie damit umgehen, denn Bilder sprechen mehr als tausend Worte.

viele Gr√ľ√üe Micha
miau
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 9. Mai 2012 09:17

Liebe Micha,

manchmal kann es gut sein, jemanden zur √úbergabe zu haben, nicht nur f√ľr das Kind, sondern auch zum Schutz beider Eltern. Eine neutrale √úbergabeperson sollte vermitteln und vor allem verhindern, das es zwischen den Eltern zum Streit vor dem Kind kommt. Das Kinder nicht von einem zum anderen wechseln wollen - das haben hier, glaube ich alle Eltern erlebt. Besonders wenn sie jung sind, besonders wenn sie mitten im Spiel sind, da kann es schnell mal passieren, das sie sagen "N√∂ - will nicht!" Nur um 10 Minuten sp√§ter in bittere Tr√§nen auszubrechen, wenn sie ernst genommen worden sind.

Und Kinderschutzbund, dort arbeiten meist ehrenamtliche Helfer, die wenigsten haben eine fundierte Ausbildung, oder sind p√§dagogische Fachkr√§fte. Da kann es schnell passieren, das die Hilfe keine wirkliche Hilfe ist, weil auch die Helfer √ľberfordert sind. Ein anderes Thema, in Deutschland wird in diesem Bereich viel zu viel gespart.

Und ja, es w√§re die Pflicht des Vaters das Kind zu ermutigen und gehen zu lassen oder ihm dabei zu helfen, ebenso wie es die Pflicht der Mama ist, es aufs Papawochenende vorzubereiten und ihm zu helfen, hin zu gehen. Aber das scheint ja nicht zu klappen, man kann es sich w√ľnschen, aber leider nicht verhindern, das einer von Beiden aus der Reihe tanzt. Ich wei√ü, das macht es nur schwer, f√ľr alle Beteiligten.

Fragen stellen und mit einem Kind ins Gespr√§ch kommen sind ganz unterschiedliche Dinge. Fragen als solche stellen - das m√∂gen die wenigsten Kinder, auch solche nicht, die in intakten Familien leben. Sie haben gelernt, das hinter Fragen eigentlich nur Kontrolle steckt. Da kommen sie nach Hause und Mama fragt "Wie war es in der Schule? Schreibt ihr ne Arbeit? Bist du verabredet? Hast Du viele Hausaufgaben auf? Habt ihr die Mathearbeit zur√ľck bekommen?" Wer h√§tte da schon Lust drauf zu antworten? √Ąhnlich ist das bei vielen Trennungskindern, sie werden quasi ausgehorcht und, da Kinder ein extrem feines Gesp√ľr f√ľr K√∂rpersprache haben, ist ihnen auch sofort klar, nur unbewusst, aber das ist ihnen trotzdem unangenehm, was da l√§uft. Es gibt erstaunlich viele Eltern die es nicht aushalten (aber auch nicht zeigen wollen) das es ihnen nicht gef√§llt, wenn es beim anderen Elternteil sch√∂n war. Eifersucht - ist weit verbreitet.

Kinder stellen sich darauf ein und berichten, um dem Elternteil bei dem sie sind, zu gefallen, eben das, wovon sie glauben, das Mama oder Papa es h√∂ren wollen. So haben meine oft bei Papa nur erz√§hlt, was bl√∂d lief, das ich geschimpft habe (aus gutem Grund) das es das oder das nicht gab (aus gutem Grund) ohne die Gr√ľnde zu erw√§hnen - Papa war dann froh, weil sie es bei mir nicht gut hatten und meine Kinder hatten ein schlechtes Gewissen, mir gegen√ľber, weil sie nat√ľrlich "wussten" dass das gemein gewesen ist. Und Papa war besonders nett zu ihnen.

Ich hab sie nicht ausgefragt, wenn sie heim kamen, eher betont "sch√∂n, das ihr wieder da sein, wollen wir Essen?" Den Alltag einfangen, sozusagen. Und wenn sie dann etwas erz√§hlt haben, das tun Kinder immer, oft erst ein, zwei Tage sp√§ter, dann habe ich zugeh√∂rt und mit ihnen geredet, nicht ausgefragt. Reden ist erlaubt, auch solche Fragen wie "wie war das f√ľr Dich bei dem dollen Regen denn im Zelt" oder "ich glaub ja, mir w√§re schrecklich kalt gewesen" sind erlaubt, wenn man die Antworten offen annehmen kann. Sagt der Knirps "das war voll toll" muss man sich eben doch keine Sorgen machen. Sagt er "oh mir war so kalt" kann man reagieren "ich glaub, es ist besser, Du nimmst n√§chstes Mal einfach nen warmen Pulli mehr mit, ich packe Dir einen ein." Keinesfalls sollte man vermitteln, das man das, was geschehen ist, sch.... fand. Das macht es nur schwerer f√ľr das Kind.

Je √§lter Kinder werden, desto besser kann man mit ihnen reden, ich w√ľrde, glaub ich, erz√§hlen, das wir mal im der 10. Klasse zelten waren, der Zeltplatz hie√ü "Harm`s Teich" und als es in der nacht sch√ľttete wie aus Eimern wussten wir auch warum.......... abgesoffen sind wir, aber komplett.......... Miteinander reden. Das ist immer elraubt und festigt zudem das Verh√§ltnis zu einander.

Und ja, bei Papa ist es anders, bei Mama auch, glaub mir, Kinder lernen das schnell und sie lernen auch, dass das eine bei Papa sch√∂ner ist als bei Mama undumgekehrt. Sie wissen auch, das sie bei Oma andere Dinge d√ľrfen als bei Mama zu Hause (bei unserer Oma war das tats√§chlich das Ausr√§umen des Tupperschrankes - ich hab voll die Krise bekommen - aber sie haben es bei mir nie versucht!), sie lernen, das es √ľberall anders ist, das ist nur nat√ľrlich. Ich war irgendwann soweit, das ich es toll fand, das Papa mit ihnen Dinge macht, auf die ich eh keine Lust gehabt h√§tte..... Zelten z.B. Vielleicht hab ich es mir "Sch√∂n" geredet, am Ende hat es mir geholfen, auszuhalten, was ich aushalten musste.

Und ja, er hat es dadurch leichter, nichts ist wichtiger f√ľr Kinder als die Akzeptanz dessen, was sie durchleben m√ľssen..... da lacht bestimmt niemand. Je j√ľnger das Kind, desto einfacher und k√ľrzer sollten die Erkl√§rungen sein - aber das schreibt eben auch R. Largo in seinem Buch.

Dir liebe Gr√ľ√üe
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 9. Mai 2012 10:14

Hallo Ansa,

der Junge ging immer voller Freude zu seinem Papa. Er wird auch vorbereitet, dass er gerne hingeht.
Umgekehrt habe ich sowas vom Papa nie erlebt, denn auch ich habe ab und zu den Jungen entgegen genommen.

Wenn er mit seinem Papa im Schwimmbad z.B. war, freue ich mich mit ihm, denn ich wei√ü, dass dies meinem Enkel gef√§llt. Mir st√∂rt ein bisschen, dass die Eltern immer als gleich hingestellt werden: hier gleich schlecht, gleich schlimm. Als ob es nicht sein darf, dass hier ein papa absulut nicht mitarbeitet. Da kann ja dann auch nur was an der Mutter nicht stimmen. Das habe ich selbst im Fernsehen in Beitr√§gen so erlebt: Irgend ein Korn in der Suppe wird sich schon finden, man braucht nur lange genug zu w√ľhlen, obwohl das schlimme beim anderen offensichtlich ist.

Es bringt auch nichts, beiden beteiligten Gruppen gut zuzureden, das wäre auch falsch, das wäre sogar fatal, weil sich dann jeder im recht wähnt und dann wird es noch schlimmer. Es ist aber auch falsch, wenn offensichtlich einer keine Zusammenarbeit signalisiert, gleich den anderen mit in den gleichen Topf zu werfen.

Aus der Diskussion mit dir sehe ich, dass ich anders mit meinem Enkel reden werde. Offensichtlich kann er nun manches verstehen. Papa-WE ist zwar nicht Kindergarten oder Beruf, oder Freund, aber trotzdem anders als Mama daheim. Und was du schreibst, von deinen Kindern, sowas wird von anderen, wenn er schlecht ist, ausgenutzt, die Kinder werden benutzt, was auch so seine Folgen hat. Da muss man gegensteuern. Sowas kann selbst in "intakten" Familien vorkommen. Ich habe dies immer und immer wieder erfahren m√ľssen bis ich vor einiger Zeit durch das Bl√§tten in einem Foto-Album mit meiner j√ľngsten tochter herausgefunden habe, dass sie gezielt von diversen Verwandten, samt Vater, entfremdet wurde, von mir. Kein Wunder, dass sie sich als Mutter immer in Frage stellte. Sie hat vermittelt bekommen gehabt, welche Mutter sie haben soll, und das hat sie dann auf sich bezogen. Und all dies hat dazu gef√ľhrt, √ľberhaupt so einen Mann zu treffen, bei dem Mutter-Entfremdung jetzt noch stattfindet. Und wenn der Enkel die Oma behandelt wie sein Papa, dann wird er bestraft, ins Zimmer geschickt oder angeschreit.

Heute habe ich das Buch bekommen. Bin gespannt, Es ist halt sehr klein geschrieben alles. Aber viell. komme ich damit weiter.

viele Gr√ľ√üe Micha
miau
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 9. Mai 2012 16:01

Liebe Micha,

falls ich den Eindruck erweckt habe, das Eltern immer als gleich dargestellt werden, dann war das keine Absicht. Das sind sie nicht, sie sind gleich wichtig - das ist keine Frage. Aber sie verhalten sich durchaus nicht gleich.

Nun ist es so, das man auf den Anderen keinen Einfluss hat, man kann 1000 mal sagen, "Dein Verhalten schadet dem Kind" oder es wie ich machen, einen Kinderpsychologen aufsuchen, der das dem Vater erz√§hlt und dann kann man, so wie ich, vielleicht auch erleben, das der Vater das Gespr√§ch abbricht mit den Worten "es macht keinen Sinn mit ihnen zu reden, sie stehen ja v√∂llig unter dem Einfluss meiner Ex!" Sprachs und verschwand............ und dann ist man manchmal sehr sehr einsam..... man kann dem Gegen√ľber ja keinen Verstand einpr√ľgeln.

Solche F√§lle sind aber selten und durch mein Studium habe ich auch von der Hilflosigkeit der Helfer erfahren, es gibt keine Leitlinien daf√ľr, keine "Beweise" au√üer den Auff√§lligkeiten der Kinder und, leider kann man sich auf H√∂rensagen (vielleicht ist das auch gut so) nicht verlassen. Man muss sich an die Fakten halten und nicht an Interpretationen. Es ist einfach schwer f√ľr alle. Mein JuA Mitarbeiter sagte dann schon mal "ja, wir wissen ja das er spinnt - da kann man nichts machen.........." Suuuper, ich h√§tte damals echt k......... k√∂nnen. Heute verstehe ich die Beweggr√ľnde, aber ich hei√üe sie nicht gut. Wei√ü aber eben auch nicht, was tun. Zu wenige Eltern sind in der Lage, die Dinge sachlich zu sehen und zu benennen.

Ja, meine Kinder wurden benutzt und sie haben benutzt, das tun Kinder eines Tages immer, denn zu einem gewissen Ma√ü sind sie egoistisch und das ist gut so. Aber sie haben auch gelernt, durch viele Gespr√§che, durch viele Tr√§nen und druch viele Erlebnisse, das die Dinge nicht so sind, wie sie sind. Und am Ende haben sie Papa daf√ľr gehasst, das er nicht annehmen konnte, das sie bei mir leben wollten. Im √úbrigen, seit wir getrennt sind, versucht er am Muttertag mit den Kindern etwas zu unternehmen. Zu seiner Liebsten zu fahren - seit wir getrennt sind, sagen die Kinder "Nein, Papa, das geht nicht, es ist Muttertag." Und seit wir getrennt sind sagt er "ach, das habe ich ganz vergessen......" Haben ihm die M√§dchen das, als sie klein waren, geglaubt, verdrehen sie heute die Augen.... rate mal, wer gefragt hat, ob sie am 13. Mai mit ihm etwas machen wollen? Kinder lernen aus den Dingen die ihnen passieren und wenn sie unterst√ľtzt werden, durchaus das Richtige.

Ich habe den Eindruck Du gehst das Thema ein bisschen sachlicher und √ľberlegter an und das ist gut.

Viel Spaß beim Lesen
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 9. Mai 2012 19:18

Hallo Ansa,

den Eindruck, dass beide als gleich gelten, der ist meiner Tochter √ľberall vermittelt worden, ebenso mir. Obwohl das so nicht stimmt. Denn im Gericht wurde meiner Tochter erkl√§rt, dass der Papa ja den Sohn nur am WE hat und sie unter der Woche f√ľr die Erziehung zust√§ndig ist. Da kann der Papa schon mal alles lockerer angehen. (so ungef√§hr) Das hei√üt: von der Mutter werden "Dinge" erwartet, die der Vater gar nicht zu erf√ľllen braucht. Eigentlich ist der Vater gleicher als gleich, = ungleich. So erlebe ich das jedenfalls.

Deine Erfahrungen mit dem Kinderpsychologen, da bleiben mir die Worte weg. Bestätigt aber, dass Eltern mit zweierlei Maß gemessen werden. In der Kinderklinik hieß es damals: er hat alles verstanden und hat Interesse signalisiert, schon alleine durch die Tatsache, dass er zum Elterngespräch gekommen ist. Damit hatte er seinen Anteil an der Erziehung bekundet.

Mein JuA Mitarbeiter sagte dann schon mal "ja, wir wissen ja das er spinnt - da kann man nichts machen.........."


aha, so ist also deren Einstellung. - und glaub mir, das wissen exotische Eltern, die ihre Kinder psychisch benutzen. Unser Vater weiß das, wie sonst könnte er sonst heute noch die Mutter so schlecht behandeln.
Also, ich verstehe diese Beweggr√ľnde nicht. Au√üer das Gesetz, das aktuelle Sorgerecht.

Mein Enkel hat jetzt schon so ne Art "Schlaraffenland" in dem Zimmer von seinem Papa, alles gekauft vom Opa oder der Ur-Oma, manches auch von der Oma. ABER: Mitnehmen zu seiner Mutter darf er nichts. Da wird vor dem Kind sogar geprahlt, dass er ein Fahrrad beim Papa hat und seine Mama hat keines. Der Richter in seiner letzten initiierten Gerichtsverhandlung hat ihm erstmal sagen m√ľssen, dass es durchaus m√∂glich ist, das Fahrrad mit zur Mama nehmen zu k√∂nnen.
Der Vater meines Enkels ist es gew√∂hnt mit Geld und materiellen Geschenken manipuliert zu werden (von seiner Oma). Er hat bis heute nicht gemerkt, dass er daf√ľr ihre Marionette ist. Und so meinen sie das Kind mit Geld oder vielen Geschenken zu locken. Wenn mein Enkel nach mir geht, nimmt er all das und macht dann seines.

Stichwort: Muttertag.
Zum Gl√ľck gibt es Kinder, die mitdenken. Ich bewundere, wie du all das geschafft hast, ohne eine Mutter? Hattest du einen neuen Partner oder waren es die vielen Psychotherapien, die dir zur Seite standen? Wie viele Therapien haben deine Kinder gehabt, bzw. wie lange wurden sie therapiert? Ich frage, weil die aktuelle Kinder-Mutter-Therapie nun ausl√§uft und evtl. ein Ersatz sp√§ter ben√∂tigt wird.

viele Gr√ľ√üe Micha
miau
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 9. Mai 2012 19:52

Liebe Micha,

nein, da muss ich widersprechen, das ist nicht die Einstellung der Ju√Ą, sondern das ist die Gesetzeslage und damit wir alle. Seelischer Missbrauch ist, ohne Folgen, einfach nicht nachzuweisen, es sei denn man nimmt die Kinder auseinander. Dem√ľtigungen geh√∂ren in vielen Familien noch zur Tagesordnung, von daher haben die MA beim JuA oftmals keine Chance und dann kommt dazu, das viele √ľbertreiben, pauschalisieren und notfalls auch l√ľgen. Da ist es einfach schwer objektiv zu sein. Zumal, das eine Kind steckt Dem√ľtigungen besser weg als das anderen und das JuA kann einfach nicht in die Tiefe gehen, Kinder, deren Eltern daneben sitzen, sagen oft nicht das, was sie sagen w√ľrden, wenn sie allein w√§ren. Aber allein ist so gut wie ausgeschlossen, das Eltern dem Kind ja Schutz bieten sollen. Ne, das ist einfach keine einfache Aufgabe. Mein JuA MA war sehr engagiert - aber eben auch hilflos, weil die Gesetzesgrundlage zum Handeln einfach mal fehlte.

Und zugehört hat mein Exmann eben auch nicht. Von daher...........

Geschenke und Verwöhnung locken nur kurzfristig. Das hat unser Vater auch versucht, vom versprochenen Pony bis hin zu allem möglichen Kram, aber glaub mal, Kinder merken ganz schnell wer es wie mit ihnen meint und auf wen sie sich verlassen können, wenn das nötig ist.

Und ja, V√§ter k√∂nnen, sofern die Kinder nicht bei ihnen leben, nicht soviel Anteil an ihrem Leben haben, wie sie sich w√ľnschen. Gard so kleine Kinder, die kommen heim und erz√§hlen was los war, fragt der Papa am Wochenende nach, kommt of "och nix....." ist ja schon erz√§hlt und somit ist der Anteil eines Vaters am Wochenende sehr klein. Ich empfinde da Mitgef√ľhl, denn viele V√§ter leiden darunter.

Und auch ja, dadurch das die Mutter, wenn das Kind bei ihr lebt, viel mehr Zeit mit diesem verbringt, hat sie nat√ľrlich auch gr√∂√üeren Einfluss auf Erziehung und Alltag. Im Schnitt verbringt ein Kind, nach dem klassischen "alle 14 Tage Modell" 26 Wochenende beim Vater, das sind 52 Tage, eventuell, wenn es bereits Freitags zu ihm geht, kommen noch mal 26 halbe Tage dazu, sind wir bei 65, hinzu kommt Urlaub, meist, bei arbeitenden V√§tern sind das nicht mehr als 21 Tage, wenn √ľberhaupt. Die wenigsten V√§ter k√∂nnen das leisten, also haben sie ihr Kind knapp 86 Tage im Jahr, hingegen ist es 279 Tage bei der Mutter, da sehe ich den Erziehungs- und Arbeitsanteil auch wesentlich h√∂her. Mal offen, was kann man alle 14 Tage an 2 Tagen schon erziehen? Das wird oft √ľbersch√§tzt. Ich finde schon, das die V√§ter da eben auch mal alle f√ľnf grade sein lassen d√ľrfen. Das ist wie ein Besuch bei Oma, die sollte eigentlich auch nicht erziehen, sondern Spa√ü haben d√ľrfen. ,)

Nur meine J√ľngste hat Therapien hinter sich, zuviele machen Therapiem√ľde und wecken in einem Kind "mit mir stimmt etwas nicht" da muss man vorsichtig sein. Sie wurde ambulant behandelt und sp√§ter noch einmal station√§r √ľber gute 4 Monate.... aber da bereits auf ihren eigenen Wunsch, sie wollte...... da kam dann auch heraus, das nichts so war, wie Papa es erz√§hlte. Er glaubt zwas bis heute, das er keinen Anteil daran hat, aber gut. Und die station√∂re Therapie wurde vorher und nachher ambulant begleitet. Es gab viele Gespr√§che und mir ist deutlich geworden, das Lebenskonzepte von einander abweichen d√ľrfen - auch wenn sie komplett gegenteilig sind. Schaden nehmen die Kinder nur durch den Streit der Gro√üen. Also, je schneller die Scheidung durch ist, desto ruhiger wird es vermutlich.

Alle waren in der Trennnungsgruppe, nacheinander, das könnte Dein Enkel auch später noch machen, wenn er alt genug ist. Und ich war da, ich glaube ich habe Monatelang mit ihnen aufgearbeitet, was Papa versiebt hat. Und doch lieben sie ihn heiß und innig, immer noch..... egal was war... okay, sie vertrauen ihm nicht und wenn sie wirklich Hilfe benötigen, stehen sie bei mir.

Und ja, ich habe einen neuen Partner, seit gut 7 Jahren kennen wir uns und seit 4 Jahren sind wir verheiratet. Das wa rnicht einfach..... grade meine J√ľngste hat sich schwer getan. Sie wollte Papa zur√ľck.... und Papa hat sich inzwischen wieder von seiner xxx getrennt und hat eine neue Freundin, immerhin, die m√∂gen meine Kinder recht gern. Und das freut mich. Was mein Liebster alles mitgemacht hat, manchmal wundere ich mich immer noch, das er nicht schreiend weg gelaufen ist. Ehrlich, ich h√§tte uns nicht genommen..... daf√ľr bewundere ich ihn wirklich.

Noch einmal zu den Therapien, sehr viele Eltern glauben, das die Auff√§lligkeiten ihres Kinder aus der Trennungssituation kommen, das ist zwar nahe liegend, aber nicht zwangsl√§ufig. Grade so um die 6 Jahre herum schlagen Kinder schnell mal √ľber die Str√§nge, so sehr sie sich z.B. auf die Schule freuen, so sehr kann sie das Gro√ü werden auch √§ngstigen. Oder andere Schulwechsel k√∂nnen Bewegung in den Alltag bringen, oder in der Zeit der Vorpubert√§t........ von der Pubert√§t will ich gar nicht erst reden. Da muss man sich austauschen, was andere, nicht getrennte Kinder da mitunter hinlegen, ist ganz erstaunlich und es beruhigt einen. Manches ist eben Normalit√§t.

Liebe Gr√ľ√üe an Dich
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 9. Mai 2012 20:11

Hallo Ansa,

Stichwort JA:
Dann ist meine √úberlegung mit der derzeitigen Gesetzeslage also richtig.

Wegen des Vaters spielt ein bisschen Neid mit. Er darf "locker" allen Bl√∂dsinn veranstalten, braucht keine Verantwortung zu tragen und bekommt trotzdem seine Belohnung. Wer m√∂chte das nicht auch haben? Da n√ľtzen mir die Zahlen, die f√ľr sich sprechen, auch wenig. Diese Rechnung, soweit bin ich noch nicht, dies zu realisieren, dass hier ein Ungleichgewicht besteht. Weil f√ľr mich auch die Qualit√§t eine Rolle spielt. Gut, wenn ich an das Vertrauen denke, das m√∂chte ich schon haben. Das ist viel wert. Doch dann zu sehen, dass sie trotz allem ihren Papa lieben, da verdreht sich noch mein Magen, obwohl ich es dann wieder nachvollziehen kann. Die Wunden sind halt noch offen, nicht ganz verheilt. Heute kann ich wengistens dies schon ansehen, was letztes Jahr noch √ľberhaupt nicht m√∂glich war.

Die Trennungsgruppe f√ľr Kinder merke ich mir. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis er soweit ist. wenn Gleichaltrige sich austauschen kann er dann vergleiche herstellen und selber √ľberlegen, und alles, die getrennten Eltern, neu betrachten lernen. Bis dahin muss ich halt noch meinen eigenen Kopf anstrengen, was letztendlich mir auch gut tut.

viele Gr√ľ√üe Micha
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 10. Mai 2012 07:46

Liebe Micha,

ja, das geht auch den Trennungsm√ľttern meistens so. W√§hrend sie den Alltag mangen und erziehen, kommt am Wochenende der Vater und oft genug haben alle Beteiligten nur Spa√ü miteinander. Nat√ľrlich gibt es V√§ter die mit dem Kind f√ľr die Mathearbeit am Montan noch mal √ľben, oder sich vorlesen lassen - aber es gibt auch solche wie unseren, der auf solche Bitten sagte "Du wolltest die Kinder haben, sieh doch zu....." das es gar nicht um mich ging, hat er irgendwie nie so ganz verstanden.

Und da muss man hinsehen, geht es dem Vater ums Kind? Wenn er also mit ihm Dinge macht, die ihm Spa√ü machen ist das wichtig.... grad so junge Kinder leiden unter den doch langen Zeiten, in denen sie ihren Vater nicht sehen. Je j√ľnger ein Kind ist, desto mehr Zeit sollten Vater und Kind miteinander verbringen k√∂nnen. Du glaubst gar nicht, wie viele V√§ter ihre Wochenenden nicht wahr nehmen und wie viele Kinder vergeblich warten - das richtet mehr Schaden an, als Aktivit√§ten, die wir als Erziehende nicht sch√§tzen.

Ich war da oft entmutigt, unser Alltag war schwer, es war wenig Geld da und Papa lie√ü am Wochenende die Puppen tanzen, da gab es Freizeitpark, Zirkus, Essen gehen, alles Dinge, die ich m√ľhsam zusammen sparen musste. Und nat√ľrlich war da auch meine Angst, das die Kinder das mehr sch√§tzen als unseren Alltag und irgendwann weg gehen w√ľrden..... mir blieb oft nicht mehr, als mir zu vertrauen. Am Ende hat sich das augezahlt, aber leicht war das alles nicht.

Ach, f√ľr das Kind tut der Vater ja nichts Schlimmes, zumindest in der kindlichen Wahrnehmung. Von daher ist es nur normal das sie ihn weiterhin lieben. Unser Vater reagierte dann hin und wieder noch mit Liebesentzug, wenn die Kinder nicht so wollten wie er - glaub mir, das war richtig schlimm, denn das geht an Selbstwertgef√ľhl eines jeden Menschen, langfristig. Und selbst Kinder die aktiv misshandelt werden, lieben ihre Eltern, wenigstens solange sie klein sind, das ist ein ganz anderes Drama. Ich will nun nicht sagen, das es Schlimmeres gibt, versteh mich nicht falsch, aber ich betrachte sehr gern das, was ist. Und manchmal ist das neben den eigenen √Ąngsten und Sorgen, nicht so schlecht, wie es aussieht.

Ich w√ľnsche Dir einen geruhsamen Tag
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 11. Mai 2012 10:03

Hallo Ansa,

ich kann heute erst antworten, weil ich in dort etwas gelesen habe, das ich nicht mehr finde.
Wenn es hei√üt: es gibt auch gute V√§ter, dann raste ich innerlich aus. Es gibt auch gute M√ľtter. (mehr als man meint)

Darum w√§re es wohl hilfreich, wir beenden diese Diskussion. Bisher war sie fruchtbar, und das w√ľrde ich so auch in Erinnerung behalten.

Danke dir f√ľr deine Offenheit, Micha
miau
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Re: Hallo

Beitragvon Ansa 11. Mai 2012 13:02

Liebe Micha,

ich sehe das Du mit solchen Aussagen Probleme hast...... und ich weiß, wenn etwas so trifft, dann ist man an einem Punkt, an dem es noch etwas zu arbeiten, zu verstehen oder zu betrachten gilt?

Wir haben bei uns im Forum auch einige V√§ter, zwar weniger - nichts desto trotz aber den einen oder den anderen. Und, so sehr ich mitunter Fixierungen auf bestimmte Aussagen nachvollziehen kann, desto weniger werde ich allgemeine Aussagen treffen und alle √ľber einen Kamm scheren. Das w√§re unrecht. Es w√§re sogar unrecht, Deinem Mann gegen√ľber, weil auch er ein Vater ist und wie ich es Deinen Kindern w√ľnsche, ein guter Vater. Es w√§re unrecht meinem Liebsten gegen√ľber, der sich bem√ľht, meinen T√∂chtern ein guter Vater zu sein, obgleich sie ihn, rein gesetzlich - gar nichts angehen. Es sei denn, wir h√§tten kein Geld, dann m√ľsste er sie versorgen, weil wir in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Es w√§re unrecht gegen√ľber all den Scheidungskindern hier, die heute V√§ter sind.

Ich war einmal einige Zeit in einem Vater-Kind-Forum unterwegs, was es da teils f√ľr Aussagen gab, war haarstr√§ubend. Da wurde geschimpft, beschimpft, gedem√ľtigt und ich hatte es als Frau dort wirklich alles andere als einfach. Aber ich wollte mal sehen, wie M√§nner so ticken.... unter sich, mehr oder weniger. Ich wollte Tipps von V√§tern um zu verstehen, was bei mir l√§uft. Es war hilfreich und bewegend. Ich werde den tiefen Schmerz der dort unter vielen Worten schlummerte nicht vergessen.

Es gibt gute V√§ter und gute M√ľtter und es gibt die anderen..... das ist so und nichts wird das √§ndern. M√∂glicherweise lernt Deine Tochter eines Tages einen anderen Mann kennen, einen, der Deinem Enkel auch eine wichtige Bezugsperson sein wird? Der sein Familienbild, sein Rollenbild ebenso beeinflusst wie Vater oder Opa das tun?

Ausrasten zeugt von wirklich starken Emotionen, kannst Du f√ľr Dich heraus finden, was Dich so w√ľtend macht? Ist es "nur" die Rolle des Vaters oder eventuell auch die Rolle Dir gegen√ľber oder die eines schlechten Partners, f√ľr Deine Tochter? Du darfst ja w√ľtend sein, das ist nur gut und richtig, aber bleib dabei sachlich - das macht es leichter und trenne, zwischen den Rollen.

Dir liebe Gr√ľ√üe
Ansa
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Re: Hallo

Beitragvon miau 11. Mai 2012 20:01

Hallo Ansa,

was mich so w√ľtend macht, kann ich dir schreiben:
Ich hatte einmal ein sehr hohes Bild von V√§tern. Ich habe sie unterst√ľtzt und war √ľberzeugt, dass sie wichtig f√ľr ein Kind sind. Ich war √ľberzeugt, dass getrennt lebende Eltern gemeinsam f√ľr ihr Kind da sein m√ľssen. Und genau so habe ich den Vater meines Enkels angesehen, ihm sogar den Vorrang vor der Mutter einger√§umt. Bis ich merkte, wie fatal das war und wie er sich darin "gesonnt" hat und die Mutter des Kindes immer mehr mit F√ľ√üen trat. Das alles geschah, weil ich einzig das Auge auf den Vater gerichtet hatte, dass er dazu geh√∂rt.

Damals wusste ich nicht, wie schlecht Menschen sein k√∂nnen. ich dachte, dass so Berichte in den Medien Ausnahmen seien. Und wenn Kinder auf die schiefe Bahn ger√§ten (z.B. auch Komasaufen), dann l√§ge das an den M√ľttern. Ich hatte quasi ein Feindbild M√ľtter in mir. Das war ebenso bei der AD(H)S-Welle. Ich ging davon aus, dass dies vernachl√§ssigte Kinder waren. Dass halt die Frauen weniger arbeiten gehen m√ľssten und sich mehr daheim um ihre Kinder k√ľmmern m√ľssten.

Bis mir immer mehr klar wurde, dass bei uns irgendwie etwas nicht stimmt. Dass dieser Vater, den ich als so gut sah (eigentlich m√ľsste es hei√üen, sehen wollte, er hatte Vorschusslorberen, die er dann jedoch nicht erf√ľllte). Er lachte √ľber sein Kind, verspottete es, g√∂nnte ihm nur geschenkte Sachen, er nahm das Kind √ľberall mithin, so dass es ein Schreikind wurde (wegen der Reiz√ľberflutung). Die Mutter tat alles m√∂gliche, weil sie den Mann liebte. Manchmal entwickelte sich das kind normal, dann wieder machte es krasse R√ľckschritte, oder es ging und ging nicht vorw√§rts.

Machte ich den Vater auf diverse Regungen des Kindes aufmerksam, dass das Baby auch mal Ruhe braucht und sich gegen das K√ľssen und Umarmen wehrt, danach machte er meiner Tochter das Leben zur H√∂lle. Das habe ich jedoch erst viel viel sp√§ter erfahren.

Wo es nur ging, verspottete er seine Mutter und lachte sie aus. Seine Mutter muss starke Psychopharmaka nehmen. Er verspottete sie, dass sie wohl ihre Tabletten h√§tte vergessen zu nehmen. usw. Meine Tochter nahm Partei f√ľr seine Mutter, was sie nachher b√ľ√üen musstse. Und genau dieser Frau sollte dann das Baby √ľbergeben werden. Da war sie dann die liebende Oma.

Vorschusslorberen hatte der Vater, wegen der Geschichte meines Vaters, der von seinem ersten Kind ferngehalten wurde, obwohl er nur ein paar H√§user weiter weg wohnte in einem Dorf mit ein paar H√§usern. Meinem Vater war gro√ües Unrecht angetan worden, was zu fatalen Folgen f√ľhrte (siehe Text oben).

Und die Krönung war dann das sexuelle. "Mit mir haben sie das auch gemacht."

In solchen Verh√§ltnissen m√ľssen Kinder heute gro√ü werden. Wie ich mitbekommen habe, ist Gewalt und Missbrauch viel weiter verbreitet als angenommen. Wer einmal Interviews oder TV-Sendungen mit Frau Bergmann, der Missbrauchsbeauftragen der Bundesregierung gesehen hat, dem str√§uben sich die haare. H√§tte ich nicht selbst so krasse Erlebnisse, ich k√∂nnte das nicht glauben, was sie herausgefunden hat: z.B. Missbrauch von Frauen an Jungen ist heute noch ein gro√ües Tabu-Thema, weil das gar nicht sein kann. Es kann sich irgendwie kaum einer vorstellen, dass eine Frau etwas davon hat, wenn ein Baby sexuell stimuliert wird. - Und nun muss ich aufh√∂ren zu schreiben, weil mir gerade schlecht wird.

Es gibt gute V√§ter, ohne Frage, nur - der Vater meines Enkels geh√∂rt nicht dazu. Selbst wenn er Kontakt zu den treusorgenden V√§tern h√§tte, er w√ľrde sich nicht daran halten. Er w√ľrde sie mit entsprechenden W√∂rtern titulieren.

Micha
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