Umzug - wie vorgehen?

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Umzug - wie vorgehen?

Beitragvon Gaja 9. April 2015 10:51

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und dies ist mein erster Beitrag, allerdings lese in regelmäßigen Abständen mit und hoffe, dass ihr mir nun wie vielen anderen ein wenig weiterhelfen könnt. Ich versuche nun mal die reinen Fakten ohne das ganze emotionale Drumherum zusammenzufassen.

Unsere Situation ist diese, dass mein Sohn (9) bei mir lebt, die Trennung vom Vater war 2008, wir haben gemeinsames Sorgerecht. Mein Partner pendelt momentan von mir auf ca. 200km zu seiner Arbeit, daher m√∂chten wir zusammenziehen an einem Wohnort, von dem beide aus annehmbare Anfahrtswege haben. Ich pendel momentan 40km, vom neuen Wohnort aus dann ca. 50km. Mein Partner w√ľrde dann "nur" noch ca 120km pendeln. Der neue Wohnort ist vom jetzigen ca 70 km weit weg.
Der Vater ist nach der Trennung in eine Stadt 100km weg gezogen und kam f√ľr den Umgang immer her. Er hatte angek√ľndigt, wenn seine Partnerin fertig studiert hat, dann wieder in diese Stadt zu ziehen, dies h√§tte sich dann mit unserem Umzug √ľberschnitten und wir h√§tten rechtzeitig angek√ľndigt, dass wir wegziehen und sie nicht wegen dem Kind herziehen m√ľssen. Leider hat sich da mal wieder alles √ľberschlagen und sie sind sehr kurzfristig vor etwa einem Jahr in meine Heimatstadt gezogen.
Nungut, unser Umzug steht fest, da es so eine Zumutung ist mit den Pendelwegen. Wir haben Anfang des Jahres des Vater und seine Frau √ľber den geplanten Umzug im Sommer informiert und sie haben es beide so hingenommen, waren nat√ľrlich nicht begeistert, aber es kam kein Veto.
Nun konnten wir gl√ľcklicherweise bereits einen Mietvertrag unterschreiben (vorgestern) und k√∂nnen schon im Mai in die neue Wohnung (super, da dies ein relativ stressfreier Umzug wird so). Der tats√§chliche Umzug findet dann im August statt wegen der Schule des Kleinen.
Im Sommer steht eh ein Schulwechsel an, da der Kleine aufs Gymnasium wechselt. Die Schuleinschreibung ist Anfang Mai.

Wie gehen wir nun vor? Den Vater werde ich demn√§chst informieren. Soll ich mir eine schriftliche Einverst√§ndniserkl√§rung f√ľr den Umzug holen? Ich habe nun im Internet gelesen, dass ich mich sonst strafbar machen k√∂nnte? F√ľr die Schuleinschreibung brauche ich eh seine Unterschrift, klar. Eine geeignete Schule m√ľssten wir auch gemeinsam suchen. Aber was habe ich noch zu beachten und wo kann ich Probleme bekommen? Vor allem: kann der Vater nun noch beim Familiengericht das Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen und wie w√§ren seine Chancen, dies zu kriegen?

Ich w√§re echt dankbar, wenn mir jemand Empfehlungen f√ľr das weitere Vorgehen und Erfahrungsberichte weitergeben kann.

Danke und liebe Gr√ľ√üe
Gaja
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Re: Umzug - wie vorgehen?

Beitragvon Gaja 11. April 2015 12:22

Wei√ü wirklich niemand einen Rat? :/: Mir w√ľrden ja schon wirklich Erfahrungsberichte oder einfach nur pers√∂nliche Meinungen dazu helfen.
Gaja
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Re: Umzug - wie vorgehen?

Beitragvon nedsay 22. April 2015 22:02

Hallo Gaja,

bin etwas erstaunt, daß Dir noch niemand auf Dein Problem geantwortet hat.
Also - ich kann Dir zu Deiner Frage folgendes berichten, ob es Dir letztlich hilft mußt Du wissen.
Du schreibst, daß Dein Exmann mit dem Umstand, daß Du mit Eurem Sohn wegziehen wirst, eigentlich ganz gut zurecht kommt.

Ich habe in meiner n√§chsten famili√§ren Umgebung genau das gleiche Problem. Nun ja - eigentlich ist es kein Problem, sondern eben der gleiche Umstand. Mein Sohn und meine Schwiegertochter haben sich vor einem Jahr getrennt, beide haben das Sorgerecht und meine Schwiegertochter wird in wenigen Wochen mit meinen beiden Enkeln 500 km weit wegziehen. Nat√ľrlich hat keiner "hurra" gerufen, weder ich, noch meine Frau und schon gar nicht mein Sohn. Aber die Entscheidung war gut begr√ľndet und so haben wir das letztlich akzeptiert und freuen uns jetzt schon auf die paar Ferientage, die die beiden Kinder jedes Jahr bei Ihrem Vater und uns verbringen werden.

Was ich damit sagen will, ist folgendes.
Wenn Dein Exmann sich nicht hingestellt und verbal kundgetan hat, daß er das nicht möchte, liegt quasi eine Zustimmung vor.
Jeder Familienrichter w√ľrde das im Zweifel so sehen, da bin ich mir recht sicher. Eine gesonderte schriftliche Vereinbarung zwischen Dir und Deinem Exmann ist bei einem solchen Vorgang, so er den nicht strittig ist, nicht √ľblich und strafbar machst Du Dich meines Erachtens damit schon gar nicht.

Aber - der hier geschilderte Ablauf aus meiner Familie ist sicher nicht f√ľr alle und jedermann zutreffend. Und bei einem strittigen Vorgehen, w√§re wohl der juristische Rat eines Fachanwalts die beste L√∂sung.

Liebe Gr√ľ√üe
Hajo
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