Hilfe es ekaliert .....

Der Treffpunk f√ľr Alleinerziehende und Patchworkfamilien. Hier k√∂nnen Erfahrungen und Sorgen ausgetauscht werden.

Hilfe es ekaliert .....

Beitragvon lululu13 30. Juli 2014 14:44

Kurz zur Situation: Mein Partner und ich leben seit 3 Jahren zusammen. Er hat 2 Kinder aus erster Ehe Tochter 18 Jahre Sohn 22 Jahre.
Mein Parnter zahlt Unterhalt f√ľr die Kinder die noch bei der Mutter leben. Er war 6 Jahre getrennt bevor wir uns kennenlernten und vorher 20 Jahre mit seiner EX verheiratet. Die Ehe wurde von der EX gel√∂st. Es ist noch zu erkl√§ren , dass seine EX ihm die Schuld gibt, psychisch krank zu sein und Alkoholikerin wurde, jetzt trocken oder auch nicht.
Da ich eine große Wohnung habe ist mein Parnter zu mir gezogen. Die Kinder sind alle 14 Tage bei uns, an den Feiertagen, oder sonst mal zwischen drin.
Ein ganzer Packen Probleme und ich bin kurz davor das Handtuch zu werfen.

Einfach war es nie und ich dachte es w√ľrde sich mit der Zeit beruhigen und zu Ruhe kommen. Doch der Rosenkrieg geht weiter und nun habe ich den Krieg bei mir zu Hause.
Ich werde von der EX beschimpft in Mails die Sie meinem Partner schreibt. Den Kindern , jungen Erwachsenen wird der Kontakt zu mir madig gemacht . Wenn ich √ľberlege , haben die Kinder keinen Kontakt zu mir, der mehr als √ľber die aufgezwungene h√∂fliche Form hinausgeht. In den 5 Jahren die wir uns jetzt kennen, habe ich noch nie alleine mit Ihnen etwas unternommen, wurde noch nie von einem mal angerufen, es ist kalt und unpers√∂nlich. Au√üer den fianziellen Zuwendungen meinerseits, werden Ann√§herungen nicht gerne gesehen.

Was mir aber schwer f√§llt und immer wieder ein Problem war und ist, wie mein Parnter und ich mit diesem Thema umgehen. Mehrmals waren wir beim Familientherapeuten um diese schwierige Konstellation zu kl√§ren . Es ging wieder eine Weile gut und nun flammen die gleichen Probleme wieder auf. Mein Partner f√ľhlt sich seinen Kindern gegen√ľber schuldig , das die Ehe zerbrochen ist und jede √Ąu√üerung von meiner Seite , mich zu sehen in dieser Situation f√§llt im schwer, denn es k√∂nnte ja auch eine Kritik gegen√ľber seinen Kindern sein.
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich dies alles noch will. Es ist meine Wohnung in der wir leben und ich habe √ľberhaupt keine Lust mehr darauf , das die Kinder uns besuchen kommen. Ich bin des k√§mpfens m√ľde und sehe es nur noch d√ľster, im Moment. Meinem Partner geht es finaziell durch die Unterhaltzahlungen nicht beosnders gut, ich verdiene gut und kann gut f√ľr mich sorgen. Ich denke auch, dass er davon provitiert und dass wir ganz gut leben. Die Bosheit der EX die durch die Kinder hier mit an unserem Tisch sitzt und die keinen Frieden findet, erm√ľrbt mich und ich denke auch das sie dies beabsichtigt. Ich w√ľnsche mir Harmonie und Geborgenheit hier zu Hause und nicht ein Problem und das n√§chste.
Es werden immer die Kinder meines Partners sein und selbst wenn sie immer mehr ihr eigens Leben haben, werde ich immer die b√∂se Hexe sein, selbst wenn sie selbst Kinder haben , so wird wahrscheinlich , kein Platz f√ľr mich sein wo ich dazugeh√∂re. Das stimmt mich trauig , denn so hatte ich mir mein Leben mit einem Partner nicht vorgestellt.
Nun streite ich mit meinem Partner, was die Situation nicht gerade besser macht. Er f√ľhlt sich von mir angeriffen , wenn ich ihm sage wie es mir mit seinen Kindern geht, das ich keinen Kontakt zu ihnen habe und das diese Situation f√ľr mich hier zu Hause nicht sch√∂n ist. Ich habe kein Vertrauen mehr zu seinen Kindern , es sind zu viele unsch√∂ne Momente und Ereignisse gewesen die nichts gutes verhei√üen.
Diesen Kampf kann ich nur verlieren.
lululu13
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Re: Hilfe es ekaliert .....

Beitragvon Ansa 30. Juli 2014 15:02

Hallo und Willkommen bei uns,

ich w√ľnsche mir, das sich die anderen NeuLiebsten noch zu Dir und Deinem Thema melden, es ist nicht so ungew√∂hnlich und Ihr habt ja auch schon daran gearbeitet, incl. einer Therapeutin. Respekt.

Haupts√§chlich denke ich aber, die Probleme sind gar nicht Deine, also solche die Du in der Hand hast, sondern welche von Au√üen. Viele Trennungsv√§ter haben ihren Kindern gegen√ľber ein schlechtes Gewissen (und wenn es nur das ist, "w√§re ich nicht gegangen, h√§tten wir die Probleme nicht" - frag ihn mal in stiller Stunde, was die Alternative gewesen w√§re? Die Frage kan wirklich munter machen.) und es gibt wenig, was DU daran √§ndern k√∂nntest, denn es ist sein Problem, mit allen Folgen....

Wenn die Mutter Dich beschimpft - in Briefen an ihn - w√§re es seine Aufgabe, das zu ignorieren oder klar zu stellen (und die Variante bevorzuge ich eindeutig) das er das SO nicht will. Ich glaube ja beinahe, ich w√ľrde derartige Mails gar nicht mehr annehmen und mir sachliche einfordern. Die Kinder sind erwachsen (jedenfalls vollj√§hrig) - da gibt es doch nur noch wenig zu kl√§ren? Unterhalt, rein rechtlich gesehen, sollten die Kinder direkt bekommen - nicht mehr die Mutter - so schreibt es der Gesetzgeber jedenfalls vor - meine Kinder sind zwischen 17 und 22 und bekommen auch alle Unterhalt, die beiden Gro√üen √ľber Papa direkt, die J√ľngste noch √ľber mich, aber zu kl√§ren -also auch Kommunikativ - ist einfach kaum noch etwas. Warum also die Kommunikation der Beiden?

Und den Kindern, denen darfst ruhig mal was sagen, wenn sie Dir quer kommen. Etwa solche S√§tze wie "Ja, ich sehe, dass das wirklich nicht einfach f√ľr Euch ist" oder eben auch "Schade das Mama so denkt, ich sehe das anders" - ganz ohne Werte..... die Dinge dort lassen, wo sie sind und nicht annehmen. Auch wenn genau das, sehr schwer ist.

Ansonsten ein Tipp, den ich hier oft von den NeuFrauen gelesen hab, wenn Kinderwochenende ist - geh aus. Mach was Sch√∂nes, triff eine Freundin, fahr welche besuchen, entzieh Dich einfach. Sei nicht da und nutze diese wertvolle Zeit f√ľr Dich zur Erholung. Du musst ja nicht die Family versorgen und auf heile Welt machen, Du darfst sagen, das Du Dich schlecht behandelt f√ľhlst und fertig..... sie m√ľssen nicht auf Dich h√∂ren, aber Du auch nicht auf sie. Wer kein Miteinander m√∂chte - bittesch√∂n.

Allerdings w√ľrde ich doch versuchen vorher mit den Kindern einmal ein Gesp√§ch zu f√ľhren, genau dar√ľber.

Erst einmal liebe Gr√ľ√üe
Ansa
Sei z√§rtlich mit den Kindern, mitf√ľhlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftm√ľtig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Hilfe es ekaliert .....

Beitragvon Emme 20. August 2014 10:24

Hey, was mich ein wenig erstaunt ist das Alter der Kinder... Mit 18 und 22 sind sie bei euch inwiefern pr√§sent? Kommen sie zum Essen oder √ľbernachten sie bei euch? Wie lange bleiben sie? Ich frage mich ein bisschen, ob der "Kampf" um ein gutes Verh√§ltnis wirklich Deiner sein sollte. In diesem Alter k√∂nnte sich der Vater mit den beiden doch auch au√üerhalb der Wohnung treffe und etwas Sch√∂nes unternehmen, oder? Warum muss man zusammen am Tisch sitzen? Dieses Kinder- bzw. in Deinem Fall ja eher Erwachsenen-Thema wird vielleicht auch ein bisschen anders gesehen als andere Kontakte. Ginge es z.B. um den Bruder Deines Mannes, der ja nun auch eindeutig Familienmitglied ist, w√ľrde man sich mit dem alle 14 Tage zusammen setzen wenn er Dich nicht mag? Muss man die Kinder, die in diesem Fall ja schon Erwachsene sind (naja gut, mit 18 vielleicht noch nicht so ganz) alle 14 Tage in irgendeiner Form um sich haben wenn sie doch eigentlich kein Interesse an Dir haben? Ich wei√ü nicht, ob ich mir das so geben w√ľrde. Wenn sie keine Lust haben sollen sie es, salopp gesagt, lassen. Ich w√ľrde auch nicht mit meinem Neffen Treffen veranstalten wenn er keine Lust darauf hat, und das ist wiederum meine Familie. Die Kids sind gro√ü genug, mein Patchwork Kind ist 10, da m√ľsste man sich schon eher zusammenrei√üen wenn man sich nicht so gr√ľn w√§re, doch bei einem 18 J√§hrigen und einer 22 J√§hrigen? Hm, wenn die beiden mal Kinder haben und das Verh√§ltnis dann nicht so gut ist- dann? Andere leibliche Kinder verstehen sich nicht so gut mit ihren Eltern, die m√ľssen das dann wahrscheinlich auch in gewisser Weise akzeptieren. Ich verstehe den Wunsch, gut mit ihnen auszukommen doch hier denke ich ein bisschen, es w√§re vielleicht gut, sich einmal Gedanken dar√ľber zu machen, wie der Kontakt zwischen Kindern und Vater aussehen k√∂nnte ohne Dich. Vielleicht √§ndert sich ja dann auch etwas. Die Kids merken, sie m√ľssen nicht. Sie k√∂nnen auch ihren Vater sehen ohne Spannungen, die ja eindeutig da sind. Du hast die beiden nat√ľrlich auch in einer hei√üen Phase kennengelernt, wenn das 6 Jahre her ist :-) Ich denke, was Ansa gesagt hat w√§re eine gute Idee. Sprich mit den beiden und wenn der Stand der Dinge ist, dass sie partout nicht m√∂chten- bitte sch√∂n. Da haben sie nichts davon und Du auch nicht. Mir tun beide Seiten leid. Du, da Du Dich nicht wohlf√ľhlst wenn sie da sind und Du Dir verst√§ndlicherweise w√ľnschst, Dich mit den Kindern Deines Partners gut zu verstehen und aber auch die beiden, ich vermute sie k√∂nnen auch nicht mehr so richtig aus ihrer Haut.

Liebe Gr√ľ√üe Emme
Emme
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