Tochter will zu uns ziehen

Der Treffpunk fĂŒr Alleinerziehende und Patchworkfamilien. Hier können Erfahrungen und Sorgen ausgetauscht werden.

Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon siebenzwerge 26. Juni 2013 22:01

Sorry, Bolz, damit ist dir sicher nicht geholfen.

Ich wĂŒnsche Dir alles erdenklich Gute und dem MĂ€dchen auch.
Ich hoffe, ihr findet einen Weg.

Liebe GrĂŒĂŸe
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Tamara22 27. Juni 2013 09:05

Hallo siebenzwerge,
dass du meinen Beitrag als taktlos empfindest kann ich nachvollziehen.
Mir geht es darum dass durch das annehmen etwas sei typisch jeglicher Raum dicht gemacht wird und die Möglichkeiten, die sich da danm vllt. eröffnen könnten nicht gesehen werden. Daher auch mein es wundert mich nicht...was man erwartet bekommt man in der Regel auch.
Weil andere Optionen ĂŒbersehen werden und das Kind keine Möglichkeit hat da wieder rauszukommen aus dieser Schublade.
Die erwachsenen mĂŒssen in meinen Augen da mit-denken und wege offenhalten. Mit m.e. nach zu schnellen ErklĂ€rungen verschlimmert sich fie Situation.

Du fĂŒhlst dich angegriffen das ist schade und es zeigt wieder genau das, jeder in seinem Teich, verletzt und nicht in der Lage drĂŒber hinaus zuschauen mit der Annahme dass da jemand was fĂŒr sich tut aus einem BedĂŒrfnis heraus und nicht um einem anderen zu schaden.
Sie ist elf...wĂŒrde sie das lesen ich fĂ€nde es schlimm.
Und deine Tochter die muss mich nicht verstehen es ist Sache der erwachsenen da etwas fĂŒr ihr VerstĂ€ndnis zu tun und sich nicht be-oder getroffen zurĂŒck zu ziehen.
Sondern erwachsen und klar zu bleiben.

Und ja solche aussagen wie typisch oder mit der stimmt was nicht empfinde ich als herabwĂŒrdigend und missachtend und ich unterstelle keinen bösen willen sondern Betroffenheit oder Gedankenslisigkeit oder eigener Schutz ...

Viele grĂŒĂŸe Tami
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Muckelmaus 27. Juni 2013 10:28

Guten Morgen ihr Lieben alle!

Liebe Tami!

Hast du auch diesen Teil von MaxiÂŽs Post gelesen?

Das mit der Unterhaltsvorauszahlung wĂ€re dann Ă€rgerlich ist aber natĂŒrlich nicht aufzuwiegen mit einer Kinderseele.


In meinen Augen sagt er alles aus, was es zu sagen gibt. Da schwingt ganz viel VerstĂ€ndnis und MitgefĂŒhl drin.

Fakt: mit dem Kind stimmt was nicht.


Ich glaube, liebe Tami, diesen Satz interpretierst du falsch.
Maxi will ganz sicher nicht zum Ausdruck bringen, dass Kind sei "gestört" oder dergleichen. Ich denke, sie wollte damit sagen, dass dieses MÀdel Sorgen und Nöte hat. Und wenn jemand Kummer hat, dann stimmt irgendetwas nicht. Niemand hat Kummer, weil alles wunderschön ist.
Mag sein, dass Maxi sich vielleicht ein wenig "krumm" ausgedrĂŒckt hat, aber sie wollte sicher niemanden damit angreifen oder herabwĂŒrdigen.

Dies ist ein Forum, in welchem gelesen wird und da wird sicher manchen anders gedeutet, als es gemeint ist.

Ganz liebe GrĂŒĂŸe an euch alle und vor allem an Bolz
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel LĂ€rm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und lĂ€sst das Haus stumm zurĂŒck, dass Du denkst, du wirst verrĂŒckt.
v. John Andrew Holmes, amerik. Publizist
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Tamara22 27. Juni 2013 11:24

Liebe Muckel,
ich unterstelle auch nicht, dass sie es herabwĂŒrdigend gemeint hat, sondern ich habe gesagt wie ich es empfinde.
Hier lesen Kinder "mit dem Kind stimmt was nicht", "das ist typisch Scheidungskind" und die denken nicht um die Ecke, die nehmen das so wie es da steht als wahr.
Und glaub mir solche SÀtze, wie auch immer sie gemeint sind, haben enorm zerstörerisches Potential beim EmpfÀnger!

Und da wĂŒnsche ich mir entweder mehr Klarheit, wie es denn gemeint ist oder eine ander Formulierung, denn mit dem Kind stimmt was nicht und ich glaube das Kind hat Sorgen, dazwischen liegen beim EmpfĂ€nger Welten...

Ich finde es schade, dass ein Feedback, auch wenn es vielleicht provokativ oder ĂŒberspitzt ausgedrĂŒckt ist auf soviel Gegenwehr und Emfpindsamkeiten trifft und im gleichen Zug dann den vermutlich und hoffentlich mitlesenden Kinder diese Empfindsamkeit, das empfinden von dem was da steht, abgesprochen wird.
Das wundert mich.

Die Wirkung ist schneller als ein nachgeschobenes "so ist es nicht gemeint"...

Tami
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 27. Juni 2013 13:00

Hallo erstmal und danke fĂŒr Eure zahlreichen Meinungen,

ich versuch erstmal die Fragen zu beantworten
@ Ansa: nein, das "zu uns ziehen" war mit ein Teil davon, was nicht erwÀhnt werden durfte
@ siebenzwerge: ich finde das gar nicht schlimm, denn auch die Meinung eines Teilnehmers ĂŒber die Meinung eines anderen empfinde ich als wertvoll, solange es nicht beleidigend wird...
@Maxi: ich habe "stimmt was nicht" auch so verstanden, das ETWAS nicht stimmt und nicht, dass sie daneben ist

Ich finde Euren Rat erstmal darĂŒber zu schlafen und Ruhe einkehren zu lassen am hilfreichsten und das habe ich mir auch vorgenommen. Die kleine schickt trotz der Ansage dass alles gut ist gefĂŒhlte 1000 SMS am Tag gestern und heute, sie weiß ganz genau, dass das alles so nicht ok war. Ich glaube auch, dass sich die ganze Sache verselbststĂ€ndigt hat und sie erst bemerkt hat in was sie sich verstrickt hat, als sie realisiert hat, dass die beiden wirklich real miteinander sprechen werden.
Trotzdem finde ich, dass sie auch nicht schuldlos an dem Schlamassel ist, denn sie weiß sehr wohl um den Unterschied von LĂŒgen und der Wahrheit. Ich erwarte ja auch nicht, dass sie der Mutter erzĂ€hlt wie sehr sie uns liebt oder wie toll das Wochenende war, aber sie hĂ€tte ja auch die Option "nichts" zu sagen, anstatt zu sagen war alles Sch...und kann die nicht leiden. Sie hat sich wohl sehr bewußt Vorteile verschafft, auch wenn es traurig ist, dass sie der Mama damit gefĂ€llt.

Und noch was möchte ich zu der vielzitierten Verantwortung der Erwachsenen sagen. Das mag ja in der Theorie alles schön sein, aber wenn einen jemand abgrundtief hasst und seinen Lebensinhalt darin findet, den anderen zu treffen, dann kann auch der sanftmĂŒtigste Esel keinen Streit vermeiden. Mein Mann hat so viel eingesteckt und so viele FĂ€uste in der Tasche gemacht und sich dazu noch dumm und dĂ€mlich bezahlt und hinterher beschimpft und verleumdet zu werden... In dieser Geschichte gehts nicht nur um das Kind, sondern ich finde auch die Eltern haben ein Recht auf ein Leben ohne Krieg und DemĂŒtigungen. Wenn es einer Partei egal ist, dass das Kind alles mitbekommt, dann kann der andere nicht viel dagegen tun. In unserem Fall wĂŒrde es vielleicht helfen, wenn er reumĂŒtig zu ihr zurĂŒckkehrt, aber ich finde das ist ein bisschen zuviel verlangt... :meinung:

Euch einen schönen Tag
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Tamara22 27. Juni 2013 15:13

Hi Bolz,

ich habe auch nicht angenommen, dass die Formulierung bei dir anders ankommt...ihr habt da schon eine Ebene auf der ihr euch trefft und austauscht. Ich sprach von mitlesenden Kindern, scheinbar kommt das einfach nicht an.

Zu der Situation mit der Tochter...das ist diese Art der Verantwortungsabgabe an das Kind, das sie nicht leisten kann.
Da werden Sachen nicht erzÀhlt, weil die geheim sind, die wesentlich zum Miteinander auskommen gehören und wo es einen klaren Standpunkt bei den Eltern geben sollte.
Das muß keine Einigkeit sein, sondern eine Klarheit. Wenn meine Tochter mir sagt sie ist unglĂŒcklich und es geht um eine Situation des wohnens, dann gehört das direkte GesprĂ€ch zwischen die Eltern, scheinbar ist ja genau da das Problem und das ist eben von Erwachsenenseite hergestellt und nicht von ihr. Die Eltern können nicht miteinander reden, sie sucht sich einen Weg...mir strĂ€uben sich die Haare.
Dein Mann mag hĂ€ufig die FĂ€uste geballt haben, da gehört ein Standpunkt hin, und ich spreche nicht vom sanftmĂŒtigen Esel, sondern von einem Standpunkt, der vertreten wird. Ja es mag sein, dass sie es schwierig macht, das kann ich nicht beurteilen, aber solche Situationen entstehen durch Aktion und Reaktion bzw. Nichtreaktion und das ist keine Theorie, sondern pure Praxis. Er erlebt es als Hölle, wunderbar, dann hat sie es ja geschafft und er spielt mit...
Ich sage meinen Kindern immer, wenn ihr wegrennt und einer hinterher und dann sagt ihr, ihr wollt kein Fangen spielen, tja, da kann ich auch nicht helfen.
Verantwortung fĂŒr sich heißt nicht den anderen verantwortlich machen...

So und ich weiß das ist alles wieder sehr provokativ und vermutlich stĂ¶ĂŸt es nur auf Abwehr und das ist ok. Ich sehe aber in der Familienberatung, dass es auch anders geht, sogar dann wenn einer sich angeblich so sehr querstellt. Neue Perspektiven und so.
Auch auf die Sache mit dem LĂŒgen und der Wahrheit könnte man anders draufschauen...diese Bewertung bringt nĂ€mlich nix. WĂ€re es egal, sondern es ginge nur darum in beziehung zu sein und sich die Wirkung anzuschauen, dann öffnen sich neue TĂŒren. Die Tochter versucht das und reagiert aus der Wirkung heraus mit wie du schriebst tausend SMS...was möchte sie sagen und was braucht sie wohl?

Liebe GrĂŒĂŸe
Tami
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Tamara22 27. Juni 2013 16:32

Hallo Maxi,

ja ich "mal wieder" und es ist ok wenn du das alles mit großgedrucktem DU mir wieder zurĂŒckgibst.
Ja ich habe das mal wieder anders verstanden, was eben meine Aussage unterstreicht, ihr habt da eine Ebene gefunden, auf der ihr euch austauscht, stimmt das etwa nicht?
Man kann nicht mit jedem auf der gleichen WellenlĂ€nge liegen. DafĂŒr gibts ja auch das Unterforum, in dem klar ist, dass es viele Patchworkelternteile gibt, die sich austauschen und trotzdem hat dieses Forum einen Titel und wie du schreibst liegt das ja auch allen am Herzen...weiß nicht wie du auf Feinde suchen kommst, das entspringt ja deinem Thema...und ist nicht meins.

Zu den Verfahrensweisen...ich nenn das Beziehung. Und das ist fĂŒr mich nicht sachlich, sondern emotional, was nicht heißt, dass ich mir nicht Gedanken mache.
Ich denke mal fachlich zum Thema Scheidungskinder, Studienlage, gesellschaftliche Entwicklung diesbezĂŒglich habe ich genug, das ich mit dem Kopf bearbeiten kann und wegem dem ich zu VortrĂ€gen eingeladen werde, mir gehts um das Emotionale denn nur darĂŒber in meinen Augen wird VerstĂ€ndnis möglich, nicht Verstehen, das ist ein Unterschied. Ich seh nicht, dass ich deine Verfahrensweise angegriffen habe, sondern ich habe geĂ€ussert wie eine Formulierung ankommt.

Das Thema deine Tochter findet Ehrlichkeit wichtig versteh ich nicht, wer hat was dagegen gesagt. Naja und Erziehung durch Kritik und lebenfĂ€hig machen, das muss jeder fĂŒr sich entscheiden ob das der Weg ist. Gutes Buch dazu, grade erschienen: "Das Ende von Erziehung".

Mir zeigt das nur, dass ich hier vergeblich auf VerstĂ€ndnis hoffe, wenn es hier darum geht die "Sk's" (nettes KĂŒrzel) sachlich lebensfĂ€hhig zu bekommen, dann fröhliches Weiterbasteln, es gibt ja zum GlĂŒck gute Therapeuten, die das im Nachhinein wieder emotional auffangen, falls die Rechnung nicht aufgeht.
Gibts ĂŒbrigens auch Studien zu, falls das zu wenig sachlich war...

kopfschĂŒttelnd
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Traum-TĂ€nzerin 27. Juni 2013 17:19

Hallo,

ich habe alles gelesen und ich möchte nicht streiten- ich möchte bloß einen Satz der mir dazu in den Sinn kam teilen:

"Ohne Wurzeln, keine FlĂŒgel..."

Die Wurzeln sind bei einem Scheidungskind sehr locker, ich sehe das die Tochter nach Wurzeln sucht- nach dem schon oft erwÀhnten sicheren Ort des Lebens!

Ich wĂŒnsche euch offene Augen, Arme und viele Liebe im Herzen,

TT
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Ansa 27. Juni 2013 17:22

Hallo Ihr Lieben,

am Ende habt Ihr ja alle Recht, die betroffenen Kinder, die hier mitlesen, lesen vielleicht etwas Anderes als wir Großen meinen, je nach Alter aber gestehe ich Ihnen zu, das sie den Thread verfolgen und am Ende erkennen "ach darum geht es also....." Wir schreiben hier sehr reflektiert und ich glaub schon, das Kinder /Jugendliche ebenso lernen und wissen, das Menschen unterschiedlich sprechen und sich ausdrĂŒcken. Keine Goldwaage....

KritikfĂ€higkeit ist eindeutig eine Erziehungssache, ich halte es fĂŒr immens wichtig, das Kinder Kritik (sachliche, das versteht sich von selbst) lernen, aushalten und ihren Umgang damit finden mĂŒssen. FĂŒr mich ist Dreikurs da wiederum hilfreich, der es eben auf die Sachebene zieht und sagt "Ups. lass uns mal sehen, was da schief gelaufen ist" die Ausdrucksweise spielt ja auch eine Rolle... und vor Kritik können wir Kinder weder schĂŒtzen, noch uns selbst. Also, ein Erziehungsziel sollte sicher auch sein, "wie gehen wir alle damit um." Und bei uns ist es eine Lernaufgabe, uns erzieht ja keiner mehr.

Nehmen wir meinen Exmann, der fĂŒhlt sich angegriffen und explodiert, wirftmit garstigen Worten um sich, die wirken wie ein Flammenwerfer - hinterher sind alle am Weinen, es bleibt verbrannte Erde zurĂŒck. Aber - nachdem das nun "IMMER" so ablĂ€uft, und es als Muster zu erkennen ist - kann man sich davon wewg stellen und sagen "Okay, der mal wieder - lass mal zwei Tage ins Land gehen, dann ist er wieder unten und dann sehen wir weiter." Aber - das ist fĂŒr uns alle ein Lernprozess gewesen - kein guter - keine Frage - aber, ich habe auf ihn keinen Einfluss, also, kann nur ich mein Verhalten Ă€ndern, ihn muss ich nehmen, wie er tobt und abbrennt.

Und wenn Eltern nicht miteinander reden, so wie auch bei uns - dann hilft es wenig zu hören "ihr mĂŒsst das lösen....." oder wie immer wieder gehört und mich wirklich in Verzweifelung gestĂŒrzt "Sie mĂŒssen mehr mit ihrem Exmann reden...." Aber *verdammt nochmal, verflixt und zugenĂ€ht - DER spricht nicht mit mir........." Ach ja, also, dann mĂŒssen sie sich mehr MĂŒhe geben - voll an die Wand, es gab einfach keinen Weg und immer fĂŒhlte ich mich schuldig und unfĂ€hig. Aber manchmal muss man sehen, was man kann.

So, mal zur Situation, ich wĂŒrde sachlich mit der Kleinen reden und ihr sagen "Ich hab Dich so lieb und Du bist mir wichtig, ich glaube auch, das weißt Du ganz sicher - aber Dein Verhalten war einfach voll sch...... ich glaub, ich kann verstehen, was passiert ist und wie es dazu kam, es muss schwerfĂŒr Dich sein, in zwei Welten zu leben, aber es macht es nicht besser, wenn man Unwahrheiten einbringt, denn die Einzige die sich damit richtig mies fĂŒhlt bist ja Du, und das möchte ich gar nicht.....nur weil wir Großen es nicht hin bekommen (das weiß sie, garantiert) sollst Du es nicht lösen. Ich bin traurig, ĂŒber das was passiert ist und ich möchte gern mit Dir einen Weg suchen, das besser zu machen....." Sie ins Boot holen, schon sagen, das man enttĂ€uscht ist, traurig, wĂŒtend (nicht auf sie persönlich, das ist zuviel, aber auf die Gesamtsituation) und dann eben zuhören oder fragen "was meinst Du, können wir tun....." oder auch, "was denkst Du, kannst Du jetzt tun?

Und sich auf solche Dinge wie "aber sag Mama nichts davon" in solchen Situationen, in denen sie von ihr fort will - nicht einlassen, es kann ja keine Lösung geben, wenn sie schweigt -damit ist ein Umzug ja völlig vom Tisch.

Es gibt viele Studien ĂŒber Trennungskinder - und je nachdem - in welche Richtung einer forscht (ja das ist provokativ) und ich bin bestimmt in jedem Fall fĂŒr die Kinder, aber da halte ich es mit Remo Largin, je weniger Aufhebens man um etwas macht und je besser die Erwachsenen miteinander klar kommen (und wenn einer nicht will, dann kann man Berge versetzen - es nutzt nichts) desto schneller kommen Kinder darĂŒber hinweg... darum geht es, das sie eines Tages darĂŒber hinweg kommen und so wie meine Große neulich beim Therapeuten auf die Frage "wĂŒnscht Du Dir, das Deine Eltern wieder zusammen kommen" offen sagen können "Um Himmels willen, nein - die Zeit meiner Eltern ist um - und dann mĂŒsste ich ja auch auf Mamas Mann verzichten und das will nicht nicht!"

Bei der Antwort (und die geben alle meine Töchter) denke ich mir - Ich habs geschafft - darum geht es.... das sie verstehen was passiert ist und sehen, das es gut ist, so wie es ist.

Ihr schafft das.... wenn man in Krisen steckt, sind sie furchtbar aber sie gehen auch vorbei....

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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Tamara22 27. Juni 2013 20:15

Liebe Maxi,

du kannst das daneben finden, es entspricht aber leider bei vielen der RealitĂ€t, dass sie, weil ihnen die nötige Zuwendung und emotionale UnterstĂŒtzung gefehlt hat, spĂ€ter beim Therapeuten sitzen und das in mĂŒhevoller Kleinarbeit aufarbeiten mĂŒssen und wollen.
Ja das mag sarkastisch ausgedrĂŒckt sein, aber ich finde es schlimm wenn sich in einem Scheidungskinderforum nur noch die Threads am Leben halten, in denen sich eh alle einig sind und dann so "Bastelanleitungen" verteilt werden, wie man mit den SK's umzugehen hat, was man da machen muss, damit die lebensfĂ€hig sind...sorry, aber da habe ich auf dich reagiert und das ausgdrĂŒckt was ich von solchen Verhaltensweisen denke.
Ich habe nicht vom Forum gesprochen. Mir liegt viel an dieser Plattform und ich habe hier viel von mir mit eingebracht und das gerne und es gibt da viele schöne und gute Kontakte, die mein Leben bereichert haben.

Ich weiß nicht wie du auf "UnbeschrĂ€nktes Nachgeben und bemitleiden" kommst, das habe ich nie gemeint und auch nicht gesagt, das ist dein Ding und da hast du dann was falsch interpretiert.

Tja und ĂŒberzeugen muss ich dich nicht und möchte ich auch nicht, hier gehts ja nicht ums gewinnen, sondern in meinen Augen darum wach zu sein und sich immer wieder wach zu machen. Das bleibt aber jedem selbst ĂŒberlassen inwieweit er/sie dazu bereit ist.

Ich wĂŒĂŸte nicht, was du zu mir persönlich sagen könntest, wir kennen uns nicht...

Interessant, wie du schnell alle aktiven auf deiner Seite eingruppierst und weißt wie es denen allen geht.
Sagte ich doch hier sind sich alle, ups, ausser mal wieder mir, schon klar, einig.
Na dann...
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Traum-TĂ€nzerin 28. Juni 2013 08:59

Guten Morgen,

das was ich hier in dem Thread lese gibt fĂŒr mich einen kleinen Einblick in die RealitĂ€t und damit auch auf die Tochter von der Bolz. Ich lese Tamara's Wut, EnttĂ€uschung und auch Verzweiflung keinen Ansatz zu finden an dem ihre Worte wahrgenommen und verstanden werden. Das bringt es ĂŒber eine Schleife zu der Tochter, die Ă€hnliche bis gleiche GefĂŒhle haben mag. Das zeigt den Kern, Kinder die in Scheidungs/ Patchworkfamilien leben haben in sich auch oft eine riesige Wut auf alles was sie verloren haben und die Wut ist da und bleibt da, egal ob sie wegdiskutiert wird oder abgelehnt wird- sie wird nur kleiner wenn man sie anspricht, wenn man sie sich anhört und wenn man einfach zuhört was die Kinderseele umtreiben mag. Und leider machen vieler dieser Kinder wenn sie erwachsen werden eine Therapie, weil sie sich einen Ort brauchen an dem sie auf offene Ohren stoßen und an dem ihnen eben auch mal aufgezeigt wird wo Grenzen sind.

Kinder sind auf Anpassung ausgelegt, die Tochter ist noch ein Kind auf dem Weg in die PubertĂ€t und sie spiegelt das Verhalten der Erwachsenen. Sie möchte mit ihrem Verhalten ganz sicherlich niemandem schaden und sie möchte auch kein Spiel spielen, sie möchte das ihre Hilferufe gesehen werden und wahrgenommen werden- das ist bei aller Betroffenheit und Verletztheit der Großen, ihre Aufgabe und Verantwortung die Kinderseele zu schĂŒtzen. DafĂŒr sind wir Großen da, Kinderseelen zu schĂŒtzen und nicht sie klein zu machen- damit wir am Ende das GefĂŒhl haben "Recht gehabt" zu haben, darum geht es nicht. FĂŒr ein Kind sind Mama und Papa die Welt, da entstehen die Regeln die fĂŒr's Überleben nötig sind!

Ich sehe wie sehr hier alle kĂ€mpfen, jeder auf seiner Weise und ich sehe in dem ganzen Wirrwarr die Tochter die zwischen allen StĂŒhlen hockt und die beiden gefallen möchten: Mama und Papa! Also erzĂ€hlt sie es war blöd bei Mama, das mag sie hören und alle die anderen Sachen. Sie sendet damit leise und zaghafte Hilfeschreie- in dem Durcheinander das sie erzĂ€hlt, wo drunter auch LĂŒgen sein mögen wird ihr inneres Chaos nach aussen sichtbar. Vielleicht weiß sie vor lauter Worten schon gar nicht mehr wo sie sein mag...es liest sich ein bisschen als habe sie sich darin verloren sich anzupassen.

Das ist meine Sichtweise, meine Gedanken und ich möchte darum bitte das meine Worte nicht auseinander genommen werden!

Liebe GrĂŒĂŸe,

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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Traum-TĂ€nzerin 28. Juni 2013 09:59

Hallo Maxi,

vielen Dank fĂŒr deine nette Antwort!

Ich wĂŒrde fragen "Was brauchst du, damit du Mama von unserer gemeinsamen Zeit so erzĂ€hlen kannst wie sie war?" Den Menschen lassen wie er ist, ich glaube das ist unserer grĂ¶ĂŸte Herausforderung, wer frei ist der kommt von alleine. Zu sprechen wie eine Giraffe ist die tatsĂ€chliche Herausforderung, wölfisch können wir alle schon gut genug!

http://www.youtube.com/watch?v=tCfU_ZRy_lg

LG TT
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Ansa 28. Juni 2013 10:03

Guten Morgen Ihr Lieben,

wir mĂŒssen uns gar nicht einigen, nur verstehen, ein Trauma das man erlebt hat, nimmt breiten Raum ein und bestimmt viele BewĂ€ltigungsstrategien die mansich durch das eigene Erleben angeeignet hat. Je nachdem, was im Vordergrund steht oder stand, nimmt das dann eine bestimmte Richtung an. Wir hier wissen aber auch, das jeder Mensch eine gleiche erfahrene Sache unterschiedlich bewertet und personifiziert damit umgeht.

Bei uns geht es um Scheidungskinder und man kann das nicht gegen andere Dinge aufwiegen, wenn einer allerdings "bastelt" schreibt, dann ist das gartig und trifft nicht den Kern, um den es uns hier gehen sollte. Jede Familie hat ihre eigene Dynamik, ich kann nicht von meinen eigenen Erlebnissen auf die anderer schließen, da gibt es auch noch so etwas wie Resilienz und die ist noch lang nicht genug erforscht. Manche Kinder stecken Erlebnisse, die mich umhauen aber sowas von locker weg...... das ich verblĂŒfft bin und staune, wie sehr sie damit klar kommen. Von daher möchte ich doch eher darum bitten, das wir hier anerkennen, was wir gegenseitig fĂŒr einander tun.

Ich glaube jedem von uns ist klar, das Bolz Tochter in argen Schwierigkeiten steckt, das etwas grĂŒndlichst schief gelaufen ist aber jedem von uns, der Kinder hat, muss auch klar sein, das Kinder keine hilflosen Wesen sind, sondern ebenfalls handelnde kleine Menschen und die liegen durchaus mal daneben.... und unsere Aufgabe ist es, ihnen das klar zu machen und sie zu begleiten, es besser zu machen.

Es ist doch furchtbar fĂŒr das Kind, es will der Mama gefallen und der gefĂ€llt es eben nur, wenn es bei Papa schlecht und sch.... ist, sie möchte etwas Schlechtes ĂŒber Bolz hören..... und anhand ihrer Reaktionen (körperliche Reaktionen reichen da doch völlig) erkennt das Kind was Mama gefĂ€llt und handelt entsprechend. Dabei fĂŒhlt es sich schlecht, weil es weiß, das was es da erzĂ€hlt, ist unwahr - und es entwickelt negative Gedanken der Mama gegenĂŒber, denn es spĂŒrt ihre Forderung, wie klar sie die auch immer macht. Und wenn es dann zu Papa geht, hat es ein schlechtes Gewissen, weil es ja Dinge erzĂ€hlt hat, die nicht wahr sind und schĂ€mt sich und es beginnt VerdrĂ€ngungsstrategien zu entwickeln, Antipathien aufzubauen und Wut zu haben - das kann lange so gehen und macht etwas mit der Kleinen.... am Ende ist es eigentlich total positiv, dass das alles raus gekommen ist - denn nun kann man dem Kind helfen, die Hand reichen und mit ihr reden, nun kann man sich noch einmal hinterfragen und ist auch genötigt, GrĂ¶ĂŸe zu zeigen (Bolz, ich hoffe Du weißt, dass das nichts mit Dir persönlich zu tun hat?)

Jetzte erst ist doch das Problem offen..... und das ist gut. Jetzt darf man auch sagen, "was Mama da von Dir fordert ist nicht gut...." vorsichtig natĂŒrlich, denn sie wird sich schuldig fĂŒhlen und ist doch in diese Rolle genötigt worden.

Und nun muss jede Familie ihren Weg finden damitumzugehen, zu handeln, zu verzeihen..... jedes Kind muss auch in gewisser Weise seine Eltern verstehen und anerkennen. Ich z.B. mag meinen Liebsten nicht so gern, wenn er wĂŒtend ist - seine Wut ist so anders, als unsere - und doch gestehe ich sie ihm zu und bin mir sicher, das meine Kinder lernen (gelernt haben) damit umzugehen, sie waren an dem Ausbruch der Wut ja beteiligt, sie haben getestet und probiert und die Grenze gefunden - okay, die gefĂ€llt ihnen nicht, aber auch das gehört ins Leben miteinaner. Wisst ihr wie ich das meine? Eltern mĂŒssen autehntisch bleiben, wenn sie sich in so einer Situation verstellen - richten sie mehr Schaden an als bisher da ist. Kinder wissen dies und spĂŒren das auch....

Es ist gut, das es Therapeuten gibt, aber aus solchen Erlebnissen zu schließen, das jetzt einer fĂ€llig ist oder das alle Trennungskinder einen brauchen - halte ich fĂŒr weit hergeholt.... dsa geht schon ĂŒber das persönliche Erleben hinaus.

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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 28. Juni 2013 13:32

Hi Ihr Lieben,

sorry, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich kann nur Mittags ins Netz und da habt Ihr alle schon wieder so viel geschrieben.

Ich kann gar nicht alles beantworten oder wiederholen, aber ein paar Dinge wollte ich doch loswerden.

Das ich mich mit Maxi auf einer Ebene treffe finde ich gar nicht schlimm, ich finde nichts falsch an Maxi und sollte Tamara22 es als Abwertung gemeint haben, dann kann ich nur sagen, dann antworte doch einfach nicht auf meine Texte wenn sie Dich dazu herausfordern abwertend zu antworten. Sollte ich das falsch verstanden haben weil ich im Mom auch empfindlich bin, dann entschuldige ich mich bereits hier.

Aber zurĂŒck zum Thema. Gestern ist nicht viel passiert, ich hatte Zeit viel drĂŒber nachzudenken und möchte noch ein paar Dinge ergĂ€nzen. Zu der Forderung nach einem klaren Standpunkt des Vaters möchte ich nur anmerken, dass das sicher wĂŒnschenswert wĂ€re, aber wie schon vorab erwĂ€hnt: Wenn einer nur das Ziel hat dem anderen möglichst viel zu schaden und das ohne RĂŒcksicht auf Verluste, dann macht man nicht viel dagegen. Bei meinem Mann kam es schon des öfteren zu wochenlangen KontaktabbrĂŒchen mit der Tochter wenn er nicht tat was die Mutter wollte. Ich will das nicht weiter ausfĂŒhren, aber er hat wirklich viel versucht. Sicher wird es auf der Welt einen allmĂ€chtigen Familientherapeuten geben der genau den Knopf bei ihr finden könnte, der sie zum Einlenken brĂ€chte, der war bisher aber noch nicht in unserer Reichweite. Von daher hĂ€tte ein bloßes ErwĂ€hnen der WĂŒnsche der Tochter zu uns zu ziehen wahrscheinlich eine mittlere Katatrophe ausgelöst, nach der mein Mann seine Tochter mal wieder lange nicht hĂ€te ohne Theater sehen können. Ob das besser gewesen wĂ€re? Außerdem hĂ€tten wir es als Verrat empfunden, denn sie hattte wie erwĂ€hnt instĂ€ndig darum gebeten, dass der Vater sie nicht verrĂ€t.

Ich bin mir sicher, dass die Kurze in Not war und sich da in was reingeritten hat, was sie nicht mehr ĂŒberblicken konnte. Aber eigentlich stellt sich immer mehr heraus, dass mich nur eines richtig getroffen hat. Erst als klar war, dass etwas es herauskommen könnte was sie gesagt hat ist sie richtig in Panik geraten. Nur dass wir erst gedacht haben es ist die Angst vor der Reaktion der Mutter auf die Beschwerden ĂŒber die Mutter bei uns. Es war aber Angst dass wir hören, dass sie schlecht ĂŒber uns redet. Und ich meine hierbei nicht, dass sie von uns in irgendeiner Weise die Ansage hatte, dass sie irgendwas nicht erzĂ€hlen darf was bei uns passiert. Selbst wenn ich ĂŒber die Mutter schlecht geredet hĂ€tte, hĂ€tte sie das erzĂ€hlen dĂŒrfen, wenn es denn die Wahrheit war und ich es gesagt habe. Das war ihr auch klar, wir haben sie niemals angehalten irgendwas geheim zu halten und sie sieht ja auch im Umgang mit mir stĂ€ndig, dass ich oft anecke, weil ich immer das bestĂ€tige, was ich gesagt habe, auch wenn das schon mal anderen gegenĂŒber unangenehm ist.

Vielleicht hört sich das ja jetzt total Ă€tzend an, aber ich empfinde mich selbst als am meisten Schuld an dem Ganzen. Ich habe auf ihre Klagen reagiert, sie hat mir leid getan. Wir haben uns erst seit letztem Jahr richtig zusammengerauft und alle haben bemerkt wie sie sich immer mehr an mich gehĂ€ngt hat, obwohl ich mir immer gesagt habe, ich will mich nicht zu sehr auf die Kleine einlassen, es ist nicht mein Kind. Es ist nicht meine Aufgabe an ihrer Mutter was zu Ă€ndern, oder das zu ersetzen, was ihr die Mutter nicht gibt. Dennoch hat sie es genossen, dass ich sie mit kleinen Aufmerksamkeiten bedenke, mit ihr fĂŒr die Schule lerne, ihr Dinge ruhig erklĂ€re, sie kuschel. Das hat sie auch immer wieder gesagt wie sehr sie das zu Hause vermisst. Vielleicht hĂ€tte ich das alles lassen sollen und die so gar nicht in so eine Schieflage bringen. HĂ€tte ich sie nicht erst dazu gebracht sich viel wohler zu fĂŒhlen, als vorher wo ich mich mehr rausgehalten habe, dann wĂ€re es vielleicht gar nicht so eskaliert.

Ich weiß einfach nicht wie ich mich in Zukunft verhalten soll. Wenn man mich heute fragt, dann wĂŒrde ich am liebsten so tun als wĂ€re nichts gewesen, aber dazu bin ich viel zu betroffen. Ich möchte nicht einstellen ihr kleine Aufmerksamkeiten zukommen zu lassen, aber ich will auch nicht jedesmal denken, wie sie das wohl wieder zu Hause schlechtmacht... Ich will sie nicht mit dem Lernen allein lassen, aber auch nicht nochmal hören, dass wir ihr sowieso nie helfen und XY mit ihr gelernt hat. Ich bin im "tun als wĂ€re nichts gewesen" total unfĂ€hig. Man wird es mir an jeder Fingerspitze ansehen, dass ich tief getroffen bin. Und das braucht sie jetzt gar nicht, denn sie hat schon genug Kummer wegen dem Mist.

Lg
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Muckelmaus 28. Juni 2013 13:55

Hallo alle miteinander!

Gestern habe ich noch viel ĂŒber die Entwicklung dieses Threats nachgedacht und eines kam mir immer wieder in den Sinn. Tami hat von BĂŒchern und Statistiken geschrieben. Meine ganz persönliche Einstellung zu Erziehungsratgebern aller Art (und dazu zĂ€hle ich jetzt auch mal BĂŒcher ĂŒber Scheidungskinder) ist eigentlich der, dass ich sie nicht lese. Ich höre mir gern den Ratschlag oder Erfahrungswerte einer Freundin oder der Oma usw. an und ĂŒberlege mir, ob der fĂŒr mich und meine Familie bzw. meine Kinder passend wĂ€re. Wenn ja, dann versuche, ich den Ratschlag umzusetzen. Wenn nicht, dann lasse ich die Finger davon. Diese Freiheit habe ich und die nutze ich.
Ansonsten aber denke, ich dass niemand mein Kind besser kennt als ich und mein Kind ist ganz sicher keines, dass man in Normen pressen kann. Viele dieser BĂŒcher gehen aber genau von solchen Normwerten aus.
Ich schaue lieber auf mein Kind und höre dabei auf mein BauchgefĂŒhl und meist trĂŒgt mich mein GefĂŒhl nicht.

Scheidungskinder haben sicher lockere Wurzeln und wir Eltern sollten darauf schauen, diese zu festigen. Aber es nĂŒtzt einem Scheidungskind nichts, wenn es in Watte gepackt wird. Damit wird es lebensuntauglich. Ich kann und will meine Kinder nicht vor allen Unwegsamkeiten des Lebens schĂŒtzen. Denn eines Tages haben und wollen die Kinder FlĂŒgel und dann mĂŒssen sie fliegen. Das können sie aber nur, wenn sie wissen, wie man mit den Luftturbulenzen umgeht.

Liebe GrĂŒĂŸe
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel LĂ€rm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und lĂ€sst das Haus stumm zurĂŒck, dass Du denkst, du wirst verrĂŒckt.
v. John Andrew Holmes, amerik. Publizist
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