Mein Lösungsweg

Hier ist Platz fĂĽr alle kleinen und groĂźen Erfolge auf eurem Weg in ein neues Leben nach der Trennung / Scheidung

Mein Lösungsweg

Beitragvon emuc 14. Januar 2009 02:55

Hallo,

ich konnte aufgrund glücklicher Zufälle meine Altlasten zum Thema Scheidung der Eltern für mich erst in späten Jahren fast gänzlich auflösen und möchte Euch gerne darüber informieren, was mir auf diesem Weg sehr geholfen hat:

Begonnen hat alles mit einem Buch, dass ich von meiner damaligen Freundin geschenkt bekam. Ich wußte bis dahin gar nicht, dass es über das Thema "erwachsene Scheidungskinder (eSK)" Bücher gab... (Diane Fassel: Ich war noch ein Kind als meine Eltern sich trennten). Dieses Buch zeigte mir auf, dass es vielen Scheidungskindern ähnlich erging wie mir und ich nicht alleine mit diesem Problem dastand. Neben Langzeitstudien gab mir dieses Buch auch viele wichtige Lösungsansätze mit auf den Weg, z.B. selbst in dieser Sache aktiv zu werden. Ich erstellte bald darauf eine eigene Homepage zum Thema eSK und konnte mich so bald mit anderen Betroffenen austauschen. Im Grunde war nach langen Jahren der Verdrängung für mich sehr heilsam endlich mit anderen darüber sprechen zu können. Später kamen noch Vorträge, TV- und Radio-Auftritte hinzu (siehe meine Homepage http://www.eskhilfe.de.vu), und ich stellte fest, dass mir diese Form der Verarbeitung am meisten geholfen hat, weil sich so noch mehr, für mich weiterführende Kontakte ergaben und ich so immer mehr die Zusammenhänge verstehen konnte, eben weil ich mich sehr intensiv austauschen konnte.

Besonders machten mir meine, durch die Scheidung der Eltern hervorgerufenen negativen Prägungen ( z.B. in Beziehungsproblemen) zu schaffen. Als ich lernte, diese nicht mehr als etwas unabänderliches anzusehen, sondern als sofort veränderbare Verhaltensmuster, konnte ich diese nach und nach für mich auflösen. HIer half mir sehr eine psychotherapeutische Behandlung, die ich jedem Scheidungskind nur empfehlen kann. Diese Behandlungen werden von der Krankenkasse getragen und man darf sich seinen Therapeuten (des Vertrauens) aussuchen. Es stehen einem bis zu 3 Versuche zur Verfügung. Diese Möglichkeit sollte man nutzen, da es auch in diesem Bereich ebenso eher schädliche "Ärzte" gibt. Ein Beispiel: Für mich waren besonders Gespräche sehr wichtig, wo ich für mich Lösungswege selbst erarbeiten konnte (mit Führung des Therapeuten). Als ich mich umsah, stellte ich fest, dass es eben dann die andere "Sorte" von "Ärzten" gibt, die nur Tabletten verschreiben wollten, jedoch keine Gespräche mit mir führen wollten. Mich hat das sehr abgeschreckt, weil ich wußte, dass so nur eine Betäubung vorgenommen wird, aber nicht wirklich eine Aufarbeitung meiner Probleme stattfinden würde.

Dies war jetzt nur eine kurze Zusammenfassung meines Weges. Wer Fragen hierzu hat, kann mich jederzeit gerne anschreiben.

Viele GrĂĽĂźe,
emuc
---> Selbsthilfeforum fĂĽr erwachsene Scheidungskinder (eSK): http://www.eskhilfe.de.vu
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